• 21.02.2018
      22:10 Uhr
      Laboraffe Nr. 30.003 - Müssen Tierversuche sein? aus der Reihe "Die Story" | WDR Fernsehen
       

      30.003 ist ein Javaner-Affe. Einen Namen hat er nicht. 30.003 lebt in einem Käfig im Labor der Uni Münster und dient, wie andere Affen auch, als Versuchstier der Grundlagenforschung. Tierversuche - besonders mit Affen - gelten als grausam und sinnlos. Affen sind die nächsten Verwandten von uns Menschen und gehören zu den intelligentesten Tieren. Zwar sind die gesetzlichen Hürden für Tierversuche mit Affen in Deutschland besonders hoch, trotzdem werden jährlich über 3.000 Affen für Versuche in Deutschland eingesetzt. Knapp die Hälfte davon wird jedes Jahr für die Forschung getötet. Muss das wirklich sein?

      Mittwoch, 21.02.18
      22:10 - 22:55 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      30.003 ist ein Javaner-Affe. Einen Namen hat er nicht. 30.003 lebt in einem Käfig im Labor der Uni Münster und dient, wie andere Affen auch, als Versuchstier der Grundlagenforschung. Tierversuche - besonders mit Affen - gelten als grausam und sinnlos. Affen sind die nächsten Verwandten von uns Menschen und gehören zu den intelligentesten Tieren. Zwar sind die gesetzlichen Hürden für Tierversuche mit Affen in Deutschland besonders hoch, trotzdem werden jährlich über 3.000 Affen für Versuche in Deutschland eingesetzt. Knapp die Hälfte davon wird jedes Jahr für die Forschung getötet. Muss das wirklich sein?

       

      30.003 ist ein Javaner-Affe. Einen Namen hat er nicht. 30.003 lebt in einem Käfig im Labor der Uni Münster und dient, wie andere Affen auch, als Versuchstier der Grundlagenforschung. Tierversuche - besonders mit Affen - gelten als grausam und sinnlos. Affen sind die nächsten Verwandten von uns Menschen und gehören zu den intelligentesten Tieren. Zwar sind die gesetzlichen Hürden für Tierversuche mit Affen in Deutschland besonders hoch. Trotzdem werden jährlich über 3.000 Affen für Versuche in Deutschland eingesetzt. Knapp die Hälfte davon wird jedes Jahr für die Forschung getötet. Muss das wirklich sein? Lassen sich Tierversuche tatsächlich nicht durch andere Methoden ersetzen?

      In Münster dient Affe 30.003 der Erforschung der Unfruchtbarkeit: Wissenschaftler Stefan Schlatt sucht im Tierversuch nach Methoden, Männern wieder zur Zeugungsfähigkeit zu verhelfen. Am deutschen Primatenzentrum in Göttingen werden alte Javaner-Äffchen zur Demenzforschung eingesetzt. Ob ihre Versuche erfolgreich sind und einen Nutzen für die Behandlung von Menschen haben, wissen die Wissenschaftler immer erst hinterher. Lassen sich die beim Affen gewonnenen Erkenntnisse überhaupt auf den Menschen übertragen? Rechtfertigt Grundlagenforschung wie diese den Tierversuch und das Leid der Affen? Die Forscher sind überzeugt, richtig zu handeln, solange es keine Alternativen gibt - auch wenn längst an neuen Methoden geforscht wird, die den Tierversuch eines Tages ersetzen könnten.

      In Deutschland werden Laboraffen außerdem eingesetzt, um die Verträglichkeit von Medikamenten zu testen. Das heißt "Giftigkeitsprüfung" und ist gesetzlich vorgeschrieben, bevor Medikamente im klinischen Versuch an Patienten ausprobiert werden. Könnte man darauf überhaupt verzichten? Kritiker wie "Ärzte gegen Tierversuche" fordern das.

      Die Angst vor militanten Tierschützern ist groß in den Versuchslaboren - ein Jahr hat es gedauert, bis Die Story die Dreherlaubnis bekam und einen Tierversuch mit Affen begleiten durfte. Die Dokumentation gibt seltene Einblicke in den Alltag der Versuchsaffen in deutschen Laboren und will wissen, ob Tierversuche tatsächlich so unersetzlich sind wie behauptet.

      Film von Manuel Gerber

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