• 24.01.2017
      20:15 Uhr
      Nicht Rache, sondern Gerechtigkeit Das Leben von Beate und Serge Klarsfeld - Themenabend: Die Befreiung der Lager | arte
       

      Die Geschichte von Beate und Serge Klarsfeld ist eine deutsch-französische Geschichte einer außergewöhnlichen Liebe und eines jahrzehntelangen Einsatzes für die Aufarbeitung von NS-Verbrechen. Die Ohrfeige für Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger 1968 macht die Klarsfelds schlagartig bekannt. Es ist das Startsignal für einen zähen Kampf, NS-Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Verurteilung von Kurt Lischka 1980 und der Prozess gegen den französischen Politiker und ehemaligen Kollaborateur Maurice Papon. Nur zwei Fälle aus einem langen Kampf gegen das Vergessen.

      Dienstag, 24.01.17
      20:15 - 21:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Die Geschichte von Beate und Serge Klarsfeld ist eine deutsch-französische Geschichte einer außergewöhnlichen Liebe und eines jahrzehntelangen Einsatzes für die Aufarbeitung von NS-Verbrechen. Die Ohrfeige für Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger 1968 macht die Klarsfelds schlagartig bekannt. Es ist das Startsignal für einen zähen Kampf, NS-Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Zu ihren größten Erfolgen zählen die Verurteilung von Kurt Lischka 1980 und der Prozess gegen den französischen Politiker und ehemaligen Kollaborateur Maurice Papon. Nur zwei Fälle aus einem langen Kampf gegen das Vergessen.

       

      Stab und Besetzung

      Produzent SWR
      Regie Wolfgang Schoen

      Die Geschichte von Beate und Serge Klarsfeld ist eine deutsch-französische Geschichte der ganz besonderen Art. Die Geschichte einer außergewöhnlichen Liebe und eines jahrzehntelangen Kampfes gegen das Vergessen und für Gerechtigkeit. Ihr Kampf beginnt 1968 mit einer Ohrfeige für Kurt Georg Kiesinger, mit der Beate Klarsfeld die NS-Vergangenheit des deutschen Bundeskanzlers bekanntmacht. Für die junge deutsche Frau und ihren französischen Mann Serge, dessen Vater als Jude in Auschwitz ermordet wurde, ist es unerträglich, dass ehemalige NS-Funktionsträger in der Bundesrepublik politische Karriere machen. Sie wollen die verdrängte nationalsozialistische Vergangenheit öffentlich machen – und sie wollen NS-Täter, die unbehelligt in der Bundesrepublik leben, zur Verantwortung ziehen.

      Die Klarsfelds werden zu den bekanntesten Nazi-Jägern in Europa. In Frankreich decken sie die Beteiligung der französischen Behörden an den Judendeportationen während des Zweiten Weltkriegs auf. Gegen massiven Widerstand und mit äußerster Beharrlichkeit setzen sie den Prozess gegen den ehemaligen Politiker und Kollaborateur Maurice Papon durch.

      Lange galten die beiden als Nestbeschmutzer und wurden nicht ernst genommen, heute sind sie sowohl in Frankreich als auch in Deutschland als moralische Instanz anerkannt und werden geehrt. Und auch heute kämpfen die beiden noch: vor allem gegen das Erstarken des Antisemitismus in Frankreich. Sie mischen sich ein, wenn Populisten gegen Juden hetzen, und sorgen dafür, dass sie sich vor Gericht verantworten müssen. Ihr Kampf ist noch nicht zu Ende.

      Schwerpunkt: Die Befreiung der Lager

      In Erinnerung an die Männer, Frauen und Kinder, die während des Zweiten Weltkriegs in den Vernichtungslagern ermordet wurden, widmet ARTE der Schoah einen Abend mit vier Dokumentationen. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. 2005 erklärten die Vereinten Nationen den 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an den Holocaust. ARTE beleuchtet die Aufarbeitung von NS-Verbrechen und den mutigen Widerstand der Zivilbevölkerung gegen die braunen Machthaber.

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