• 02.08.2020
      08:15 Uhr
      Meine Kindheit in den Ferien Film von Pia Lüke | tagesschau24
       

      Die schönste Zeit des Jahres sind die Ferien. "Sechs Wochen keine Schule", darauf freuen sich die Kinder in Norddeutschland am meisten - das war schon früher so. Ob zu Hause, am deutschen Ostseestrand oder in fernen Ländern - wie und wo die Norddeutschen in ihrer Kindheit die Ferien verbrachten, daran erinnert sich jeder noch ganz genau. Eine Reise in die Vergangenheit - von den 1950er- bis 1970er-Jahren.

      Sonntag, 02.08.20
      08:15 - 09:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Die schönste Zeit des Jahres sind die Ferien. "Sechs Wochen keine Schule", darauf freuen sich die Kinder in Norddeutschland am meisten - das war schon früher so. Ob zu Hause, am deutschen Ostseestrand oder in fernen Ländern - wie und wo die Norddeutschen in ihrer Kindheit die Ferien verbrachten, daran erinnert sich jeder noch ganz genau. Eine Reise in die Vergangenheit - von den 1950er- bis 1970er-Jahren.

       

      Die schönste Zeit des Jahres sind die Ferien. "Sechs Wochen keine Schule", darauf freuen sich die Kinder in Norddeutschland am meisten - das war schon früher so. Ob Zuhause, am deutschen Ostseestrand oder in fernen Ländern - wie und wo die Norddeutschen in ihrer Kindheit die Ferien verbrachten, daran erinnert sich jeder noch ganz genau. Von diesen Erinnerungen lebt die Dokumentation "Meine Kindheit in den Ferien".

      Der Ostfriese Renke Siefken musste Anfang der 1950er-Jahre, wie viele Landkinder, in der schulfreien Zeit auf dem heimischen Bauernhof mithelfen. Ans Verreisen dachte im Nachkriegsdeutschland noch keiner. Erst mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Mitte der 50er-Jahre wuchs die Reiselust der Bundesbürger. Sie wollten endlich raus aus dem grauen Alltag und sehnten sich nach südlicher Sonne, Spaghetti und Dolce Vita: Italien wurde für die Deutschen zum Traumziel Nummer eins.

      Moderatorin Alida Gundlach hatte es gut: Sie durfte im warmen Süden aufwachsen. Die ersten sechs Jahre verbrachte sie bei ihren italienischen Großeltern in der Nähe von Salerno in Süditalien. Klar, dass es sie und ihre Familie auch später in den Ferien immer wieder zurück nach "Bella Italia" zog. Sie erinnert sich an die erste Reisewelle der Deutschen Anfang der 50er-Jahre: "Man stand am Brennerpass ja in Kolonnen! Es war furchtbar!"

      Fernreisen waren in den 60er- und 70er-Jahren für viele Deutsche noch unerschwinglich, denn Fliegen war teuer. Doch Pianist Joja Wendt konnte schon früh eine ganz andere, fremde Kultur kennenlernen, in der Türkei: "Es war wie 1000 und eine Nacht, überall roch es so gut und die Muezzine haben von den Minaretten runter gesungen". Joja Wendt berichtet davon, wie er in den Ferien wochenlang seinen Vater besucht hat, der als Chefarzt in Istanbul arbeitete.

      In seinen Winterferien stand Helmut Reichertz von morgens bis abends auf Skiern. In seiner Kindheit im Harz war das Schönste nicht die Sonne, sondern der Schnee! Mit Schippen schaufelten er und seine Freunde kleine Skisprungschanzen und für eine lange Abfahrt mussten sie erst einmal die Berge herauf stapfen, denn Lifte gab es damals noch nicht. Egal, ob an der Küste oder im Harz: Die Erinnerung an die Ferien zaubert selbst gestandenen Erwachsenen ein kindliches Lächeln ins Gesicht.

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      Sonntag, 02.08.20
      08:15 - 09:00 Uhr (45 Min.)
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