• 11.02.2020
      23:15 Uhr
      nachtlinie Vom Umgang mit rassistischer Gewalt - Unterwegs mit Onur Özata | BR Fernsehen Mediathek
       

      29 Strafverfahren gegen ehemalige SS-Wachleute und KZ-Aufseher sind immer noch anhängig. Der Berliner Strafrechtsanwalt Onur Özata ist u.a. das Sprachrohr von Holocaust-Opfern, die als Zeugen vor den letzten Tätern in den Gerichtssälen stehen. Er ist auch spezialisiert auf rechtsextreme Taten, die in jüngerer Vergangenheit geschehen sind. Im Gespräch mit Andreas Bönte berichtet Onur Özata von den Begegnungen mit seinen Mandanten, wie etwa Angehörigen der Opfer der NSU-Morde und des rechtsextrem motivierten OEZ-Attentats in München, sowie auch Überlebende des Terroranschlags in Halle im Oktober 2019.

      Dienstag, 11.02.20
      23:15 - 23:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      29 Strafverfahren gegen ehemalige SS-Wachleute und KZ-Aufseher sind immer noch anhängig. Der Berliner Strafrechtsanwalt Onur Özata ist u.a. das Sprachrohr von Holocaust-Opfern, die als Zeugen vor den letzten Tätern in den Gerichtssälen stehen. Er ist auch spezialisiert auf rechtsextreme Taten, die in jüngerer Vergangenheit geschehen sind. Im Gespräch mit Andreas Bönte berichtet Onur Özata von den Begegnungen mit seinen Mandanten, wie etwa Angehörigen der Opfer der NSU-Morde und des rechtsextrem motivierten OEZ-Attentats in München, sowie auch Überlebende des Terroranschlags in Halle im Oktober 2019.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Andreas Bönte

      29 Strafverfahren gegen ehemalige SS-Wachleute und KZ-Aufseher sind immer noch anhängig. Aber hat es heute noch Sinn, die mutmaßlichen und hochbetagten NS-Verbrecher vor Gericht zu stellen? Der Berliner Strafrechtsanwalt Onur Özata kann diese Frage verstehen, bejaht sie aber zweifelsfrei. Er ist u.a. das Sprachrohr von Holocaust-Opfern, die als Zeugen vor den letzten Tätern in den Gerichtssälen stehen.

      Das Gerichtsverfahren etwa gegen den "Buchhalter von Auschwitz", Oskar Gröning, im Jahr 2015 oder aktuell die Anklage gegen den SS-Wachmann Bruno D., sind nicht nur für die Opfer ein wichtiges Signal zur Wiederherstellung von Gerechtigkeit.

      Die Verfahren kommen viel zu spät, und doch räumen sie mit dem weit verbreiteten Glaubenssatz auf, dass man sich nicht hätte wehren können als SS-Mann. „Jemand der Teil eines KZ-Systems war, hätte sich jederzeit versetzen lassen können. Und es war eben nicht so, dass man dann dafür sanktioniert worden wäre. Man hatte eine Wahl“, so Onur Özata.

      Weshalb hat die Aufarbeitung so lange gedauert? Özata benennt die Kontinuitäten der bundesrepublikanischen Personalpolitik. Etwa 75 Prozent des Personals im Justizapparat der Adenauer-Regierung der Fünfzigerjahre hatte nur wenige Jahre zuvor noch ein braunes Parteibuch gehabt.

      Onur Özata ist auch spezialisiert auf rechtsextreme Taten, die in jüngerer Vergangenheit geschehen sind. Im Gespräch mit Andreas Bönte berichtet er von den Begegnungen mit seinen Mandanten, wie etwa Angehörigen der Opfer der NSU-Morde und des rechtsextrem motivierten OEZ-Attentats in München, sowie auch Überlebende des Terroranschlags in Halle im Oktober 2019.

      Die "nachtlinie" kommt zurück! Auf vielfältigen Wunsch unserer Zuschauerinnen und Zuschauer zieht der nächtliche Talk mit Andreas Bönte aus dem Restaurant ELLA wieder zurück in die Trambahn. Ab Januar 2020 lassen wir die Kultsendung aus der Straßenbahn wieder aufleben.

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