• 09.10.2021
      01:05 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Die Osterinsel (Chile) - Geheimnisvolle Giganten | tagesschau24
       

      Die einsame Osterinsel im Pazifischen Ozean umweht seit Jahrhunderten ein Hauch von Zauber und Magie. In einem Radius von 3.600 km liegt kein bewohnbares Land in ihrer Nähe. Holländische Seefahrer landeten zu Ostern 1722 als erste Europäer auf dem Eiland, dessen gesamte Küste mit von den Inselbewohnern errichteten riesigen Steinfiguren versehen war. Als 52 Jahre später der berühmte Kapitän James Cook wieder hier anlief, lagen die Hochkultur und die rätselhaften Steingiganten zerstört am Boden.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 09.10.21
      01:05 - 01:20 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Die einsame Osterinsel im Pazifischen Ozean umweht seit Jahrhunderten ein Hauch von Zauber und Magie. In einem Radius von 3.600 km liegt kein bewohnbares Land in ihrer Nähe. Holländische Seefahrer landeten zu Ostern 1722 als erste Europäer auf dem Eiland, dessen gesamte Küste mit von den Inselbewohnern errichteten riesigen Steinfiguren versehen war. Als 52 Jahre später der berühmte Kapitän James Cook wieder hier anlief, lagen die Hochkultur und die rätselhaften Steingiganten zerstört am Boden.

       

      Die einsame Insel im Pazifischen Ozean umweht seit Jahrhunderten ein Hauch von Zauber und Magie. In einem Radius von 3600 Kilometern liegt kein bewohnbares Land in ihrer Nähe. Die Ureinwohner lebten über Jahrhunderte völlig autark und in Frieden. Sie hatten niemanden, mit dem sie hätten Handel treiben können. Und dennoch erschufen sie eine Kultur, die jeden Besucher in Staunen versetzt. Als erster Europäer hat Kapitän Jakob Roggeveen dieses Eiland entdeckt. Er war im Auftrag der Holländischen Westindischen Kompanie unterwegs, um das sagenumwobene Davisland zu suchen. Stattdessen stieß er an Ostern 1722 auf eine Insel, deren gesamte Küste mit rätselhaften Steingiganten bevölkert war. Er nannte sie nach dem Tag ihrer Entdeckung - "Osterinsel". Woher kamen diese Menschen, die in der Lage waren, 20 Meter hohe Steinkolosse aufzustellen? Wie kamen sie auf diese einsame Insel? Auch konnten die "weißen Götter", wie die Osterinsulaner die fremden Ankömmlinge nannten, weit und breit keine Felsen sehen, die den Ureinwohnern als Bildhauerwerkstätte hätten dienen können. Welche Transportwege benutzen sie? Die unruhigen Seefahrer blieben nicht lange. So nahmen sie ihre Fragen unbeantwortet als Geschichten wieder mit in ihre Heimat. Aus den Geschichten wurden Rätsel, aus den Rätseln wurden Mythen. Als 52 Jahre später der berühmte Kapitän James Cook die Insel wieder anlief, lag die Hochkultur der Osterinsel mit ihren Steingiganten zerstört am Boden. Es gab keine gesellschaftlichen Führer mehr. Nur noch wenige Menschen lebten angstbesetzt in unzugänglichen Höhlen. Was war passiert in der kurzen Zeit? War es eine Naturkatastrophe, die zum Untergang dieser sagenhaften Kultur geführt hat? Kam es zu einem Krieg um Nahrungsmittel? Oder vielleicht beides? Die Überlieferungen der Ureinwohner bieten nur widersprüchliche Antworten. Was auch immer passiert sein mag, die Steingiganten, welche diese abgeschiedenste Insel der Welt bevölkern, sind stille Zeugen einer Katastrophe, die dem Besucher die Vergänglichkeit der Erde vor Augen führt.

      Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

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