• 13.04.2019
      07:45 Uhr
      Weltbilder Moderation: Julia-Niharika Sen | tagesschau24 Mediathek
       

      Themen:

      • Türkei: Unfallvertuschung oder Selbstmord?
      • Polen: Lebensabend im polnischen Seniorenheim
      • USA: New Yorks neuer Stadtteil Hudson Yards
      • Israel: Kampf gegen häusliche Gewalt

      Samstag, 13.04.19
      07:45 - 08:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Türkei: Unfallvertuschung oder Selbstmord?
      • Polen: Lebensabend im polnischen Seniorenheim
      • USA: New Yorks neuer Stadtteil Hudson Yards
      • Israel: Kampf gegen häusliche Gewalt

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Stefanie Röhrig
      Moderation Julia-Niharika Sen
      Redaktionelle Leitung Clas Oliver Richter
      Redaktion Nicole Bölhoff
      Christiane Justus
      • Türkei: Unfallvertuschung oder Selbstmord?

      Rabia Naz war ein fröhliches Kind. Das Mädchen wurde nur elf Jahre alt. Die Behörden teilten den Eltern mit, das Kind habe Selbstmord begangen und sich aus 16 Metern Höhe in den Tod gestürzt. Doch der Vater zweifelt diese Todesursache an. Er beginnt mit Nachforschungen. Saban Vatan fragt Passanten. Verschiedene Zeugen berichten, ein schwarzer Fiat Doblo sei am Todestag mit hoher Geschwindigkeit durch das besagte Viertel gefahren. Nach Saban Vatans Nachforschungen gibt es so ein Auto in Eynesil nur einmal, es steht in Verbindung mit dem Sohn und dem Neffen des Bürgermeisters Coskun. Der damalige AKP-Bürgermeister von Eynesil schweigt zu den Vorwürfen. Ende März fanden in der Türkei Kommunalwahlen statt. Der AKP-Bürgermeister wurde krachend abgewählt. Trotz all seiner Trauer eine kleine Genugtuung für Vater Saban Vatan: Rabia Naz hat gewonnen, denn ein solches Wahlergebnis hat es das erste Mal seit 16 Jahren gegeben, mit 1.000 Stimmen Unterschied. Vor allem die Mütter der Stadt haben immer wieder gesagt, dass sie "dem" ihre Stimmen nicht geben werden. Bis heute haben Polizei und Justiz nicht wirklich ermittelt. Saban Vatan will nicht ruhen, bis die Wahrheit ans Licht kommt.

      • Polen: Lebensabend im polnischen Seniorenheim

      Das Ehepaar Assmann ist vor ein paar Monaten nach Polen gezogen. Brigitte Assmann hat Demenz. Ihr Mann kann nicht mehr allein für sie sorgen. Deswegen haben sie sich für betreutes Wohnen in der Seniorenresidenz Erania bei Kolobrzeg, dem früheren Kolberg, entschieden. Das Ehepaar hat dort zwei Zimmer, Küche und Bad. Die Möbel sind die eigenen. 1.500 Euro im Monat zahlen sie für die Wohnung, inklusive Reha und Pflege auf Abruf. Eine vergleichbare Einrichtung in Deutschland wäre finanziell nicht machbar gewesen. Rund 90 Senioren aus ganz Deutschland verbringen ihren Lebensabend in diesem Seniorenheim in Kolobrzeg. An der polnischen Ostsee gibt es immer mehr solcher Einrichtungen speziell für Deutsche.

      • USA: New Yorks neuer Stadtteil Hudson Yards

      Die Skyline der Millionenstadt verändert sich für immer: Die alten Wolkenkratzer verblassen vor den neuen gläsernen Riesen. New York neu erfinden, das möchten die Planer und Macher von Hudson Yards. The Shed, der Schuppen, der neueste New Yorker Anziehungspunkt, ist gerade eröffnet worden: In der riesigen Ausstellungshalle mit verschiebbarem Dach sollen künftig die spektakulärsten Events stattfinden. Sie ist Teil des neuen Stadtteils Hudson Yards, am Ende der New Yorker High Line. Was manche Touristen anzieht, stößt andere ab. Aber ob Zukunftsvision oder Monstrosität: Hudson Yards, der Stadtteil vom Reißbrett, fasziniert durch technische Perfektion und Modernität. Ein Filmteam besucht Mieter und begeht die höchste Aussichtsplattform New Yorks. Was ist dran an diesem Mammutprojekt? Ist das die Zukunft des Städtebaus?

      • Israel: Kampf gegen häusliche Gewalt

      Nach außen hat niemand etwas gemerkt in all den Jahren, erzählt Ortal Sharak. Niemand hat bemerkt, dass ihr Vater ein brutales Monster war, der seine Frau und die Kinder regelmäßig schlug und misshandelte. "Es hat lange gedauert, bis ich kapiert habe, in was für einer Familie ich aufwachse", sagt die heute 35-Jährige. Immer wieder versuchte sich ihre Mutter zu lösen, wollte sich scheiden lassen, aber das Rabbinat, die religiöse Gerichtsbarkeit, empfahl ihr, Frieden mit ihrem Mann zu schließen. Doch ihr Ehemann misshandelte sie weiter. Im Oktober 2018 kam es schließlich zu einem tödlichen Übergriff: Ortals Vater tötete seine Frau mit einem Küchenmesser, stach 15 Mal auf sie ein. 2018 wurden 24 Frauen in Israel Opfer häuslicher Gewalt, die Zahl steigt seit Jahren. Erst langsam wird deutlich, wie sehr es Gewalt zu Hause auch in der Mitte der jüdischen Gesellschaft gibt. Ortal Sharak kämpft jetzt für mehr Aufmerksamkeit bei den Behörden, damit nicht noch mehr Frauen das fürchterliche Schicksal ihrer Mutter erleiden müssen.

      Die Weltbilder blicken Woche für Woche bis zum Horizont und weiter. Sie erzählen die wichtigen Geschichten aus dem Ausland: bildstark und informativ. Julia-Niharika Sen zeigt zusammen mit den ARD-Korrespondenten weltweit den Alltag der Menschen im nahen und fernen Ausland: in packenden Reportagen, spannenden Geschichten und berührenden Porträts.

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      Samstag, 13.04.19
      07:45 - 08:15 Uhr (30 Min.)
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