• 02.04.2012
      15:00 Uhr
      Lola liebt's Schwarzweiß Spielfilm Frankreich 1993 | arte
       

      Der schwarze Jamal und der weiße Felix haben nichts gemeinsam ­ außer der Freundin! Eines Morgens stellt die Mulattin Lola die verdutzten Männer einander vor und erklärt, sie erwarte ein Baby. Allerdings wisse sie nicht, von wem ...

      Montag, 02.04.12
      15:00 - 16:45 Uhr (105 Min.)
      105 Min.
      Stereo HD-TV

      Der schwarze Jamal und der weiße Felix haben nichts gemeinsam ­ außer der Freundin! Eines Morgens stellt die Mulattin Lola die verdutzten Männer einander vor und erklärt, sie erwarte ein Baby. Allerdings wisse sie nicht, von wem ...

       

      Lola ist 18, hat eine Haut wie Milchschokolade und einen recht eigenwilligen Charakter. Sie liebt zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Félix ist Jude, er liebt sein Fahrrad, Diskotheken und Rap-Musik. Jamal stammt aus Afrika, er studiert Jura, weil seine Eltern es so wollen, und er trägt gern abgetragene Anzüge. Beide haben absolut nichts gemeinsam außer ihrer Liebe zu Lola.

      Doch Lola nimmt das Leben, wie es kommt. Als sie schwanger wird, aber nicht weiß, wer von den beiden Männern der Vater ist, lädt sie die Zwei kurzerhand zu sich nach Hause ein, um ihnen die große Neuigkeit mitzuteilen. Wichtig sei schließlich nicht, von wem das Kind stamme, sondern, dass es wirklich geliebt werde. Das sehen die beiden jedoch etwas anders.

      Sein zweiter Spielfilm "Hass" machte ihn 1995 in Cannes erstmalig über die Grenzen seines Landes hinaus bekannt: Mathieu Kassovitz, 1968 geboren, ist sowohl als Schauspieler wie als Regisseur international eine feste Größe. Kassovitz' Filme sind lebensecht und gehen unter die Haut. Seine frühen Filme erzählen vom Leben in den Pariser Vorstädten und von den Problemen gesellschaftlicher Randgruppen. Mit "Assassin(s)" (1997), "Die purpurnen Flüsse" (2000) und seinem Hollywood-Debüt "Gothika" (2003) wendet sich Kassovitz dem Kriminalfilm zu.

      Er steht in seinen Filmen nicht nur hinter, sondern auch vor der Kamera. Dem deutschen Publikum ist er vor allem durch seine Rolle in "Die fabelhafte Welt der Amelie" bekannt. Besonders beeindruckte er als Jesuitenpater in Costa-Gavras' "Der Stellvertreter", wo er freiwillig in die Gaskammer geht. 2008 beendete Kassovitz die Dreharbeiten am Blockbuster "Babylone A.D." mit Hollywood-Star Vin Diesel in der Hauptrolle. Im November 2011 lief der Spielfilm "L'ordre et la morale"" in den französischen Kinos an. Dieser stark kontrovers diskutierte Film ist Kassovitz' siebte Regiearbeit.

      Seinen Debütfilm, der "Hexenkessel", den Martin Scorsese als filmische Referenz angibt, drehte Kassovitz im Alter von 25 Jahren: In "Lola liebt's Schwarzweiß" behandelt der junge Regisseur das Thema des Rassismus auf seine ganz persönliche Art: "Es ist einfacher, zu sagen, man sei Anti-Rassist, als es zu beweisen. Ich stamme aus einem Milieu, in dem sich die unterschiedlichsten Hautfarben vermischen, und das ständig lauthals behauptet, keine Probleme mit dem Rassismus zu haben. Eines Tages fragte ich mich: 'Und wenn meine Freundin, als Mulattin, mich mit einem Schwarzem betrügen würde? Wie würde ich reagieren?' Ich bekam Lust, einen Film darüber zu machen. Und da ich auf keinen Fall eine Lektion in Sachen Moral erteilen wollte, machte ich eine Komödie." (Mathieu Kassovitz).

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      15:00 - 16:45 Uhr (105 Min.)
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