• 11.10.2017
      00:00 Uhr
      Weltbilder Moderation: Julia-Niharika Sen | NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Dänemark/Schweden: Das skandinavische Pflegemodell
      • Griechenland: Die Insel Tilos und das Miteinander mit den Flüchtlingen
      • Bangladesch: Mehr Schwimmunterricht für Kinder
      • Österreich: Vor den Nationalratswahlen, wer ist der Favorit?
      • Puerto Rico: Hilfe kommt nicht an

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 11.10.17
      00:00 - 00:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Dänemark/Schweden: Das skandinavische Pflegemodell
      • Griechenland: Die Insel Tilos und das Miteinander mit den Flüchtlingen
      • Bangladesch: Mehr Schwimmunterricht für Kinder
      • Österreich: Vor den Nationalratswahlen, wer ist der Favorit?
      • Puerto Rico: Hilfe kommt nicht an

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Friederike Körner
      Moderation Julia-Niharika Sen
      Redaktionelle Leitung Christiane Justus
      Redaktion Nicole Bölhoff
      Daniel Satra
      • Dänemark/Schweden: Das skandinavische Pflegemodell

      Die Pflege wird in Skandinavien als zentrale Aufgabe des Staates verstanden, viele Pflegeeinrichtungen werden ohne Gewinnorientierung betrieben. Das kostet den Staat deutlich mehr als in Deutschland. Die zwei- bis dreimal höheren Kosten werden durch Steuereinnahmen finanziert. Und das ohne laute Proteste, denn die Angehörigen werden durch das skandinavische Pflegemodell spürbar entlastet. Weiterer Vorteil des Pflegealltags in den skandinavischen Ländern: Pfleger werden besser bezahlt, und es gibt einen besseren Pflegeschlüssel, sodass die Pflegebedürftigen über Jahre nur von einem vertrauten Pfleger betreut werden.

      • Griechenland: Die Insel Tilos und das Miteinander mit den Flüchtlingen

      500 Einwohner hat Tilos, dazu kommen 50 Flüchtlinge. Anstatt auf Hilfe von außen zu warten, auf Gelder von der EU oder der griechischen Regierung, machte die Gemeinde auf Tilos aus der Not eine Tugend und gab Flüchtlingen aus Syrien einfach unbürokratisch Arbeit. In der Taverne oder beim Bäcker helfen sie mit, sind Teil der Gemeinschaft. Und sie sind froh, nicht untätig auf ihr weiteres Leben warten zu müssen. Einige der syrischen Familien wollen längst nicht mehr weiter aufs Festland, sondern wollen auf Tilos bleiben. Alle, Syrer und Griechen, sprechen hier von einem Miteinander und nicht von einem anonymen Nebeneinander.

      • Bangladesch: Mehr Schwimmunterricht für Kinder

      Mehr als 18.000 Kinder ertrinken pro Jahr in Bangladesch. Gerade erst ist die sechsjährige Tochter von Mayeda Begam im Wasser umgekommen. Die Trauer zeichnet das Gesicht der Mutter und das von Farjana, der älteren Schwester des toten Mädchens. Farjana möchte nun Schwimmlehrerin werden. Eine britische Hilfsorganisation hat 100 Lernstationen an Seen und Stränden aufgebaut. In fünf Tagen mit täglich zwei Stunden Schwimmunterricht lernen die Kinder hier, sich über Wasser zu halten. Die Trainer sind alle motiviert, denn jeder hier kennt jemanden mit dem gleichen Schicksal, wie es Farjanas Schwester ereilt hat.

      • Österreich: Vor den Nationalratswahlen, wer ist der Favorit?

      Sebastian Kurz, Kanzlerkandidat der konservativen Österreichischen Volkspartei, steht im Alter von 31 Jahren kurz vor einem Wahlsieg bei den Nationalratswahlen am 15. Oktober. Wahlkampf macht er vor allem mit seiner rigorosen Haltung in der Flüchtlingspolitik und überzeugt damit auch Anhänger der rechtspopulistischen FPÖ. Die Schließung der Balkanroute erklärt er selbst zu seinem besonderen Verdienst. Mit deftigen Parolen macht er im Wahlkampf Stimmung gegen Geflüchtete, wie sie sonst von Viktor Orbán zu hören sind. Die Partei muss es hinnehmen, dass Kurz nicht als ÖVP-Kandidat antritt, sondern (à la Emmanuel Macron) mit einer eigenen Liste Sebastian Kurz. Die neue Volkspartei.

      • Puerto Rico: Hilfe kommt nicht an

      Hurrikan "Maria" hat das Leben von Familie Serrano aus den Angeln gehoben. Die Flut zerstörte fast alles, was die Familie hatte. Ein einfaches Holzhaus, mehr konnte sich Bauarbeiter Anibal nie leisten. Hier hat er mit seiner Frau die Kinder großgezogen. Hier waren die Enkel zu Besuch. Erinnerungen, die weh tun. Anibals Tochter sagt, dass Häuser aus Zement die Lösung wären. Aber nicht jeder kann sich ein Haus aus Zement leisten. Viele Menschen auf Puerto Rico sind arm. Die Hilfe läuft nur schleppend an, vor allem die der USA, zu deren Außengebiete die Insel zählt. Zwar sind Soldaten vor Ort und auch der Katastrophenschutz, aber es reicht nicht. Zu groß sind die Schäden. Das größte Problem ist die Stromversorgung. Sie fiel auf der gesamten Insel aus. Auch Telefon und Internet funktionieren nur noch an wenigen Orten. Puerto Rico leidet seit fast zehn Jahren unter einer Wirtschaftskrise. Die Insel ist bankrott und hängt vom US-amerikanischen Festland ab.

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      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 11.10.17
      00:00 - 00:30 Uhr (30 Min.)
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