• 09.05.2021
      06:30 Uhr
      Birgit Keil - ein Leben für den Tanz hr-fernsehen
       

      "Eine deutsche Ballerina von Weltformat - die erste seit Fanny Elßler", so nannte sie Clive Barnes, der berühmte Kritiker der New York Times, und fast 40 Jahre lang - eine kaum vorstellbare Karriere für diese schwere Kunst - tanzte sie auf den Bühnen der größten Häuser dieser Welt. Vor allem aber in Stuttgart, wo Birgit Keil als 15-jährige schon von John Cranko entdeckt und in seine Compagnie geholt wurde. Für den legendären Choreographen war sie seine "Baby-Ballerina". In ihr erkannte er das Potential zur ersten großen deutschen Ballerina.

      Sonntag, 09.05.21
      06:30 - 07:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 07:20
      Stereo

      "Eine deutsche Ballerina von Weltformat - die erste seit Fanny Elßler", so nannte sie Clive Barnes, der berühmte Kritiker der New York Times, und fast 40 Jahre lang - eine kaum vorstellbare Karriere für diese schwere Kunst - tanzte sie auf den Bühnen der größten Häuser dieser Welt. Vor allem aber in Stuttgart, wo Birgit Keil als 15-jährige schon von John Cranko entdeckt und in seine Compagnie geholt wurde. Für den legendären Choreographen war sie seine "Baby-Ballerina". In ihr erkannte er das Potential zur ersten großen deutschen Ballerina.

       

      Eine deutsche Ballerina von Weltformat - so nannte sie Clive Barnes, der berühmte Kritiker der New York Times. Fast 40 Jahre lang - eine kaum vorstellbare Karriere für diese schwere Kunst - tanzte Birgit Keil auf den Bühnen der größten Häuser dieser Welt. Vor allem aber in Stuttgart, wo sie schon als 15-jährige von John Cranko entdeckt und in seine Compagnie geholt wurde.

      Mit 51 Jahren entschied sich Birgit Keil über Nacht , ihre große Karriere zu beenden und sich um den Tanznachwuchs zu kümmern. 70 Jahre drei fulltime jobs : das Leben von Birgit Keil spielt sich ab zwischen Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe. In Stuttgart kümmert sie sich um ihre Tanzstiftung Birgit Keil . In Mannheim ist sie Professorin und Leiterin der Akademie des Tanzes an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst. Und in Karlsruhe übernahm sie die Ballettdirektion des Badischen Staatstheaters. Seither ist dort jede Ballettvorstellung ausverkauft. Der Tanz ist die beliebteste und erfolgreichste Sparte des Staatstheaters geworden.

      Was ist es, das sie antreibt? Was steckt hinter dieser eleganten, immer noch schönen Frau, die so mädchenhaft albern und lustig sein kann und der man doch die unglaubliche Disziplin und auch Härte gegenüber sich selbst anmerken kann, die man für ein Tänzerleben braucht?

      Der Film erzählt ein 70jähriges Leben für den Tanz und nur für den Tanz. Darum dreht sich alles bei Birgit Keil. Und weil das so ist, versteht sie auch ihre jungen Tänzer in Karlsruhe oder Mannheim so gut, bei denen sich auch alles nur darum dreht die von morgens bis abends üben, mit Schmerzen zu Bett gehen und damit wieder aufwachen, die am schlechtesten bezahlt werden im Vergleich zu Schauspielern oder Sängern, obgleich sie doch die kürzeste aller Karrieren haben. Und denen das alles egal ist - Hauptsache sie können tanzen!

      Neben Ausschnitten aus der Zeit des Stuttgarter Ballettwunders unter John Cranko zeichnet der Film den Alltag der unermüdlichen Primaballerina elegantissima Birgit Keil nach, die ständigen Reisen zu ihren drei Arbeitsorten, ihrem magischen Dreieck , wie sie es nennt bei der Tanzstiftung in Stuttgart, bei den Proben mit ihren Studenten in Mannheim und bei ihrer Arbeit als Ballettdirektorin in Karlsruhe.

      Film von Harold Woetzel

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