• 24.06.2020
      10:15 Uhr
      Nach uns die Müllflut? Diezemanns Reisen in die Wegwerfwelt | tagesschau24
       

      Andreas Fath ist mal wieder mit dem Kanu unterwegs: Müll sammeln am Rhein. Es geht ihm vor allem um Kunststoff-Müll. Der Professor für Chemie forscht an der Hochschule Furtwangen seit Jahren über Mikroplastik und seine Gefahren. Solche Kleinstteile unter fünf Millimeter Größe findet man mittlerweile fast überall, auch in den Fischen des Rheins. Er will auf das unterschätzte Risiko von Mikroplastik aufmerksam machen - das durch die Nahrungskette schließlich auch in die Nahrungsmittel der Verbraucherinnen und Verbraucher gelangt.

      Mittwoch, 24.06.20
      10:15 - 11:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Andreas Fath ist mal wieder mit dem Kanu unterwegs: Müll sammeln am Rhein. Es geht ihm vor allem um Kunststoff-Müll. Der Professor für Chemie forscht an der Hochschule Furtwangen seit Jahren über Mikroplastik und seine Gefahren. Solche Kleinstteile unter fünf Millimeter Größe findet man mittlerweile fast überall, auch in den Fischen des Rheins. Er will auf das unterschätzte Risiko von Mikroplastik aufmerksam machen - das durch die Nahrungskette schließlich auch in die Nahrungsmittel der Verbraucherinnen und Verbraucher gelangt.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Kai Diezemann, Babette Hnup

      Andreas Fath ist mal wieder mit dem Kanu unterwegs: Müll sammeln am Rhein. Es geht ihm vor allem um Kunststoff-Müll. Der Professor für Chemie forscht an der Hochschule Furtwangen seit Jahren über Mikroplastik und seine Gefahren. Solche Kleinstteile unter fünf Millimeter Größe findet man mittlerweile fast überall, auch in den Fischen des Rheins. "Wir leben im Plastikzeitalter", sagt Andreas Fath, nachdem er in nur 15 Minuten am Rhein bei Karlsruhe zwei große Müllsäcke voller Plastikabfall gesammelt hat. Er will auf das unterschätzte Risiko von Mikroplastik aufmerksam machen - das durch die Nahrungskette schließlich auch in die Nahrungsmittel der Verbraucherinnen und Verbraucher gelangt.

      226 Kilo Verpackungsmüll produziert jeder Bürger im Schnitt pro Jahr. Damit ist Deutschland Europameister. Aber sind die Deutschen nicht gleichzeitig Weltmeister im Müll sammeln und beim Recycling? "Das glauben wir", sagt Thomas Fischer, Fachmann für Kreislaufwirtschaft bei der Deutschen Umwelthilfe. Aber noch immer werde die Hälfte des Inhaltes der gelben Säcke verbrannt statt recycelt - auch weil bis zu einem Drittel des Mülls, der in gelben Tonnen und Säcken gesammelt wird, dort nicht hineingehöre. "Fehlwürfe" nennen das die Fachleute. Die Effektivität des Systems ließe sich deutlich steigern. Aber noch besser wäre es, wenn viel weniger Verpackungen hergestellt und verwendet werden würden.

      Oder wenn achtsamer mit Rohstoffen umgegangen würde. Raphael Fellmer hat das Retten von Lebensmitteln zu seinem Beruf gemacht. Er hat einen Supermarkt gegründet, der ausschließlich Lebensmittel verkauft, die sonst im Müll landen würden. Wochenmärkte, Großhändler, Bäckereien - von ihnen bezieht der Jungunternehmer seine Waren: Bananen mit Verfärbungen an der Schale, Brot vom Vortag und Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeit demnächst abläuft: Rapahel Fellmer verkauft diese Waren in seinem Supermarkt bis zu 80 Prozent günstiger. Er erreicht immer mehr Kundinnen und Kunden. Denn: die derzeitige Wegwerfgesellschaft nervt viele.

      Der Film "Nach uns die Müllflut?" begibt sich auf eine Recherche-Reise in die Welt des Mülls. SWR-Autor Kai Diezemann trifft Menschen, die sich nicht abfinden wollen mit der Vermüllung ihrer Welt. Sein Film zeigt, was jeder und jede tun kann, um die Müllberge kleiner werden zu lassen.

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