• 28.07.2020
      01:20 Uhr
      puzzle Viele Kulturen - ein Land | tagesschau24
       

      Themen:

      • "Über den Tellerrand"
      • Simon Goeke: "Wir sind alle Fremdarbeiter!"
      • Auf das Wort kommt es an – über den bewussten Umgang mit Worten
      • AMEWU – der Literat unter den Rappern
      • Kinofilm: "Schwarze Milch"

      Moderation: Özlem Sarikaya

      Nacht von Montag auf Dienstag, 28.07.20
      01:20 - 01:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • "Über den Tellerrand"
      • Simon Goeke: "Wir sind alle Fremdarbeiter!"
      • Auf das Wort kommt es an – über den bewussten Umgang mit Worten
      • AMEWU – der Literat unter den Rappern
      • Kinofilm: "Schwarze Milch"

      Moderation: Özlem Sarikaya

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Özlem Sarikaya
      • "Über den Tellerrand"

      Essen ist ein utopischer Moment, der sich überall im Kleinen und ganz schnell verwirklichen lässt. Beim Essen kommt man zusammen. man sitzt – auf Augenhöhe – am gleichen Tisch, begegnet sich in Ruhe. Essen ist auch immer ein selbstverständlicher kultureller Austausch, bei dem ungewohnten, unvertrauten, neuen Dingen oft sehr viel mehr Neugierde und Toleranz entgegengebracht wird, als in anderen kulturellen Bereichen. Essen bringt zusammen, dachten sich auch die Gründer des Vereins "Über den Tellerrand", der sich 2015 formierte und seitdem Geflüchtete, Migranten, Einheimische am Tisch zusammenbringt. Seit zwei Jahren gibt es nun auch ein Café in München mit dem Namen "Über den Tellerrand", in dem zum Großteil Geflüchtete arbeiten. Ein "Sozialunternehmen" im schönsten Sinne des Wortes. Eine Arbeitsplatz-Perspektive für längere Zeit. Ein wunderbares Café, das Menschen aus den verschiedenen Kulturkreisen täglich und ganz natürlich zusammenbringt.

      • Simon Goeke: "Wir sind alle Fremdarbeiter!"

      Die Geschichte der sozialen Bewegungen in der Bundesrepublik könne nicht ohne die Migrationsgeschichte gedacht werden. Denn die Kämpfe von Gewerkschaften, Arbeiterbewegung und Achtundsechzigern hätten sich zu großen Teilen erst durch die Präsenz und das Engagement von Migrantinnen und Migranten geformt. Das beschreibt Simon Goeke in seinem Buch "Wir sind alle Fremdarbeiter!". Die so genannten Gastarbeiter sollten arbeiten, das deutsche Wirtschaftswunder ankurbeln, aber bitte nichts fordern. Sie begannen aber Missstände aufzuzeigen, zu demonstrieren, für eigene Rechte zu kämpfen. Manche gewerkschaftlich organisiert, viele auch in sogenannten wilden Streiks. Sie erreichten damit zum Teil ganz neue Arbeitsrechte, von denen auch die deutschen Arbeiterinnen und Arbeiter umfangreich profitierten.

      • Auf das Wort kommt es an – über den bewussten Umgang mit Worten

      Sprache ist Macht. Mehr denn je geht es in unserer Zeit, in der Hass und Hetze ein gefährliches Niveau erreicht haben, um einen bewussten Umgang mit Worten. Damit Menschen nicht immer wieder aufs Neue schmerzlichen, diskriminierenden Erfahrungen ausgesetzt werden. Doch gerade heute gibt es eine große Verunsicherung darüber, welche Begriffe die richtigen sind. "puzzle" zeigt, welche Begriffe der Gegenwart dringend richtiggestellt werden müssen. Zum Beispiel: Warum ist das Wort "Rasse" diskriminierend, andererseits der Begriff rassistisch für manche Taten angebracht? Wer fällt unter die Bezeichnung "People of colour" (Poc), und warum spricht man nicht von Farbigen, sondern von schwarzen Menschen?

      • AMEWU – der Literat unter den Rappern

      Amewu ist einer, der mit Worten spielt. Er ist deutschsprachiger Rapper mit Tiefgang. Sein Lieblingsfach in der Schule war Psychologie. Er hat Querflöte gelernt und wird bei Konzerten von einem Geigenspieler begleitet. Was er zu sagen hat, sagt er schnell. Dabei ist er durch und durch politisch, zeigt Haltung, verschmilzt Wut mit Poesie. "Wenn ich in einer anderen Zeit leben würde, wäre ich vielleicht Wanderprediger", sagt Amewu. Nach zwei Alben – 2009 (Entwicklungshilfe) und 2012 (Leidkultur) – ist er jetzt mit neuen Songs am Start.

      • Kinofilm: "Schwarze Milch"

      Wessi, eine moderne in Berlin lebende Frau, kehrt zu ihrer Schwester Ossi, einer Nomadin, in die Mongolei zurück. Nach vielen Jahren der Trennung prallen bei der Begegnung der Schwestern zwei Welten aufeinander: Tradition und Moderne, unterschiedliche Lebensentwürfe, Vorurteile, aber auch Sehnsüchte und Hoffnungen. Der teils autobiografische Spielfilm "Schwarze Milch" von Regisseurin Uisemna Borchu erzählt in kraftvollen Bildern von der Rückkehr in eine vertraute, fremde Heimat – vor allem aber von einer Reise zu sich selbst.

      Vielfältig und einmalig zugleich - das ist "puzzle", das InterKulturMagazin. Das Format stellt interkulturelle Themen und Menschen vor, die die Kultur und das Leben in Deutschland auf ihre Weise mitprägen.

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      Nacht von Montag auf Dienstag, 28.07.20
      01:20 - 01:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 06.08.2020