• 24.02.2018
      16:30 Uhr
      Weltbilder Moderation: Inka Schneider | tagesschau24
       

      Themen:

      • Italien: Im Griff der Mafia
      • Mexiko: Raus aus der Armut, rein in die Genossenschaft
      • Indonesien: Heavy Metal im Hijab
      • Indien: Diskriminierung von Behinderten
      • Großbritannien: Älteste Ballerina
      • "Fahrradhauptstadt" Amsterdam

      Moderation: Inka Schneider

      Samstag, 24.02.18
      16:30 - 17:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Italien: Im Griff der Mafia
      • Mexiko: Raus aus der Armut, rein in die Genossenschaft
      • Indonesien: Heavy Metal im Hijab
      • Indien: Diskriminierung von Behinderten
      • Großbritannien: Älteste Ballerina
      • "Fahrradhauptstadt" Amsterdam

      Moderation: Inka Schneider

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Stefanie Röhrig
      Moderation Julia-Niharika Sen
      Redaktionelle Leitung Christiane Justus
      Redaktion Nicole Bölhoff
      Daniel Satra
      • Italien: Im Griff der Mafia

      Bruno Mazza kümmert sich seit Jahren um den sportlichen Nachwuchs in Neapels von hoher Arbeitslosigkeit, Gewalt und Drogen geprägten Außenbezirk Caivano. Viele der Kinder lernen erst durch das Spiel, dass es Regeln wie Respekt und friedliches Zusammensein gibt. "Die Kinder bekommen zu Hause alles mit. Sie müssen zuschauen, wie der Vater als Drogenhändler auf dem Wohnzimmertisch seine Ware für den Straßenverkauf verpackt", so Bruno Mazza. Der 37-jährige den Kindern und Jugendlichen eine Alternative zu diesem trostlosen Milieu bieten. Bruno hat früher selbst für die Drogenbosse gearbeitet und saß deshalb elf Jahre im Gefängnis. Sein Bruder starb an einer Überdosis. Dieses Schicksal will er den Jugendlichen hier ersparen. Nicht gerade einfach, denn abends und nachts kommen die Drogensüchtigen bis auf den Sportplatz. Mit seinem Engagement steht Bruno ziemlich allein gegen die Mafia.

      • Mexiko: Raus aus der Armut, rein in die Genossenschaft

      Früher verdienten Zwischenhändler im Bundesstaat Chiapas viel Geld mit Kaffee, während die Plantagenarbeiter sich mit einem Hungerlohn zufrieden geben mussten. Indigene Familien, die Kaffee anbauen, haben sich nun zusammengeschlossen und eine Genossenschaft gegründet, um der Ungerechtigkeit ein Ende zu setzen. Sie erstellen, ganz ohne Zwischenhändler, aus ihren eigenen Bohnen eigenen Kaffee und bieten Schulungen in Finanzen und Verkauf. Die Frauen sind in der Genossenschaft gleichberechtigte Partner. Dass die eigene Meinung zählt und das eigene Einkommen verhilft den Frauen zu neuem Selbstbewusstsein. Die Gemeinschaft hilft den indigenen Familien in Chiapas in vielleicht kleinen, aber sehr bedeutenden Schritten auf dem Weg in ein besseres, selbstbestimmtes Leben.

      • Indonesien: Heavy Metal im Hijab

      Drei muslimische Schulmädchen, Töchter von Reisbauern, aus der tiefsten Provinz Javas entdecken den Heavy Metal und werden in Indonesien zu kleinen Stars. Selbst dem Szene-Magazin "Metal Hammer" ist ihre Band "Voice of Baceprot" bereits aufgefallen. "Baceprot" bedeutet in ihrem Heimatdialekt "laut". Mit Coversongs von "Metallica" bis "Rage Against The Machine" sowie mit eigenen Metal-Kompositionen werden sie dem auch gerecht. Im bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Erde gewinnen Konservative immer mehr an Einfluss. Doch die 16- und 17-jährigen Mädchen lassen sich weder von Dogmen noch von Stereotypen aufhalten. Weltbilder-Korrespondentin Sandra Ratzow hat die aufstrebende Metal-Band auf ihrem allerersten Flug begleitet.

