• 23.03.2018
      00:30 Uhr
      Weltbilder Moderation: Julia-Niharika Sen | tagesschau24
       

      Themen:

      • USA: Anwalt bringt Volkswagen in Verlegenheit
      • Brasilien: Umweltskandal am Amazonas
      • Somalia: Frauenhaus in Mogadischu
      • Neuseeland: Sarg Marke Eigenbau

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 23.03.18
      00:30 - 01:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • USA: Anwalt bringt Volkswagen in Verlegenheit
      • Brasilien: Umweltskandal am Amazonas
      • Somalia: Frauenhaus in Mogadischu
      • Neuseeland: Sarg Marke Eigenbau

       
      • USA: Anwalt bringt Volkswagen in Verlegenheit

      Michael Melkersen ist Pokerspieler mit Herzblut. Mit taktischer Finesse setzt der Anwalt aus dem US-Bundesstaat Virginia VW unter Druck: Melkersen war es, der den Skandal mit Abgasversuchen an Affen aufgedeckt hat. Einen drohenden Prozess gegen einen von Melkersens Mandanten hat VW in den USA zuletzt abgewendet: Der Fahrer eines VW Jetta hatte den Konzern im Zuge des Abgasskandals auf 725.000 Dollar Schadenersatz verklagt. Kurz vor Prozessauftakt einigten sich VW und Kläger auf einen Vergleich. Doch Melkersen vertritt weitere 300 Klienten, die aus den abgewehrten Sammelklagen ausgeschert sind und es auf eigene Faust probieren. Zwei weitere Prozesse sind in den kommenden Monaten noch anberaumt. Es bleibt spannend, welchen Trumpf Melkersen noch auf der Hand hat.

      • Brasilien: Umweltskandal am Amazonas

      Die Menschen in der Region Barcarena, rund 15 Kilometer außerhalb des Amazonashafens Belem, melden Überschwemmungen mit rot gefärbtem Wasser. Verantwortlich dafür ist offenbar ein norwegischer Aluminiumhersteller. Das Unternehmen streitet zuerst alles ab, doch die Gesundheitsbehörde bestätigt den Fund giftiger Stoffe. Nach heftigen Regenfällen waren Rückhaltebecken mit bauxithaltigem Rotschlamm übergelaufen. Die Behörde entdeckte zudem eine verborgene Abflussleitung. Ein Umweltskandal, der die Menschen hier hart trifft: Überall sind Fische in den umliegenden Flüssen gestorben. Menschen können das Flusswasser nicht mehr nutzen. Theoretisch sind Wasserquellen in Brasilien für das Wohl aller Menschen und Tiere geschützt. Doch dieses Beispiel zeigt: Das Recht auf Zugang zu sauberem Trinkwasser muss sich wieder einmal wirtschaftlichen Interessen unterordnen.

      • Somalia: Frauenhaus in Mogadischu

      Zamzam konnte nicht mehr laufen. So sehr hatte ihr Mann sie verprügelt. Doch dann fanden sie Mitarbeiterinnen der Hilfsorganisation Hawo Tako Somalia und brachten Zamzam in ihr Frauenhaus in Mogadischu. Hier bekommt Zamzam medizinische und psychologische Hilfe und kann sich rechtlich beraten lassen. Täglich suchen Dutzende Frauen hier Hilfe. Gewalt gegen Frauen ist in der somalischen Gesellschaft traditionell verpönt gewesen. Doch der jahrzehntelange Bürgerkrieg hat viele Männer verroht. Vergewaltigungen und Misshandlungen gehören mittlerweile zum traurigen Alltag. Vor allem in den zahllosen Flüchtlingslagern in Somalia. Allein im vergangenen Jahr hat sich nach Angaben von Human Rights Watch die Zahl der Flüchtlinge auf zwei Millionen Menschen verdoppelt.

      • Neuseeland: Sarg Marke Eigenbau

      Sägen, löten, schrauben: Jeden Mittwoch trifft sich der Sarg-Club ganz im Norden Neuseelands an einer alten Lagerhalle. Wer hierher kommt, ist mit dem Tod im Reinen. Die Frauen und Männer, die meisten im Herbst ihres Lebens, bauen ihr eigenes individuelles Modell für die letzte Reise. Denn diese soll etwas sehr Persönliches werden. Hühnermotive auf dem einen Sarg, Elvis-Bilder auf dem nächsten. Sogar das eigene Hochzeitskleid wird zur Sargausstattung. Merkwürdig findet das keiner hier. "Wir feiern den Beginn des Lebens", sagt Gründerin Katie Williams. "Warum machen wir aus dem Tod diese dunkle Angelegenheit?" Mittlerweile gibt es Ableger des Sarg-Clubs überall in Neuseeland.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 23.03.18
      00:30 - 01:00 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.04.2018