• 11.11.2021
      22:30 Uhr
      Plusminus (ARD-Themenwoche „Stadt.Land.Wandel“) | tagesschau24
       

      Themen:

      • Unternehmen im Visier der Geldwäscher
      • Abhängig von China: Die Folgen der Rohstoffknappheit
      • Lieferengpässe: Gebrauchtmärkte boomen
      • ARD-Themenwoche: Stadt-Land-Konflikt in Sachen Energiewende

      Donnerstag, 11.11.21
      22:30 - 23:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Unternehmen im Visier der Geldwäscher
      • Abhängig von China: Die Folgen der Rohstoffknappheit
      • Lieferengpässe: Gebrauchtmärkte boomen
      • ARD-Themenwoche: Stadt-Land-Konflikt in Sachen Energiewende

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Sandra Rieß
      • Unternehmen im Visier der Geldwäscher

      "Über unsere Firma Gelder waschen – kostet 80.000 Euro" oder "Wir stellen Scheinrechnung aus" so lauten Angebote von kriminellen Unternehmen in Deutschland im Dark Web. Sie waschen Gelder für die organisierte Kriminalität. Zu hohe oder zu niedrige Rechnungen, Mehrfach- oder Phantomrechnungen für Geschäfte, die es gar nicht gibt, das sind Spielarten der sogenannten handelsbasierten Geldwäsche. Doch immer öfter werden Firmen unwissentlich zur Geldwäsche missbraucht. Sie ahnen nicht, dass der Vertragspartner kriminell ist. Dabei geht es den Geldwäschern nicht darum im Handel zu verdienen. Sie wollen Gelder waschen, die aus Straftaten stammen. Deutschland mit seiner florierenden Wirtschaft ist im Visier der Geldwäscher. An die 100 Milliarden Euro werden in Deutschland pro Jahr gewaschen. Dennoch landen kaum Fälle vor Gericht. Doch ohne intensive Bekämpfung der Geldwäsche über den Handel, so fürchten Experten, würde immer mehr Raum für die organisierte Kriminalität geschaffen.

      • Abhängig von China: Die Folgen der Rohstoffknappheit

      Die Angst geht um bei den metallverarbeitenden Unternehmen: Das Magnesium wird knapp. Dieses Metall, das unter anderem zur Herstellung von Aluminium für den Autobau oder die Medizintechnik gebraucht wird, kam bisher fast ausschließlich aus China. Nun hat das Land einen Exportstopp erlassen – offiziell, um seine CO2-Ziele zu erreichen. Damit trifft China die deutschen Industrie ins Mark. Denn ohne Magnesium stehen hierzulande die Bänder still, weil wichtige Komponenten fehlen. Noch reichen die Vorräte bis Ende November. Jetzt rächt sich die deutsche und europäische Rohstoff-Politik der vergangenen Jahre. Denn bisher kaufte man die Rohstoffe dort, wo sie am günstigsten waren. Und China hat den Weltmarkt mit Dumpingpreisen erobert. Nun haben die Chi-nesen die Europäer in der Hand. Plusminus über eine verfehlte europäische Rohstoffpolitik und die gravierenden Folgen.

      • Lieferengpässe: Gebrauchtmärkte boomen „Eine Lieferzeit von 50 Wochen – da wurde nichts aus einem neuen Rad“, ärgert sich ein Kunde, der sich wegen der anhaltenden Lieferprobleme schließlich für ein gebrauchtes Rennrad entschieden hat. Gekauft hat er es auf der Online-Plattform eines Münchner Startups, das den Trend zum Gebrauchtmarkt rechtzeitig erkannt hat und darin ein großes Wachstumspotenzial sieht. Auch Unternehmen leiden unter der weltenweiten Knappheit. Neben Rohstoffen und Mikrochips fehlen in der Produktion mittlerweile auch wichtige Ersatzteile und Maschinen. Der Mangel zieht sich durch viele Branchen und hat einen Boom auf Second Hand-Ware ausgelöst: vom Muldenkipper bis zum Teleskoplader. Preisrallye und Angebotsknappheit sind auch in der Gebrauchtmaschinen-Branche angekommen. „So einen Ansturm haben wir noch selten erlebt“, sagt Matthias Ressel vom Auktionshaus Ritchie Bros. in Metten, das Kunden aus ganz Europa hat.

      • ARD-Themenwoche: Stadt-Land-Konflikt in Sachen Energiewende

      Jede vierte Kilowattstunde Strom in Deutschland wird von Privathaushalten verbraucht. In den Städten ballt sich das. Viele leben dort inzwischen die Energiewende, wollen Vorbild sein und beziehen grünen Strom. Gut die Hälfte des grünen Stroms in Deutschland kommt aus Windkraft. Doch in der Stadt steht kein Windrad. Auf dem Land dagegen wird der Widerstand gegen Windräder immer größer. Gerade im Norden in Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein, wo der Wind bläst, stehen bis zu 240 Meter hohe Anlagen dicht neben Ortschaften. Jedes Bundesland hat seine eigenen Abstandsregeln. Die Bevölkerung auf dem Land läuft Sturm und versucht den Ausbau mit Bürgerinitiativen und Gerichtsverfahren zu blockieren. Die Menschen dort einzubinden in eine Ener-giewende wird eine große Herausforderung werden für eine neue Bundesregierung, zeigt "Plusminus" im Beitrag zur "ARD-Themenwoche Stadt.Land.Wandel".

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