• 26.03.2020
      22:45 Uhr
      Menschen hautnah: Männer allein zu Haus Ein Film von Insa Onken | WDR Fernsehen Mediathek
       

      "Früher, wenn ich mal alleine zu Hause war, weil Gabi gerade nicht da war, dann war im Haus Ruhe. Aber jetzt ist da diese Stille." erzählt der 63 jährige Hartmut. Sein Leben hat sich durch den plötzlichen Tod seiner Frau schlagartig verändert. Sie hatten noch so viele gemeinsame Pläne für ihren dritten Lebensabschnitt. Jetzt ist er allein. "Ich muss jetzt ganz neue Struktur in meinem Leben schaffen". Nach der schweren Anfangsphase der Trauer möchte Hartmut wieder ins Leben zurück und neue Menschen kennenlernen. Er beschließt, wieder Tanzen zu gehen. Das hat er 20 Jahre mit Gabi gemacht. Doch dieser Schritt fällt ihm nicht leicht.

      Donnerstag, 26.03.20
      22:45 - 23:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 22:40

      "Früher, wenn ich mal alleine zu Hause war, weil Gabi gerade nicht da war, dann war im Haus Ruhe. Aber jetzt ist da diese Stille." erzählt der 63 jährige Hartmut. Sein Leben hat sich durch den plötzlichen Tod seiner Frau schlagartig verändert. Sie hatten noch so viele gemeinsame Pläne für ihren dritten Lebensabschnitt. Jetzt ist er allein. "Ich muss jetzt ganz neue Struktur in meinem Leben schaffen". Nach der schweren Anfangsphase der Trauer möchte Hartmut wieder ins Leben zurück und neue Menschen kennenlernen. Er beschließt, wieder Tanzen zu gehen. Das hat er 20 Jahre mit Gabi gemacht. Doch dieser Schritt fällt ihm nicht leicht.

       

      In Deutschland leben rund 20% der Männer im Alter zwischen 60 und 80 Jahren allein. Die Gründe, warum ein*e Partner*in fehlt, sind vielfältig. Und nicht jeder empfindet das als problematisch. Was bedeutet es für Männer, in diesem Lebensabschnitt allein zu leben?
      Reinhold ist 70 Jahre alt und hat sein Leben in vollen Zügen genossen. Gerade ist seine letzte Beziehung gescheitert, und er lebt wieder allein. "Ich genieße eigentlich auch das Alleinsein. Aber trotzdem ist da auch immer die Sehnsucht nach einer Partnerin, mit der ich Erlebnisse teilen kann." Probleme, Frauen für sich zu gewinnen, hatte er noch nie im Leben. Die sexuelle Revolution der 68er prägte sein Leben. Er hat in Wohngemeinschaften gewohnt, hatte viele soziale Kontakte und kam bei Frauen immer gut an. Heute ist er Vater von fünf Kindern - von fünf verschiedenen Müttern. "Was ich nicht geschafft habe, ist eine längere Beziehung aufzubauen. Das bedauere ich heute schon." Ein Schlaganfall macht ihm bewusst, dass sein Leben nicht immer so weitergehen kann und auch er alt wird. Doch überraschend stellt er fest: "Ich bin viel gelassener geworden. Mein Jagdtrieb ist erloschen. Und das empfinde ich als was ungeheuer Beruhigendes. Das hätte ich nie gedacht."
      Diese Altersgelassenheit kann sein langjähriger Freund Joseph (64) nicht nachvollziehen. Joseph wünscht sich nichts sehnlicher als eine Partnerin. Seit 20 Jahren lebt er allein. "Alleinsein ist für mich keine Option! Und je älter ich werde, desto größer wird der Druck, dass es endlich klappt." Mit Hilfe von Partnerschaftsbörsen im Internet versucht er seinem Glück auf die Sprünge zu helfen. Doch er bekommt zu spüren, dass Alter durchaus eine Rolle spielt. "Wenn man über 60 ist, ist die Chance jemanden zu finden deutlich niedriger, hab ich den Eindruck".
      Ein Film zum Lachen und Weinen über drei Männer, die mit großer Offenheit über ihr Gefühlsleben reden - zwischen Gelassenheit, Einsamkeit, Angst und Freude im letzten Drittel ihres Lebens.

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      Donnerstag, 26.03.20
      22:45 - 23:30 Uhr (45 Min.)
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