• 12.04.2021
      22:10 Uhr
      Fakt ist! Aus Magdeburg Doppeltes Handicap - behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt | MDR FERNSEHEN
       

      Wie kann man die Bedingungen für Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt verbessern? Ist Inklusion tatsächlich machbar? Kann man sie gar verordnen? Und wie offen ist unsere Gesellschaft für behinderte Menschen?
      Über diese und andere Fragen diskutieren:

      • Raul Krauthausen, Menschenrechtsaktivist und Moderator,
      • Karsten Isaack, Bundesverband evangelische Behindertenhilfe
      • Doreen Lange, Bürokauffrau mit Behinderung
      • Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung
      • Klemens Gutmann, Arbeitgeberpräsident Sachsen-Anhalt
      • Ragner Wenzel, Integrationsamt Sachsen-Anhalt

      Montag, 12.04.21
      22:10 - 23:10 Uhr (60 Min.)
      60 Min.

      Wie kann man die Bedingungen für Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt verbessern? Ist Inklusion tatsächlich machbar? Kann man sie gar verordnen? Und wie offen ist unsere Gesellschaft für behinderte Menschen?
      Über diese und andere Fragen diskutieren:

      • Raul Krauthausen, Menschenrechtsaktivist und Moderator,
      • Karsten Isaack, Bundesverband evangelische Behindertenhilfe
      • Doreen Lange, Bürokauffrau mit Behinderung
      • Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung
      • Klemens Gutmann, Arbeitgeberpräsident Sachsen-Anhalt
      • Ragner Wenzel, Integrationsamt Sachsen-Anhalt

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Anja Heyde
      Stefan Bernschein

      Fast acht Millionen Menschen in Deutschland gelten als schwerbehindert. Das ist etwa ein Zehntel der Bevölkerung. Und einem großen Teil dieser Menschen wird eine faire und gerechte Teilhabe am Leben noch immer schwer gemacht. Das zeigt sich auch und besonders auf dem Arbeitsmarkt. Menschen mit Behinderungen gelingt es seltener als nichtbehinderten, auf dem so genannten ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Zwar hat der Gesetzgeber dafür Vorkehrungen geschaffen: ab einer Größe von 20 Arbeitsplätzen sind Unternehmen verpflichtet, fünf Prozent davon mit schwerbehinderten Menschen besetzen. Doch nicht einmal die Hälfte der Unternehmen erfüllt diese Pflichtquote.

      Der Rest kauft sich gewissermaßen frei: mit der Ausgleichsabgabe, einem monatlichen Betrag für jeden nicht entsprechend besetzten Arbeitsplatz. Rund 60 % aller in Frage kommenden Unternehmen zahlen diese Abgabe, weil sie die Pflichtquote nur zum Teil oder gar nicht erfüllen. Interessenvertreter behinderter Menschen sehen die Abgabe deshalb auch kritisch. Im Bundesdurchschnitt sind etwa 4,6 Prozent aller Arbeitsplätze durch behinderte Menschen besetzt. Der öffentliche Dienst zeigt sich dabei deutlich offener als die Privatwirtschaft. Die drei mitteldeutschen Länder liegen aber allesamt unter dem Bundesdurchschnitt.

      "Niemand sagt, dass es einfach ist", sagt der Inklusions-Aktivist Raul Krauthausen. Stellvertretend für viele Betroffene fordert er größere Anstrengungen und bessere politische Rahmenbedingungen, um mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderungen zu erreichen - auf dem Arbeitsmarkt und natürlich weit darüber hinaus.
      Wie kann man die Bedingungen für die Betroffenen auf dem Arbeitsmarkt verbessern? Ist Inklusion tatsächlich machbar? Kann man sie gar verordnen? Und wie offen ist unsere Gesellschaft für behinderte Menschen?

      Über diese und andere Fragen diskutieren Anja Heyde und Stefan Bernschein mit

      • Raul Krauthausen, Menschenrechtsaktivist und Moderator
      • Karsten Isaack, Bundesverband evangelische Behindertenhilfe
      • Doreen Lange, Bürokauffrau mit Behinderung
      • Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung
      • Klemens Gutmann, Arbeitgeberpräsident Sachsen-Anhalt
      • Ragner Wenzel, Integrationsamt Sachsen-Anhalt

      "Fakt ist!" ist der politische Talk im MDR-Fernsehen. Das Thema der Woche wird hier diskutiert - kontrovers, emotional, hintergründig. Die Sendung kommt im wöchentlichen Wechsel aus Magdeburg, Erfurt und Dresden.
      In der Sendung sollen auch die Zuschauer zu Wort kommen - über Briefe, E-Mails, Web-Chat oder Straßenumfragen. Die Meinungen, Wünsche, Ängste der Menschen übermitteln unsere "Bürgermoderatoren" live im Studio an die prominenten Talk-Gäste.

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