• 02.07.2013
      22:00 Uhr
      Mandelas Erben - In Afrikas Kaderschmiede Eine WELTWEIT-Reportage von Ulli Neuhoff | WDR Fernsehen
       

      Nelson Mandela ist ihr grosses Vorbild. Wie er, will auch sie eine bessere Zukunft für Afrika. Ellen fiel schon in Malawi auf. Sie hatte eine Vision: kleine Windmühlen, die auf dem Land Strom erzeugen, sollen auch zur Bewässerung der Felder genutzt werden. Damit werden zwei Ernten pro Jahr möglich statt der einen. Dabei kommt Ellen gar nicht vom Land. Doch sie gehört zur neuen Generation junger Afrikaner, die sich ehrgeizig für den wirtschaftlichen Aufschwung Afrikas einsetzen.

      Dienstag, 02.07.13
      22:00 - 22:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Neu im Programm
      Stereo

      Nelson Mandela ist ihr grosses Vorbild. Wie er, will auch sie eine bessere Zukunft für Afrika. Ellen fiel schon in Malawi auf. Sie hatte eine Vision: kleine Windmühlen, die auf dem Land Strom erzeugen, sollen auch zur Bewässerung der Felder genutzt werden. Damit werden zwei Ernten pro Jahr möglich statt der einen. Dabei kommt Ellen gar nicht vom Land. Doch sie gehört zur neuen Generation junger Afrikaner, die sich ehrgeizig für den wirtschaftlichen Aufschwung Afrikas einsetzen.

       

      Das gefiel dem Direktor, Fred Swaniker der neuen Eliteschule in Johannesburg. Auch Mope aus Lesotho suchte er für seine neue Kaderschmiede aus. Seine Leistungen beeindruckten den Direktor, der selbst eine Eliteausbildung in Amerika genossen hat. Zukünftig sollen afrikanische Schüler dafür nicht mehr in Ausland gehen müssen, so Swaniker. Obwohl der heute 16-jährige Mope erst spät eingeschult wurde, holte er in einer kleinen Dorfschule in den Bergen von Lesotho schnell auf, übersprang gleich mehrere Klassen und will eines Tages in die Politik gehen.

      Jetzt leben Mope und Ellen zusammen mit 200 Mitschülern aus insgesamt 40 Ländern Afrikas in einem Internat am Stadtrand von Johannesburg. Dort fiebern sie ihrem Schulabschluss entgegen. Sie sind alle hochbegabt und wurden ausgewählt aus 5000 Bewerbern: Jungen, Mädchen, Muslime, Christen, Schwarze, Weiße. Sie waren die Besten. Wenn sie älter sind, sollen sie Aufgaben lösen, an denen der Kontinent bisher gescheitert ist. Sie sollen Afrika von Korruption befreien, Kriminalität bekämpfen, Universitäten aufbauen, Arbeitsplätze schaffen, HIV besiegen, Frieden schließen. "Afrika retten", sagt der Schuldirektor Fred Swaniker. Alles das, wofür ihr grosses Idol Nelson Mandela steht.

      Eines eint sie, sie sind geborene Führer und ihr unerschütterliche Wille, den sozialen Aufstieg zu schaffen. Kaum einer kommt von einer wohlhabenden Familie. Sie werden als Agenten des Wandels verstanden, meint Fred Swaniker. Afrika mangelt es nicht an Ressourcen, was uns fehlt sind gut ausgebildete, selbstlose Führer, erklärt der Gründer der Akademie. Ein afrikanischer Staat wird in der Regel von 30-50 Personen kontrolliert. Hätte Afrika 6000 gut ausgebildete Experten, die statt für sich selbst vor allem fürs Gemeinwohl sorgten, wären gewaltige Veränderungen möglich. Das ist seine Vision: eine Kaderschmiede gegen Korruption. Eine Elite die Gutes tut, darum geht es dem ehrgeizigen Schulleiter.

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