• 28.06.2011
      00:30 Uhr
      Randale in der Notaufnahme Personenschutz für Ärzte - Aus der Reihe "Die Reportage" | tagesschau24
       

      Drohungen, Beleidigungen, Tritte, Schläge, Sachbeschädigung, Diebstahl, sogar Brandstiftung. Was sich anhört wie ein Straftatenkatalog, ist Woche für Woche Alltag in der Notaufnahme Hamburg-St. Georg.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 28.06.11
      00:30 - 01:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Drohungen, Beleidigungen, Tritte, Schläge, Sachbeschädigung, Diebstahl, sogar Brandstiftung. Was sich anhört wie ein Straftatenkatalog, ist Woche für Woche Alltag in der Notaufnahme Hamburg-St. Georg.

       

      Immer wieder kommt es dort zu Übergriffen auf Pfleger und Ärzte, wird in der Notaufnahme randaliert. Die Reportage begleitet Pfleger Marco Werner, Chirurg Dr. Gunnar Müller und Security-Mann Sebastian Lackner über mehrere Tage bei ihrem manchmal gefährlichen Dienst.

      Zum Einzugsgebiet der Notaufnahme gehören die Rotlichtviertel von St. Pauli und St. Georg. Gerade am Wochenende merken das die Pfleger und Ärzte. Die Security soll das Notaufnahme-Personal bei seiner Arbeit beschützen. In den Ausnüchterungszellen kommt es immer wieder zu Krawall. Aggressive Trinker, Nachtgestalten im Drogenrausch schlagen und treten um sich, zerschlagen Mobillar oder die Kacheln in den Zellen und versuchen sogar, Feuer zu legen.

      Volle Arztpraxen sorgen für mehr Patienten in der Notaufnahme, weil diese denken, sie kämen hier schneller dran. Täglich werden etwa 100 Patienten behandelt, vor fünf Jahren waren es noch 70 bis 80. Viele sind ungeduldig, die Anspruchshaltung sei gestiegen, berichtet Chirurg Müller. Mancher Patient kommt nach drei Wochen mit Rückenschmerzen in die Notaufnahme und möchte sofort drankommen. Solche Patienten stehlen Ärzten und Pflegern die Zeit für dringende Notfälle. Manchmal komme er sich vor wie ein Hausarzt, meint Müller. Trotzdem muss er freundlich bleiben.

      Wenn die echten Notfälle kommen, wie der schwere Motorradunfall oder der junge Mann mit der kollabierten Lunge, dann ist das ganze Team gefordert und alle anderen Patienten müssen erst einmal warten. Manchmal stundenlang, das sorgt zusätzlich für Frust.

      Jede Einlieferung birgt Überraschungen. Die Zeiten für Pflegepersonal werden härter. Auch andere Krankenhäuser schützen ihre Ärzte jetzt mit Security und schulen Pfleger sogar in Selbstverteidigung.

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      Nacht von Montag auf Dienstag, 28.06.11
      00:30 - 01:00 Uhr (30 Min.)
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      Stereo

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