• 15.01.2021
      10:25 Uhr
      Geschehen, neu gesehen. - "Wahre Geschichte" Hiroshima. Stalins Niederlage | arte
       

      In den Geschichtsbüchern wird die Tragödie von Hiroshima und Nagasaki als einziger Grund für die Kapitulation Japans präsentiert. Ganz falsch ist diese Aussage nicht, doch verschleiert sie die wichtige Rolle der Roten Armee bei der Beendigung des Zweiten Weltkriegs. Denn nicht allein die Bomben, die Hiroshima und Nagasaki in Schutt und Asche legten, zwangen Japan in die Knie, vielmehr spielte auch der Einmarsch der sowjetischen Gruppen in die Mandschurei eine entscheidende Rolle: Die düstere Aussicht einer sowjetischen Besatzung und das drohende Ende der Kaiserdynastie bewogen Kaiser Hirohito, in die Kapitulation einzuwilligen.

      Freitag, 15.01.21
      10:25 - 11:20 Uhr (55 Min.)
      55 Min.

      In den Geschichtsbüchern wird die Tragödie von Hiroshima und Nagasaki als einziger Grund für die Kapitulation Japans präsentiert. Ganz falsch ist diese Aussage nicht, doch verschleiert sie die wichtige Rolle der Roten Armee bei der Beendigung des Zweiten Weltkriegs. Denn nicht allein die Bomben, die Hiroshima und Nagasaki in Schutt und Asche legten, zwangen Japan in die Knie, vielmehr spielte auch der Einmarsch der sowjetischen Gruppen in die Mandschurei eine entscheidende Rolle: Die düstere Aussicht einer sowjetischen Besatzung und das drohende Ende der Kaiserdynastie bewogen Kaiser Hirohito, in die Kapitulation einzuwilligen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Cédric Condon

      In den Geschichtsbüchern wird die Tragödie von Hiroshima und Nagasaki als einziger Grund für die Kapitulation Japans präsentiert. Ganz falsch ist diese Aussage nicht, doch verschleiert sie die wichtige Rolle der Roten Armee bei der Beendigung des Zweiten Weltkriegs. Denn nicht allein die Bomben, die Hiroshima und Nagasaki in Schutt und Asche legten, zwangen Japan in die Knie, vielmehr spielte auch der Einmarsch der sowjetischen Gruppen in die Mandschurei eine entscheidende Rolle: Die düstere Aussicht einer sowjetischen Besatzung und das drohende Ende der Kaiserdynastie bewogen Kaiser Hirohito, in die Kapitulation einzuwilligen.

      Die Legende der Wunderwaffe, die einen endlosen Krieg auf einen Schlag beendete, hält sich dennoch hartnäckig. Grund dafür ist, dass sie den Amerikanern als Rechtfertigung für die Unterordnung Japans unter die USA diente. Sie erlaubte es, den sowjetischen Anteil am Sieg aus der Erinnerung zu tilgen. Angesichts des sich abzeichnenden Kalten Krieges galt es zudem, den Kaiser von seinen Verbrechen reinzuwaschen, um Japan zu einer wichtigen Säule der amerikanischen Verteidigung in Asien zu machen. In Japan selbst nützte die Mär einer kriegsentscheidenden Atombombe den Machthabern, die sich fortan als Opfer präsentierten und ihre Täterschaft vertuschen konnten.

      Die Dokumentation erzählt eine Geschichte ohne echte Helden oder Schurken. Sie präsentiert die Abfolge der Ereignisse innerhalb eines kleinen Zeitfensters, die in die Kapitulation des japanischen Kaiserreichs mündeten. In einem erbarmungslosen Wettlauf mit der Zeit führte das Zusammenspiel nationaler Interessen und menschlicher Leidenschaften zur Niederlage des Reichs der aufgehenden Sonne.

      Die Geschichtsschreibung ist keine starre, exakte Wissenschaft, sondern sie unterliegt einem andauernden Prozess der Ausdifferenzierung, der Weiterentwicklung und des Hinterfragens. Mit voranschreitender Forschung decken Historiker häufig ein Bild der Realität auf, das vielschichtiger ist als die bis dato gemeinhin angenommenen Vorstellungen. Mit der Dokumentationsserie "Wahre Geschichte" nimmt ARTE geschichtsträchtige Personen und Ereignisse in den Fokus und betrachtet diese aus einer neuen Perspektive.

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