• 08.03.2018
      22:15 Uhr
      Plusminus Das Wirtschaftsmagazin | tagesschau24
       

      Themen:

      • Fahrverbote: Lassen die Autobauer die Diesel-Fahrer im Stich?
      • Alternativen zum Diesel: Verschläft Deutschland die Zukunft?
      • Einfach abgedreht: wenn der Kohleausstieg zu Chaos führt
      • Stromverbrauch: Warum sparen nicht mehr lohnt

      Moderation: Christian Nitsche

      Donnerstag, 08.03.18
      22:15 - 22:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Fahrverbote: Lassen die Autobauer die Diesel-Fahrer im Stich?
      • Alternativen zum Diesel: Verschläft Deutschland die Zukunft?
      • Einfach abgedreht: wenn der Kohleausstieg zu Chaos führt
      • Stromverbrauch: Warum sparen nicht mehr lohnt

      Moderation: Christian Nitsche

       
      • Fahrverbote: Lassen die Autobauer die Diesel-Fahrer im Stich?

      Fahrverbote für Diesel-Autos sind möglich, als letztes Mittel, wenn die Luft anders nicht sauberer wird. Was kommt da auf die Besitzer eines Diesel-Fahrzeugs zu? Und: Lassen sich Fahrverbote noch verhindern? Die deutsche Autoindustrie setzt auf sogenannte Software-Updates. Schon vergangenen August boten die Hersteller an, die Abgasreinigung mit neuen Programmen effektiver zu machen. Die meisten Updates sind aber bis heute nicht umgesetzt. Abhilfe schaffen würde auch die Nachrüstung älterer Diesel-Fahrzeuge mit speziellen Katalysatoren. Damit ließe sich der Ausstoß von gefährlichem Stickstoffdioxid um bis zu 70 Prozent verringern. Doch die Autoindustrie lehnt eine Nachrüstung weiterhin ab. Zahlen am Ende die Diesel-Fahrer die Zeche, weil die Autobranche nicht handelt?

      • Alternativen zum Diesel: Verschläft Deutschland die Zukunft?

      Auf dem Genfer Autosalon werden sie präsentiert: Brennstoffzellen-betriebene Elektrofahrzeuge aus Japan oder Korea. Sie stoßen im Betrieb keinerlei Schadstoffe aus und haben ähnliche Reichweiten wie Autos mit Verbrennungsmotoren. Angetrieben werden die Fahrzeuge mit Wasserstoff, einer Technologie, die seit Jahrzehnten erforscht wird, sogar größtenteils in Deutschland. Doch während asiatische Hersteller wie zum Beispiel Hyundai oder Toyota diese Fahrzeuge längst in Serie herstellen und innerhalb weniger Wochen liefern können, sieht es bei deutschen Herstellern traurig aus: Wasserstoff-Autos spielen bei ihnen derzeit nahezu keine Rolle. Und auch in der politischen Diskussion taucht die Brennstoffzellen-Technologie kaum auf. Deutsche Wissenschaftler schlagen nun Alarm: Sie befürchten, dass mit ihren Forschungsergebnissen nun nicht in Deutschland, sonders anderswo Geld verdient wird. Wieder einmal werde, so die Experten, der Anschluss an eine Schlüsseltechnologie verloren.

      • Einfach abgedreht: wenn der Kohleausstieg zu Chaos führt

      Hessens größtes Steinkohlekraftwerk wird in den Sommermonaten abgeschaltet. Dies wurde kurzfristig beschlossen. Die Stromproduktion lohne nicht mehr. Raus aus der Kohle - prima, könnte man denken. Doch die Kraft-Wärme-Kopplung der Anlage speist auch das Fernwärmenetz und damit das Warmwasser der umliegenden Städte und Gemeinden. Gibt es keinen Ersatz, müssten die Bürger kalt duschen. Die angeschlossenen Stadtwerke Hanau zum Beispiel stehen vor einem Problem. Ihre Notanlage ist nur für wenige Stunden oder Tage ausgelegt, aber nicht für den Dauerbetrieb. Dazu bläst sie viel mehr CO2 in die Luft. Die bisher als "grüne Energie" eingestufte Fernwärme wird auf einmal schmutziger. Folge: Energieeffiziente Bauvorhaben und Förderungen auf der Basis grüner Fernwärme drohen zu scheitern. Eine Überlegung um die Abschaltung zu verhindern: die Anlage zur Stromerzeugung für systemrelevant erklären und damit auch die Fernwärme sichern. Bei Systemrelevanz allerdings bekommt der Kraftwerksbetreiber die Kosten dafür erstattet. Und die werden über die Stromrechnung auf alle Stromkunden überregional umgelegt.

      • Stromverbrauch: Warum sparen nicht mehr lohnt

      Die Netzentgelte sind ein wesentlicher Teil der Stromkosten. Sie machen etwa ein Viertel des Strompreises aus. Viele Strom-Netzbetreiber erhöhten bei ihren Netzentgelten in den vergangenen Jahren ihre fixen Grundpreise deutlich stärker als die verbrauchsabhängigen Arbeitspreise. Das Ergebnis ist paradox: Wer wenig Strom verbraucht, wird durch steigende Grundpreise stark belastet. Auch lohnt es sich für Geringverbraucher kaum noch, Strom zu sparen. Vielverbraucher werden dagegen bevorzugt. Experten sehen darin eine problematische Umverteilung zu Lasten von Haushalten mit geringem Stromverbrauch - seien sie sparsam oder arm. Laut Bundesnetzagentur ist die Spreizung jetzt schon enorm. 2017 zahlten Geringverbraucher (1.000 kWh/Jahr) im Grundversorgungstarif durchschnittlich 45,5 Cent/kWh; ein Haushaltskunde mit wesentlich höherer Abnahmemenge (zwischen 2.500 und 5.000 kWh/Jahr) dagegen nur 30,9 Cent/kWh. Das hintertreibt die Energiewende.

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