• 06.02.2019
      22:10 Uhr
      Die unerwünschten Töchter - Frauenmangel in Asien aus der Reihe "Die Story" | WDR Fernsehen
       

      Die 3-Jährige Pang Xiuting wurde in ihrem Dorf im Süden Chinas entführt. Die Eltern vermuten, dass sie Opfer von Menschenhändlern wurde - kein Einzelfall, genaue Zahlen gibt es jedoch nicht. Doch allein in China suchen mittlerweile 200.000 Helfer nach vermissten Mädchen. Menschenhändler verkaufen Kinder an Familien, die sich auf diese Weise Bräute für ihre Söhne beschaffen. Millionen Männer im heiratsfähigen Alter finden allein in China keine Frau mehr. Der dramatische Frauenmangel ist auch die Folge einer unter Federführung der USA vom Westen gesteuerten Politik.

      Mittwoch, 06.02.19
      22:10 - 22:55 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Die 3-Jährige Pang Xiuting wurde in ihrem Dorf im Süden Chinas entführt. Die Eltern vermuten, dass sie Opfer von Menschenhändlern wurde - kein Einzelfall, genaue Zahlen gibt es jedoch nicht. Doch allein in China suchen mittlerweile 200.000 Helfer nach vermissten Mädchen. Menschenhändler verkaufen Kinder an Familien, die sich auf diese Weise Bräute für ihre Söhne beschaffen. Millionen Männer im heiratsfähigen Alter finden allein in China keine Frau mehr. Der dramatische Frauenmangel ist auch die Folge einer unter Federführung der USA vom Westen gesteuerten Politik.

       

      Die 3-Jährige Pang Xiuting wurde in ihrem Dorf im Süden Chinas entführt. Die Eltern vermuten, dass sie Opfer von Menschenhändlern wurde - beweisen können sie es nicht. Das ist kein Einzelfall, genaue Zahlen gibt es nicht. Aber mittlerweile suchen in China 200.000 freiwillige Helfer nach vermissten Mädchen.

      Auch in Indien und Südkorea werden Mädchen entführt, verkauft, missbraucht. Der Frauenhandel boomt. Menschenhändler verkaufen Kinder an Familien, die sich auf diese Weise Bräute für ihre Söhne beschaffen. Millionen Männer im heiratsfähigen Alter finden allein in China keine Frau mehr.

      Ein Grund ist die Präferenz für Söhne in diesen Ländern. Söhne übernehmen traditionell die Altersversorgung für die Eltern. Für Töchter dagegen muss die Familie bei der Heirat eine Mitgift bezahlen. Und die Frau kümmert sich später um die Familie des Ehemannes - nicht um die eigenen Eltern.

      Seit man durch Ultraschalluntersuchungen das Geschlecht von Babys bestimmen kann, wurden in Asien fast 200 Millionen weibliche Föten abgetrieben. Die Präferenz für Söhne in den Ländern ist nicht nur kulturell bedingt. Der dramatische Frauenmangel ist auch die Folge einer unter Federführung der USA vom Westen gesteuerten Politik.

      Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die weltweite Panik vor einer Bevölkerungsexplosion geschürt. Hilfsgelder, unter anderem der Vereinten Nationen, fließen nur unter der Bedingung, dass die Geburtenrate in den Entwicklungsländern deutlich gesenkt wird. Dass in Asien erst mit Hilfe der vom Westen zur Verfügung gestellten medizinischen Geräte selektiv abgetrieben wird, ist den Geldgebern bekannt und durchaus gewünscht.

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