• 13.04.2019
      23:15 Uhr
      Weltspiegel-Reportage: Neuseeland - Leben nach dem Terror Film von Sandra Ratzow, Philipp Abresch und Jan Liebold | tagesschau24 Mediathek
       

      Inseln der Ruhe in einer globalisierten, harten Welt. Viel Platz für Individualisten, keine Hektik und Enge wie in Europa. Natur und Schafe. Das war unser Bild von Neuseeland. Dabei ist Neuseeland globalisiert wie wenige Staaten der Erde. "Wir sind eine stolze Nation von über 200 Ethnien, 160 Sprachen", so Premierministerin Jacinda Ardern in ihrer Ansprache nach dem Terroranschlag auf die Moscheen von Christchurch.
      Wie gehen die Menschen mit der Last des Attentats um? Werden sich die Inseln am Rande der Welt verändern?

      Samstag, 13.04.19
      23:15 - 23:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Neu im Programm
      Stereo

      Inseln der Ruhe in einer globalisierten, harten Welt. Viel Platz für Individualisten, keine Hektik und Enge wie in Europa. Natur und Schafe. Das war unser Bild von Neuseeland. Dabei ist Neuseeland globalisiert wie wenige Staaten der Erde. "Wir sind eine stolze Nation von über 200 Ethnien, 160 Sprachen", so Premierministerin Jacinda Ardern in ihrer Ansprache nach dem Terroranschlag auf die Moscheen von Christchurch.
      Wie gehen die Menschen mit der Last des Attentats um? Werden sich die Inseln am Rande der Welt verändern?

       

      Inseln der Ruhe in einer globalisierten, harten Welt. Viel Platz für Individualisten, keine Hektik und Enge wie in Europa. Natur und Schafe. Das war unser Bild von Neuseeland. Dabei ist Neuseeland globalisiert wie wenige Staaten der Erde. "Wir sind eine stolze Nation von über 200 Ethnien, 160 Sprachen", so Premierministerin Jacinda Ardern in ihrer Ansprache nach dem Terroranschlag auf die Moscheen von Christchurch.

      Das lässige Lebensgefühl der Neuseeländerinnen und Neuseeländer, ihre offene Herzlichkeit, die Touristen aus aller Welt rühmen, ist angeschlagen. Es ist nichts mehr, wie es noch vor kurzem war. Das Attentat von Christchurch hat den Blick der Neuseeländer auf ihr Land und ihr Lebensgefühl verändert.

      Vermutlich wollte der Terrorist genau das: im friedlichen Neuseeland zeigen, dass nichts auf der Welt sicher ist. Premierministerin Ardern: "Wir, Neuseeland, sind nicht zum Ziel geworden, weil wir ein sicherer Hafen für jene sind, die hassen. Man hat uns nicht gewählt, weil wir Rassismus billigen oder eine Enklave des Extremismus sind. Sondern gerade deshalb, weil wir all das nicht sind."

      Aber was und wie werden die Neuseeländerinnen und Neuseeländer in Zukunft sein? Wie gehen die Menschen mit der Last des Attentats um? Werden sich die Inseln am Rande der Welt verändern? Werden Brücken zwischen neu Eingewanderten und schon lange Eingewanderten gebaut? Oder brechen Gräben auf, die bislang zugeschüttet waren?

      Schon heute ist die Welt in Neuseeland nicht ganz so heil, wie es scheint. Es gibt auch in Neuseeland Armut, Perspektivlosigkeit und Alkoholismus, vor allem unter den Maori, den Ureinwohnern Neuseelands. Trotz der Weite des Landes fehlt es in den Städten an Wohnraum. Auch in Neuseeland werden die Stimmen lauter, die weniger Einwanderung und dafür bessere Ausbildung der Einheimischen fordern.

      Neuseeland war immer ein friedliches Land. Tote durch Schusswaffen gehören nicht zum Alltag. Dabei sind die Waffengesetze hier sehr liberal. Schätzungen gehen von 1,5 Millionen privaten Schusswaffen aus - bei knapp 5 Millionen Einwohnern. Nach dem Anschlag haben viele Neuseeländer freiwillig ihre Waffen abgegeben. Ein klares Zeichen.

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      Samstag, 13.04.19
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