• 26.03.2013
      09:15 Uhr
      Ein Nomadenleben im Hochland von Tibet Dokumentation Deutschland 2010 | arte
       

      Die Region Dzachukha in Osttibet zählt zu den unwirtlichen Gegenden der Welt. Auf 4.500 Metern Höhe lassen hier Nomaden ihre Yaks weiden. Die Dokumentation hat den Hirten Locho, seine Frau und ihr gemeinsames Kind ein Jahr lang begleitet und zeigt ihren Alltag und Traditionen, die es so nicht mehr lange geben wird.

      Dienstag, 26.03.13
      09:15 - 10:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      HD-TV Stereo

      Die Region Dzachukha in Osttibet zählt zu den unwirtlichen Gegenden der Welt. Auf 4.500 Metern Höhe lassen hier Nomaden ihre Yaks weiden. Die Dokumentation hat den Hirten Locho, seine Frau und ihr gemeinsames Kind ein Jahr lang begleitet und zeigt ihren Alltag und Traditionen, die es so nicht mehr lange geben wird.

       

      Die Chinesen sprechen in fünf Superlativen von Dzachukha im Hochland von Tibet. Es sei der größte, höchstgelegene, kälteste, ärmste und abgelegenste Bezirk der Provinz Sichuan. In der Region leben noch zahlreiche Nomaden. Zu ihnen gehören auch die 27-jährige Yama und ihr 30 Jahre alter Ehemann Locho. Wie ihre Vorfahren ziehen sie mit den Yaks im Sommer auf Weiden, die sich in rund 4.500 Meter Höhe befinden. Hier finden die Rinder das beste Gras. Alles, was Yama und Locho zum Leben brauchen, erwirtschaften sie dank ihrer Tiere.

      Doch die modernen Zeiten machen auch vor dem Hochland Osttibets nicht halt. Viele Nomaden haben das traditionelle Wanderleben aufgegeben und sind sesshaft geworden. Locho, der seit seinem siebten Lebensjahr Hirte ist, will das Nomadenleben eigentlich gegen nichts in der Welt eintauschen. Doch wenn er an die Zukunft seiner fünf Monate alten Tochter denkt, scheint der Weg vorgezeichnet. Sobald sie ein Jahr älter ist, soll sie die Schule besuchen - in der Stadt.

      Einen ganzen Sommer über begleitet die Dokumentation die kleine Familie durch eine atemberaubende Landschaft. Aus nächster Nähe lassen die Aufnahmen den Zuschauer teilhaben am Nomadendasein von Yama, Locho und ihrer Tochter, die noch keinen Namen besitzt. Zu sehen sind ihre täglichen Mühen, Sorgen und Freuden. Dabei entstand das intime Porträt einer sehr besonderen Lebensweise, die es so vermutlich nicht mehr lange geben wird.

      "Ein Nomadenleben im Hochland von Tibet" (Originaltitel: Summer Pasture - Sommerweide) war bereits auf zahlreichen internationalen Filmfestivals zu sehen und wurde mit dem John Schlesinger Preis des Palm Springs International Film Festival 2011 und dem Spezial Preis "Silberne Aprikose" beim Yerevan International Film Festival 2011 ausgezeichnet.

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