• 19.03.2018
      03:30 Uhr
      Illegal in Hessen - unsere unsichtbaren Nachbarn Ein Hessenreporter von Sara Bhatti | tagesschau24
       

      Wie ist es, wenn man in Hessen ohne Aufenthaltsgenehmigung lebt? Wenn man keine Krankenversicherung hat? Wenn man nicht einmal legal eine Wohnung mieten kann und sich immer vor der Polizei fürchten muss? Sara Bhatti will es herausfinden. Über ein Jahr lang versucht sie, das Netz illegalisierter Menschen zu durchleuchten und mit denen ins Gespräch zu kommen, die im Verborgenen leben. Sie hat auf ihrer Suche auch ein Netz an Unterstützern kennengelernt - vom Projekt Shelter, das für ein Recht auf Wohnen eintritt, bis zur Malteser-Sprechstunde für Menschen ohne Krankenversicherung.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 19.03.18
      03:30 - 04:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Wie ist es, wenn man in Hessen ohne Aufenthaltsgenehmigung lebt? Wenn man keine Krankenversicherung hat? Wenn man nicht einmal legal eine Wohnung mieten kann und sich immer vor der Polizei fürchten muss? Sara Bhatti will es herausfinden. Über ein Jahr lang versucht sie, das Netz illegalisierter Menschen zu durchleuchten und mit denen ins Gespräch zu kommen, die im Verborgenen leben. Sie hat auf ihrer Suche auch ein Netz an Unterstützern kennengelernt - vom Projekt Shelter, das für ein Recht auf Wohnen eintritt, bis zur Malteser-Sprechstunde für Menschen ohne Krankenversicherung.

       

      Wie ist es, wenn man in Hessen ohne Aufenthaltsgenehmigung lebt? Wenn man keine Krankenversicherung hat? Wenn man nicht einmal legal eine Wohnung mieten kann und sich immer vor der Polizei fürchten muss? Die „Hessenreporterin“ Sara Bhatti will es herausfinden. Über ein Jahr lang versucht sie, das Netz illegalisierter Menschen zu durchleuchten und mit denen ins Gespräch zu kommen, die im Verborgenen leben.

      Wie viele illegalisierte Menschen sich in Hessen tatsächlich aufhalten, ist natürlich nicht feststellbar. Der hessische Flüchtlingsrat schätzt ihre Zahl auf bis zu 40.000. Man weiß wenig über sie. Einige von ihnen sind Geflüchtete, die eigentlich in Italien leben müssten, aber hier dank Flaschenpfand und einem Netz aus Ehrenamtlichen eine bessere Überlebenschance haben. Hinzu kommen abgewiesene Asylbewerber, die vor der Abschiebung untertauchen, aber auch Ausländer, die lange Zeit ganz legal in Deutschland gearbeitet haben - so wie Mamadou.

      Er hatte einen Job bei den Amerikanern, zahlte Steuern und Sozialabgaben. Als die Streitkräfte in den neunziger Jahren abzogen, rutschte er ab in die Illegalität. 29 Jahre hat er insgesamt in Deutschland gelebt, 25 Jahre bis ins hohe Rentenalter gearbeitet. Trotz fehlender Papiere kommt er irgendwie klar in Deutschland. Er war in dieser Zeit nie krank. Doch dann bekommt er Speicheldrüsenkrebs, und das Kartenhaus seines Aufenthalts in Deutschland bricht plötzlich über ihm zusammen. Wie soll er nun die Behandlungskosten bezahlen, und wie soll es mit ihm weitergehen?

      Die Videojournalistin Sara Bhatti hat auf ihrer Suche auch ein Netz an Unterstützern kennengelernt - vom Projekt Shelter, das für ein Recht auf Wohnen eintritt, bis zur Malteser-Sprechstunde für Menschen ohne Krankenversicherung, an die sich auch Mamadou wendet.

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 16.08.2018