• 20.04.2020
      23:45 Uhr
      Mitternachtsspitzen Classics Aus dem Alten Wartesaal in Köln | WDR Fernsehen
       

      Zu Gast bei Jürgen Becker: Jess Jochimsen, Urban Priol, Georg Schramm, Wilfried Schmickler und Herbert Knebel

      Montag, 20.04.20
      23:45 - 00:50 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      VPS 23:10

      Zu Gast bei Jürgen Becker: Jess Jochimsen, Urban Priol, Georg Schramm, Wilfried Schmickler und Herbert Knebel

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Jürgen Becker

      Zu Gast bei Jürgen Becker: Jess Jochimsen, Urban Priol, Georg Schramm, Wilfried Schmickler und Herbert Knebel

      Mitte der 90er Jahre tingelte Jess Jochimsen (Jahrgang 1970) über Kleinkunstbühnen und erzählte von seiner Kindheit als Sohn der beiden einzigen bayerischen 68er. Anfang des neuen Jahrtausends beschrieb er öffentlich die Probleme seiner Generation - irgendwo zwischen Kinderkriegen und nicht erwachsen werden wollen. Inzwischen hat der Kabarettist, Autor und Fotograf mehrere Bücher geschrieben, einen Sohn gezeugt und ein Haus in Freiburg gemietet. Und sein aktuelles Programm "Durst ist schlimmer als Heimweh" ist ein "tragikomisches Roadmovie zum Zurücklehnen, ein entspannt-literarischer Heimatabend mit ungewissem Ausgang". Daraus erzählt er in den Mitternachtsspitzen.

      Dass er "Hofnarr" genannt wird, damit hat Urban Priol keine Probleme. Schon zu Schulzeiten wurden seine Auftritte als Klassenclown beklatscht. Heute wühlt sich der Lästerfranke mit der Sturmfrisur und der Vorliebe für papageienbunte Hemden tagesaktuell durch Absurdes, Wahnsinniges und Unglaubliches abseits der Sprechblasenkultur. Wenn er liest, was die angeblichen Volks-Vertreter so tun und treiben, bekommt der Kabarettist aus Aschaffenburg "Halsschlagadern wie Baumstämme!" Damit er nicht platzt, lässt er auf der Bühne Luft ab - und regt sich öffentlich auf. Stellvertretend für sein Publikum.

      Ende Juli fiel der letzte Vorhang für Georg Schramms Bühnenstück "Thomas Bernhard hätte geschossen". Jetzt hat sich der Kabarettist für ein Jahr zurückgezogen, um sein neues Programm zu schreiben. Die Finanzkrise wird darin eine Rolle spielen, verriet er der 'Süddeutschen Zeitung': "Ich würde gerne wissen, ob es Alternativen zum Zins und Zinseszins gibt. Versuche wie Regionalgeld, um von diesem ruinösen Zinssystem wegzukommen, werden einfließen. Aber auch, wie wir mit den Alten umgehen. Zum Beispiel die Zwangsernährung über eine Magensonde, um Personal zu sparen - bei Leuten, die noch selber essen könnten." Für die Mitternachtsspitzen legt er eine Pause von der Pause ein.

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