• 11.09.2019
      23:25 Uhr
      9/11 - Gestrandet bei Freunden Ein Film von Werner Boote | WDR Fernsehen Mediathek
       

      Am 11. September 2001 wurde nach den Terroranschlägen der gesamte amerikanische Luftraum gesperrt. 255 Flugzeuge wurden nach Kanada umgeleitet, 38 davon direkt nach Gander. In der Kleinstadt in Neufundland mussten mehr als 6.000 Flugzeugpassagiere aus aller Welt fünf Tage ausharren, ohne Gepäck. Die Ortsansässigen gaben ihnen Unterkunft und Verpflegung. Gander und die umliegenden Gemeinden stellten sowohl öffentliche Gebäude wie Schulen und Kirchen, als auch ihr privates Zuhause zur Verfügung. In den Tagen der Angst und der Unsicherheit sind dabei Menschen unterschiedlicher Herkunft zu Freunden geworden.

      Mittwoch, 11.09.19
      23:25 - 00:15 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Am 11. September 2001 wurde nach den Terroranschlägen der gesamte amerikanische Luftraum gesperrt. 255 Flugzeuge wurden nach Kanada umgeleitet, 38 davon direkt nach Gander. In der Kleinstadt in Neufundland mussten mehr als 6.000 Flugzeugpassagiere aus aller Welt fünf Tage ausharren, ohne Gepäck. Die Ortsansässigen gaben ihnen Unterkunft und Verpflegung. Gander und die umliegenden Gemeinden stellten sowohl öffentliche Gebäude wie Schulen und Kirchen, als auch ihr privates Zuhause zur Verfügung. In den Tagen der Angst und der Unsicherheit sind dabei Menschen unterschiedlicher Herkunft zu Freunden geworden.

       

      Am 11. September 2001 wurde der gesamte amerikanische Luftraum gesperrt. Es war die Reaktion auf die Anschläge auf das World Trade Center. 5.000 Landungen wurden allein in New York gestrichen. 255 Maschinen wurden nach Kanada umgeleitet, 38 davon direkt nach Gander. Die Kleinstadt in Neufundland mit weniger als 10.000 Einwohnern hatte mit einem Mal mehr als 6.000 Gäste, Flugzeugpassagiere aus aller Welt.

      Der große Vorteil: Gander verfügt über einen riesigen Flughafen. Einst war es der größte der Welt. 1936 in einer ländlichen Einöde erbaut, galt Gander vor der Erfindung des Düsenantriebs als idealer Zwischenstopp zum Auftanken der Transatlantikflieger.

      2001 mussten die unfreiwilligen Gäste dann fünf Tage ausharren, und zudem auf ihr Gepäck verzichten. Die Ortsansässigen gaben ihnen Unterkunft und Verpflegung. Viele verausgabten sich beinahe, um die gestrandeten Passagiere zu versorgen. Gander und die umliegenden Gemeinden stellten sowohl öffentliche Gebäude wie Schulen und Kirchen, als auch ihr privates Zuhause zur Verfügung.

      In den Tagen der Angst und der Unsicherheit sind dabei Menschen unterschiedlicher Herkunft zu Freunden geworden. Ein Paar, das sich in diesen Tagen kennen lernte, hat ein Jahr später geheiratet. Unter den gestrandeten ist auch der ehemalige Hugo-Boss-Vorstand Werner Baldessarini.

      Das Ehepaar O'Rourke wartete auf Nachrichten ihres Sohnes, der als Feuerwehrmann in New York im Einsatz ist. Heute sagen sie: "Wir haben unseren Sohn verloren, aber in Gander Freunde fürs Leben gefunden".

      Der Film verfolgt auch zwei österreichische Studenten, die damals auf Notbetten in einer Schule untergebracht waren. Zehn Jahre später kehren sie wieder nach Gander zurück und besuchen Menschen, die Ihnen damals geholfen haben.

      Es ist die Seite der Katastrophe vom 11. September, die weniger bekannt ist. Eine Dokumentation eines großartigen Beispiels der Nächstenliebe. Eine Notgemeinschaft Tausender, die ohne Vorbereitung sofort funktionieren musste und funktioniert hat.

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      23:25 - 00:15 Uhr (50 Min.)
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