• 18.03.2018
      20:15 Uhr
      Hans Küng - Provokateur und Friedensstifter Film von Ute-Beatrix Giebel | tagesschau24
       

      Als es im Dezember 1979 zum Bruch zwischen ihm und der offiziellen Kirche kam und der eigenwillige Professor die kirchliche Lehrerlaubnis verlor, zog der sich nicht etwa aus Forschung und Lehre zurück: Er wechselte einfach das Parkett. Das 'Aus' für seine Lehrtätigkeit an der Theologischen Fakultät der Universität Tübingen gab ihm die Zeit, sein 'Projekt Weltethos' als fakultätsunabhängiger 'Professor für Ökumenische Theologie' voranzutreiben und mit ihm auch die Bühne der internationalen Politik zu betreten.

      Sonntag, 18.03.18
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Als es im Dezember 1979 zum Bruch zwischen ihm und der offiziellen Kirche kam und der eigenwillige Professor die kirchliche Lehrerlaubnis verlor, zog der sich nicht etwa aus Forschung und Lehre zurück: Er wechselte einfach das Parkett. Das 'Aus' für seine Lehrtätigkeit an der Theologischen Fakultät der Universität Tübingen gab ihm die Zeit, sein 'Projekt Weltethos' als fakultätsunabhängiger 'Professor für Ökumenische Theologie' voranzutreiben und mit ihm auch die Bühne der internationalen Politik zu betreten.

       

      Als es im Dezember 1979 zum Bruch zwischen ihm und der offiziellen Kirche kam und der eigenwillige Professor die kirchliche Lehrerlaubnis verlor, zog der sich nicht etwa aus Forschung und Lehre zurück: Er wechselte einfach das Parkett. Das 'Aus' für seine Lehrtätigkeit an der Theologischen Fakultät der Universität Tübingen gab ihm die Zeit, sein 'Projekt Weltethos' als fakultätsunabhängiger 'Professor für Ökumenische Theologie' voranzutreiben und mit ihm auch die Bühne der internationalen Politik zu betreten. Ob Davos, New York, Teheran oder Dheli: Kein Weg war ihm zu weit, um mit hochkarätigen Gesprächspartnern aus Politik und Wirtschaft am Weltfrieden zu arbeiten. Schon Jahre vor der weltweiten Wirtschafts- und Bankenkrise mahnte der Theologe, dass eine globalisierte Politik und Ökonomie auch ein globales Ethos brauche. Dieses 'Weltethos' destillierte er aus allen großen Religionen heraus, um mit ihm eine allgemeine Richtschnur für das menschliche Handeln liefern zu können. Für sein Ziel, mit einem Weltethos auch einem Weltfrieden - und einem Frieden zwischen den Religionen - näher zu kommen, reiste, redete und schrieb der Tübinger Theologe mehr als 30 Jahre lang.
      Für ihren Film, der den etwas anderen Hans Küng zeigen will, traf Ute-Beatrix Giebel Weggefährten aus diesen drei Jahrzehnten. Da ist die Gräfin, die ihm die Stiftung finanzierte, der Bundespräsident a. D., der in stützte und unterstützte, der langjährige Begleiter auf den Reisen zu den Großen der Welt sowie eine evangelische Kollegin, die mit ihm für seine Ideen streitet. Sie alle tragen zu einem Portrait eines Mannes bei, der die Ruhe einer Gelehrtenstube mit der politischen Bühne tauschte, um auf fremdem Parkett zum Frieden zwischen den Religionen und zu einer neuen ethischen Weltordnung beizutragen.
      Die Autorin Ute-Beatrix Giebel will wissen, ob der Theologieprofessor den Weltfrieden wirklich verbessern konnte. In ihrem Film zeigt sie mit zum Teil bisher unveröffentlichtem Material und mit neu gedrehten Sequenzen den Wissenschaftler wie den Menschen Hans Küng. Denn der kann manchmal genauso sperrig sein wie der Theologe.

      Reihe "Menschen unter uns"

      Thema: 90. Geburtstag von Hans Küng

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      Sonntag, 18.03.18
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 21.07.2018