• 29.11.2015
      01:15 Uhr
      Lola Spielfilm Frankreich / Philippinen 2009 | WDR Fernsehen
       

      Ein krimineller Vorfall in der philippinischen Hauptstadt Manila stellt zwei ältere Damen vor ein gemeinsames Schicksal: Lola Sepa, die ihren toten Enkel betrauert, der bei einem Überfall durch einen Messerstich ums Leben kam und Lola Puring, Großmutter des jungen Täters, die eine lebenslange Gefängnisstrafe für ihren Enkel befürchtet. Während die Eine kaum Geld für ein angemessenes Begräbnis auftreiben kann, kämpft die Andere erbittert um die Freiheit des Angeklagten. Beider Weg ist mühsam, das Alter und die ständigen Regenfälle machen den Frauen schwer zu schaffen.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 29.11.15
      01:15 - 03:05 Uhr (110 Min.)
      110 Min.
      Stereo Original mit Untertitel

      Ein krimineller Vorfall in der philippinischen Hauptstadt Manila stellt zwei ältere Damen vor ein gemeinsames Schicksal: Lola Sepa, die ihren toten Enkel betrauert, der bei einem Überfall durch einen Messerstich ums Leben kam und Lola Puring, Großmutter des jungen Täters, die eine lebenslange Gefängnisstrafe für ihren Enkel befürchtet. Während die Eine kaum Geld für ein angemessenes Begräbnis auftreiben kann, kämpft die Andere erbittert um die Freiheit des Angeklagten. Beider Weg ist mühsam, das Alter und die ständigen Regenfälle machen den Frauen schwer zu schaffen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Brillante Mendoza
      Buch Linda Casimiro
      Kamera Odyssey Flores

      In der philippinischen Hauptstadt Manila regnet es unaufhörlich. Der ergrauten Lola Sepa macht der alljährliche Monsun jedoch schon lange nichts mehr aus - es ist der Verlust ihres geliebten Enkels, der ihr die letzten Kräfte raubt. Bei einem Raubüberfall wurde er tödlich von dem Telefondieb verletzt. Um dem Verstorbenen ein würdiges Begräbnis zu organisieren, bringt Lola Sepa ihr letztes Geld auf und verschuldet sich bei ihren Verwandten.

      Doch mit ihrem Schicksal ist die alte Frau nicht allein. In derselben Stadt bangt Lola Puring, die Großmutter des jungen Täters, um die Zukunft ihres Enkels. Auf ihn wartet ein schwerer Prozess, der ihn lebenslang hinter Gittern bringen könnte. Tag für Tag besucht sie Mateo in seiner überfüllten Gefängniszelle und versorgt ihn mit Nahrung. Als sie der Bescheid erreicht, dass der Prozess vor dem Tribunal abgehalten werden soll, fällt Lola Puring eine Entscheidung: Sie will die Familie des Opfers aufsuchen und mit Geld ihr Einverständnis erkaufen, die Anklage fallenzulassen. So macht auch sie sich auf den mühsamen Weg durch den Regen zu entfernten Verwandten und alten Bekannten, um mit ihrer Hilfe eine Summe zusammenzutragen, die die Betroffenen milde stimmen könnte.

      Tatsächlich könnte Lola Sepa das Geld mehr als gut gebrauchen, bei einem Verleiher hat sie noch eine große Rechnung offen - doch das Angebot beschmutzt das Andenken ihres Sohnes. Eine Frage des Überlebens oder der Ehre.

      "Lola" beobachtet hartnäckig und detailversessen, wie viel Mühe es macht, zu existieren, wenn man kein Geld hat. Hauptfiguren sind die zwei alten Frauen aus bescheidenen Verhältnissen. Der Enkel der ersten wurde auf offener Straße wegen eines Mobiltelefons erstochen, der Enkel der zweiten ist der Mörder.

      "Unmissverständlich zeigt Mendoza, dass Geld zwar materielle Not lindern kann, aber nicht den emotionalen Schmerz und Verlust. Ein tiefbewegendes Plädoyer für die Menschlichkeit." (Viennale)
      LOLA war 2009 auf dem Filmfest von Venedig der erste philippinische Film seit 1985. Er hat auf verschiedenen anderen Filmfesten bereits mehrere Preise gewonnen, wie den Grand Jury Prize auf dem Miami Film Festival 2010 und den Don Quijote Preis auf dem 24. Fribourg International Film Festival.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 29.11.15
      01:15 - 03:05 Uhr (110 Min.)
      110 Min.
      Stereo Original mit Untertitel

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