• 18.02.2018
      01:15 Uhr
      Sophie Scholl - Allen Gewalten zum Trotz Film von Ulrich Chaussy und Marieke Schroeder - zum 75. Todestag von Sophie Scholl am 22. Februar | tagesschau24
       

      Die 1921 geborene Sophie Scholl könnte heute noch leben, wenn sie ein "normales" Studentenleben im Zweiten Weltkrieg geführt hätte. Doch Sophie hatte nicht weggesehen und weggehört. Krieg, Terror gegen die eigene Zivilbevölkerung, Euthanasie und Holocaust waren nicht zu übersehen, wohl aber zu verdrängen. Sophie hat mit ihrem Bruder Hans und ihren Freunden von der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" den Kampf gegen ein Terrorregime aufgenommen. Am 18. Februar 1943 wurde die 21-Jährige zusammen mit ihrem Bruder verhaftet und vier Tage danach, am 22. Februar, hingerichtet.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 18.02.18
      01:15 - 02:15 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Die 1921 geborene Sophie Scholl könnte heute noch leben, wenn sie ein "normales" Studentenleben im Zweiten Weltkrieg geführt hätte. Doch Sophie hatte nicht weggesehen und weggehört. Krieg, Terror gegen die eigene Zivilbevölkerung, Euthanasie und Holocaust waren nicht zu übersehen, wohl aber zu verdrängen. Sophie hat mit ihrem Bruder Hans und ihren Freunden von der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" den Kampf gegen ein Terrorregime aufgenommen. Am 18. Februar 1943 wurde die 21-Jährige zusammen mit ihrem Bruder verhaftet und vier Tage danach, am 22. Februar, hingerichtet.

       

      Sophie Scholl steht im Zentrum des Dokumentarfilms, der nicht nur ihren familiären Hintergrund ausleuchtet, sondern auch ihr Umfeld und ihr Beziehungsgeflecht. Erfreulicherweise leben noch Zeitzeugen, die sie und ihre Welt kannten, Menschen, die zur "Weißen Rose" gehörten und nur ein Quäntchen mehr Glück hatten als die Ermordeten.

      Sophies jüngste Schwester, Elisabeth Hartnagel, ist eine der wichtigsten Zeitzeuginnen. Sie hat noch nie zuvor ein so ausführliches Interview vor laufender Kamera gegeben. Susanne Zeller-Hirzel, eine enge Freundin von Sophie, und Franz Müller, ein Schulfreund aus Ulm, haben selbst vor dem so genannten Volksgerichtshofs des Dr. Roland Freisler gestanden. Sie berichten über Sophie, ihren Bruder Hans und über ihren eigenen Weg in den Widerstand und die Haft.

      Anneliese Knoop-Graf, die Schwester des ebenfalls hingerichteten Willi Graf, war zwar selbst nicht eingeweiht, wurde aber dennoch von der Gestapo vier Monate eingesperrt und vernommen - von Robert Mohr, demselben Mann, der Sophie endlosen Verhören unterzog. Sie saß in derselben Zelle wie Sophie - zusammen mit Else Gebel, die diese Zelle mit Sophie während ihrer letzten Tagen teilte. Anneliese Knoop-Graf berichtet aus eigener Anschauung über Sophie, die sie in München kennen gelernt hatte, und über die beiden Menschen, die Sophies Leben in ihren letzten Tagen geprägt haben, bevor sie vor Freislers Tribunal gezerrt wurde.

      Die letzten Tage werden auch von Zeitzeugen beleuchtet, die bisher unbekannt waren: dem Sohn von Robert Mohr und dem Neffen von Else Gebel, der Zellengenossin von Sophie. Willi Mohr, ein Jahr jünger als Sophie Scholl, nimmt eine distanziert kritische Haltung zu seinem Vater ein, den er "Freislers Vorarbeiter" nennt. Über die Interviews hinaus, ist das dokumentarische Material des Film angereichert mit Ausschnitten aus dem Kinofilm, wobei sichtbar wird, wie präzise sich der Kinofilm an die recherchierten Fakten hält.

      Film von Ulrich Chaussy und Marieke Schroeder

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 18.02.18
      01:15 - 02:15 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 24.09.2018