• 10.02.2013
      23:35 Uhr
      Tracks Magazin Frankreich 2012 | arte
       

      Themen:

      • Discharge: Punk Rock never dies
      • Danny Lyon: Rebel with a Cause
      • Flexing: Die neuen Schlangenmenschen
      • Ultravox: Voice of the Eighties

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 10.02.13
      23:35 - 00:30 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      VPS 00:40
      Stereo

      Themen:

      • Discharge: Punk Rock never dies
      • Danny Lyon: Rebel with a Cause
      • Flexing: Die neuen Schlangenmenschen
      • Ultravox: Voice of the Eighties

       
      • Discharge: Punk Rock never dies

      Die Band Discharge kreierte den D-Beat - einen Punk, der noch schneller, gitarrenbetonter und aggressiver ist als der ursprüngliche. Seit 1977 gehört die Band zur britischen Musiklandschaft, wo sie sich mit ihren eher gebrüllten als gesungenen Anarcho-Songs durchsetzte. Ihr zweites Album "Hear Nothing, See Nothing, Say Nothing" belegte 1982 Platz 2 in den "UK Indie Charts". Später liebäugelte die Band mit dem Metal-Sound, wodurch sie in der britischen Punkszene an Glaubwürdigkeit verlor. 2001 erfolgte eine Neugründung mit den ursprünglichen Bandmitgliedern; seither konnte Discharge wieder eine treue Fangemeinde um sich versammeln.

      • Danny Lyon: Rebel with a Cause

      Er saß mit Martin Luther King im Gefängnis, war Mitglied einer Biker-Gang und Sympathisant der Bewegung "Occupy LA": Der amerikanische Fotograf Danny Lyon, Jahrgang 1942, gehört zu den Pionieren des "New Journalism" und wird häufig mit Hunter S. Thompson, dem Vater des Gonzo-Journalismus verglichen. Daniel Joseph Lyon wurde in New York als Sohn einer russischen Mutter und eines deutsch-jüdischen Vaters geboren; beide waren aus unterschiedlichen Gründen - sie vor der Revolution, er vor den Nazis - in die USA geflüchtet. Von seinen Eltern beeinflusst, wählte er den Weg eines gesellschaftlichen Außenseiters. 1962 wurde Lyon als Sympathisant und Fotograf der Bürgerrechtsbewegung in Georgia verhaftet; einige Monate danach veröffentlichte er seine ersten Fotos. Lyon trat später der Biker-Gang "Chicago Outlaws Motocycle Club" bei, die mit den kalifornischen Hell's Angels rivalisierte und im Ruf stand, eine mafiaähnliche Struktur für organisiertes Verbrechen zu sein. Er fotografierte die Mitglieder und Aktivitäten der Gang, woraus ein Fotoband hervorging. 1967 realisierte Lyon eine Fotoserie mit Bildern aus texanischen Gefängnissen, zwei Jahre später begann er mit Videofilmen. Zwischen 2005 und 2009 reiste er häufig nach China für seinen neuen Fotoband "Deep Sea Diver", eine Reihe über die Arbeitsbedingungen der chinesischen Landbevölkerung.

      • Flexing: Die neuen Schlangenmenschen

      In Brooklyn, meilenweit entfernt von den Hipsters aus Williamsburg, erfanden junge Tänzer das Flexing, auch Bone Breaking genannt. Der extreme Straßentanz ist eine meist zu Hip-Hop-Klängen getanzte Variante des jamaikanischen Bruk-Up. Das Flexing entstand in den sozialen Brennpunkten New Yorks, wo Jugendgangs ihre Konflikte mit Schusswaffen austragen. Es ist ein Weg aus der Alltagsspirale von Gewalt, Schulversagen und Arbeitslosigkeit. Die Tänzer treffen sich zu Battles oder improvisieren Wettbewerbe. Ständig erfinden sie neue Bewegungen, um ihre Rivalen zu beeindrucken. Dabei hat jeder seine Spezialität, das Flexing hat ein eigenes Vokabular: Es gibt die Glider, die über den Boden zu gleiten scheinen; die Pauser, bei denen alles stillsteht; und die Bone Breakers, die sich wie Kontorsionisten verrenken Das Flexing ist für sie ein Weg aus der Perspektivlosigkeit: Bone Breaker Leo hat einen Sommerjob in der Freakshow von Coney Island ergattert, Glider Scream verdient sein Geld als Straßenkünstler, und der junge Kit Kat erteilt in seinem Wohnzimmer Flexing-Unterricht. Regg wittert im Flexing sogar ein echtes Business: The Next Big Thing!

      • Ultravox: Voice of the Eighties

      Mit dem Versuch, eine ihrer Gitarren auszustöpseln und ein damals noch recht exotisches Instrument, den Synthesizer, einzustöpseln, revolutionierte Ultravox die britische Musikszene. Die Anfang der 1970er Jahre gegründete Band gehörte zu den Begründern des Synthie Pop, der die New Wave-Szene maßgeblich beeinflusste. Ihr erstes Album wurde von Brian Eno produziert und enthielt mehrere ausgekoppelte Hit-Singles, darunter "Vienna", "Hymn" und "Dancing With Tears In My Eyes".
      Die New Romantics, deren Outfit immer bis ins letzte Detail durchgestylt war, erstanden aus der Asche von Punk und Glam Rock und prägten die Bilderwelt der 80er mit ihren bombastischen Videoclips. Sie gehörten zu den ersten Bands, die Clips mit echten Mini-Drehbüchern und abgeschlossenen Geschichten drehten. Ende der Achtziger löste sich die Band auf. Zwischen 1992 und 1996 versuchte Ultravox ein Comeback, doch das Publikum zog nicht mit. Erst 2009 war es soweit, die Hartnäckigkeit machte sich bezahlt: Ultravox ging auf Weltournee und brachte 2012 ein neues Album heraus! Ultraresistent!

      • Fidlar: Wie der Vater, so der Sohn

      Wenn Elvis Kuehn, der Sohn des Keyboarders der kalifornischen Hardcore-Punkband T.S.O.L., auf Zac Carper, den Sohn eines Surfbrettherstellers aus Hawaii trifft, dann kommt dabei Fidlar heraus. Am Anfang wollten die beiden nur zusammen skaten, ein bisschen Musik und viel Party machen. Sie haben seither an Reife gewonnen, und am 22. Januar 2013 erscheint unter dem Label "Mom and Pop", das auch Andrew Bird, Metric und Sleigh Bells unter Vertrag hat, das erste Album der Band, ganz einfach "Fidlar". Fidlar ist das übrigens das Akronym von "Fuck it Dog, Life's a Risk"...

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 10.02.13
      23:35 - 00:30 Uhr (55 Min.)
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