• 09.07.2020
      06:10 Uhr
      Abenteuer Archäologie Die Felsmalereien des San-Volkes | arte Mediathek
       

      Im Südosten Südafrikas haben Archäologen die weltweit größte Ansammlung von Felsbildern entdeckt: 35.000 Zeichnungen sind im gesamten uKhahlamba Drakensberg Park verstreut. Sie sind das Werk der San, auch Buschleute oder Buschmänner genannt, ein Volk von Jägern und Sammlern. Die eindrucksvollen, sakralen Malereien zeugen von der mystischen Welt der ersten Geistheiler Südafrikas - der Schamanen.

      Donnerstag, 09.07.20
      06:10 - 06:40 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      Im Südosten Südafrikas haben Archäologen die weltweit größte Ansammlung von Felsbildern entdeckt: 35.000 Zeichnungen sind im gesamten uKhahlamba Drakensberg Park verstreut. Sie sind das Werk der San, auch Buschleute oder Buschmänner genannt, ein Volk von Jägern und Sammlern. Die eindrucksvollen, sakralen Malereien zeugen von der mystischen Welt der ersten Geistheiler Südafrikas - der Schamanen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Agnès Molia
      Nathalie Laville

      Im südafrikanischen uKhahlamba Drakensberg Park gibt es etwa 35.000 Felsmalereien. Nirgendwo sonst auf der Welt finden sich prähistorische Kunstwerke in solcher Dichte. Angefertigt wurden die Bilder, deren älteste Exemplare vor etwa 30.000 Jahren und die letzten im 19. Jahrhundert entstanden, von den San, einem Volk von Jägern und Sammlern.

      Heute lebt nur noch eine kleine Gruppe von San in der Wüste der Nachbarländer Namibia und Botsuana. Mit ihrem Verschwinden ist auch das Wissen um die Bedeutung dieser über Jahrtausende entstandenen Malereien verloren gegangen. Welche Geschichte erzählen die San-Malereien? Welche Botschaft hinterlieβen ihre Schöpfer auf den Felsen? Nach jahrelangen Forschungsarbeiten ist es Archäologen endlich gelungen, die Zeichnungen zu entschlüsseln.

      Eine Tierdarstellung sollte sich als entscheidend für das Verständnis dieser Kunst erweisen: die Elantilope. Diese war eine Kreatur des San-Gottes Cagn und spielte eine vergleichbare Rolle in deren Religion wie die Taube für die Christen. Daneben versuchten die Archäologen herauszufinden, was die verschiedenen Mischwesen - halb Tier, halb Mensch - symbolisieren. Es entstand die Hypothese, dass es sich um sakrale Darstellungen handeln muss, nicht um Alltagsszenen.

      Weitere Belege für diese Vermutung lieferten die Neurowissenschaften, ein Forschungsfeld, das noch nie in der Archäologie bemüht wurde: Unter Berücksichtigung von Erkenntnissen aus der Neuropsychologie kamen die Archäologen zu dem Schluss, dass die Felsbilder Trancetänze darstellen, die eines der wichtigsten Rituale der San-Religion waren. Die Zeichnungen führten die Forscher letztlich in die mystische Welt der ersten Geistheiler Südafrikas - der Schamanen.

      Wer waren die Erbauer von Stonehenge? Beruht der Mythos des Minotaurus auf einer wahren Geschichte? Flohen die Wikinger wirklich vor dem Eis aus Grönland? Überall auf der Welt versuchen Archäologen, den großen Rätseln der Menschheitsgeschichte auf die Spur zu kommen. Von der verlorenen Stadt Kolumbiens und Inka-Bauten hoch oben in den Anden über die Ufer des Amazonas und die Pyramiden von Teotihuacán bis zu den Höhlenmalereien in Südafrika oder den ostafrikanischen Swahili-Ruinen: In der neuen zehnteiligen Reihe „Abenteuer Archäologie“ nimmt der belgische Archäologe Peter Eeckhout den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise zu den spannendsten Ausgrabungsstätten der Erde. Dabei trifft er andere Archäologen, erfährt viel über deren Arbeit und lernt deren jüngsten Entdeckungen kennen - eine spektakuläre Reise in längst vergangene Zeiten.

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