• 18.06.2022
      21:02 Uhr
      Ich verzeihe nichts Frauen im Gulag | tagesschau24
       

      Der Film "Ich verzeihe nichts - Frauen im GULAG" erzählt anhand von vier Frauenschicksalen ein nahezu vergessenes Kapitel russischer Geschichte: Im August 1937 begann in der Sowjetunion der Große Terror. Eine gigantische Welle von Verhaftungen überzog das Land und hielt die Menschen in Atem. Etwa 5-6% der Bevölkerung wurden durch Untersuchungsgefängnisse geschleust, das waren 8-9 Millionen Menschen. Die große "Säuberung' - so nannte Stalin diese Endabrechnung mit seinen Gegnern. Besessen von der Idee der vermeintlichen Bedrohung durch eine innere Opposition führte er in Wirklichkeit längst Krieg gegen das eigene Volk.

      Samstag, 18.06.22
      21:02 - 21:47 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Der Film "Ich verzeihe nichts - Frauen im GULAG" erzählt anhand von vier Frauenschicksalen ein nahezu vergessenes Kapitel russischer Geschichte: Im August 1937 begann in der Sowjetunion der Große Terror. Eine gigantische Welle von Verhaftungen überzog das Land und hielt die Menschen in Atem. Etwa 5-6% der Bevölkerung wurden durch Untersuchungsgefängnisse geschleust, das waren 8-9 Millionen Menschen. Die große "Säuberung' - so nannte Stalin diese Endabrechnung mit seinen Gegnern. Besessen von der Idee der vermeintlichen Bedrohung durch eine innere Opposition führte er in Wirklichkeit längst Krieg gegen das eigene Volk.

       

      Der Film "Ich verzeihe nichts - Frauen im GULAG" erzählt anhand von vier Frauenschicksalen ein nahezu vergessenes Kapitel russischer Geschichte:

      Im August 1937 begann in der Sowjetunion der Große Terror. Eine gigantische Welle von Verhaftungen überzog das Land und hielt die Menschen in Atem. Etwa 5-6% der Bevölkerung wurden durch Untersuchungsgefängnisse geschleust, das waren 8-9 Millionen Menschen. Die große "Säuberung' - so nannte Stalin diese Endabrechnung mit seinen Gegnern. Besessen von der Idee der vermeintlichen Bedrohung durch eine innere Opposition führte er in Wirklichkeit längst Krieg gegen das eigene Volk.

      Frauen von Männern, die zur Elite gehörten, wurden nach der Verhaftung der Männer automatisch auch zu Volksfeinden. Hunderttausende Frauen wurden in die Lager, in die Verbannung geschickt. Es gab nichts, was man ihnen vorwerfen konnte außer, dass sie Töchter oder Ehefrauen waren. Für diese Frauen gab es eigene Lager, in denen sie ein Leben voller Entbehrung und Demütigung führten. Dazu kam noch, dass sie ihre Kinder zurücklassen mussten. Die meisten wurden in Sonderkinderheime gesteckt und sahen die Mütter erst wieder, wenn sie erwachsen waren.

      "Die glücklichste Zeit für mich war bis ich 15 Jahre alt war," erzählt Valentina Tichanowa, deren Eltern beide verhaftet wurden. "Es ist ein Quatsch, dass die Zeit die Wunden heilt. Ein völliger Quatsch. Ich bin böse wie niemand sonst auf der Welt. Ich verzeihe nichts."

      Seit Jahren recherchiert die Publizistin und Historikerin Irina Scherbakowa für die Menschenrechtsorganisation 'Memorial' das Schicksal dieser Frauen. Sie durchstöbert tausende von Biographien, Erinnerungen, Dokumente, Fotos und Briefe, die in Archiven gesammelt wurden, Lebensschicksale, die auf eine sehr persönliche Weise die menschenverachtende Politik des Sowjetregimes dokumentieren. Vier dieser Frauen hat Eva Gerberding zusammen mit Irina Scherbakowa aufgesucht.

      Film von Eva Gerberding

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