      • Indien: Diskriminierung von Behinderten

      Achla Maggo ist 30 Jahre alt und seit mehr als 20 Jahre querschnittgelähmt. In Indien bedeutet dies kein einfaches Leben für sie und ihren Mann Deepak. Ihre kleine Erdgeschosswohnung in Delhi haben sie zu einer behindertenfreundlichen Insel ausgebaut und kommen dort ohne fremde Hilfe zurecht. Kennengelernt haben sich die beiden über Facebook. Vor einem Jahr haben sie geheiratet. In Indien werden noch immer viele Ehen von den Eltern arrangiert. Das ist bei Behinderten kaum möglich. Behinderungen gelten hier als Stigma. Am Abend ist Achla Maggo bei einer Art Singlebörse für Behinderte. Auch wenn sie bereits verheiratet ist, so kann sie hier mit Menschen zusammen sein, die ein ähnliches Schicksal haben wie sie. Solche Veranstaltungen sind in Indien ganz neu. Viele Behinderte trauen sich aus Scham nicht in die Öffentlichkeit oder werden von ihren Familien regelrecht versteckt. Die wenigsten Behinderten in Indien haben deshalb einen Partner. Nach der Party geht es für die meisten wieder zurück in die Einsamkeit.

      • Großbritannien: Älteste Ballerina

      Barbara Peters tanzt seitdem sie laufen kann. Mit 19 wurde sie an der prestigeträchtigen Royal Academy Of Dance angenommen. Wegen eines gebrochenen Arms legte sie ihr Examen jedoch nicht ab. Dann kamen Kinder und Familie dazwischen. Das Ballett hat sie nie ganz losgelassen. Seit Jahrzehnten bringt Barbara dem Nachwuchs das kleine und große Plié bei. Tochter Claire war es nun, die Barbara überredete die Prüfung mit 80 Jahren zu vollenden: "Ich habe sie eigentlich das erste Mal so richtig tanzen sehen am Abend vor ihrer Prüfung. Ich sollte ihre Choreographie filmen, damit sie überprüfen konnte, ob alles perfekt aussieht. Es war ein so berührender Moment: Ich sah sie tanzen wie eine wahre Tänzerin. Nicht wie eine Lehrerin". Dafür trainierte sie einen Monat lang jeweils 2 Stunden am Tag. Barbara tanzt auch heute noch voller Anmut und konnte mit 80 Jahren und Jahrzehnten Verspätung, ihr Diplom absolvieren und hat sogar mit Auszeichnung bestanden. Sie ist damit die älteste Ballerina Großbritanniens.

      • "Fahrradhauptstadt" Amsterdam

      In der niederländischen Metropole gibt es mittlerweile mehr Fahrräder als Einwohner. Auf fast 900.000 Drahteseln wird durch die Grachtenstadt gekurvt. Die Holländer und ihr Rad, eine Liebesbeziehung, die vom Staat gefördert wird. So gibt es in Amsterdam spezielle Straßen, auf denen Autos nur "Gast" sind, Fahrradfahrer immer Vorfahrt haben. Und die vielen Fähren der Stadt sind für Radfahrer kostenlos. In Zeiten von Dieselfahrverboten auch ein Vorbild für deutsche Großstädte? Einen Haken hat das Ganze aber: Es gibt zu wenig Parkplätze für die Drahtesel. Wer sein Fahrrad unrechtmäßig abstellt, muss jkl 6 mit einem Knöllchen rechnen. Im schlimmsten Fall wandert das Rad sogar in den "Knast", Kaution 25 Euro.

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      Samstag, 24.02.18
      16:30 - 17:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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