• 12.02.2018
      02:02 Uhr
      Deutschboden Ein Dokumentarfilm von André Schäfer | tagesschau24
       

      Moritz von Uslars Buch 'Deutschboden - Eine teilnehmende Beobachtung' wurde im Herbst 2011 vom Feuilleton gefeiert, wie lang kein anderes mehr. Mit seinem Roman hat von Uslar den naheliegenden und doch spektakulären Schritt getan: raus aus der Großstadt, rein in den Alltag einer ostdeutschen Kleinstadt. Der Kino-Dokumentarfilm ist - wie das gleichnamige Buch - eine Mentalitätsgeschichte, eine teilnehmende Beobachtung, die Deutschland 20 Jahre nach der Wiedervereinigung zum Teil drastisch, aber immer liebevoll und völlig anders als je zuvor beschreibt.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 12.02.18
      02:02 - 03:33 Uhr (91 Min.)
      91 Min.

      Moritz von Uslars Buch 'Deutschboden - Eine teilnehmende Beobachtung' wurde im Herbst 2011 vom Feuilleton gefeiert, wie lang kein anderes mehr. Mit seinem Roman hat von Uslar den naheliegenden und doch spektakulären Schritt getan: raus aus der Großstadt, rein in den Alltag einer ostdeutschen Kleinstadt. Der Kino-Dokumentarfilm ist - wie das gleichnamige Buch - eine Mentalitätsgeschichte, eine teilnehmende Beobachtung, die Deutschland 20 Jahre nach der Wiedervereinigung zum Teil drastisch, aber immer liebevoll und völlig anders als je zuvor beschreibt.

       

      Moritz von Uslars Buch "Deutschboden - Eine teilnehmende Beobachtung" wurde im Herbst 2011 vom Feuilleton gefeiert, wie lang kein anderes mehr. Es sei eine "exzellente Mentalitätsgeschichte", schrieb die FAZ, und "eines der besten Bücher über Deutschland nach der Wiedervereinigung", fand die SZ. Mit seinem Roman hat von Uslar den naheliegenden und doch spektakulären Schritt getan: raus aus der Großstadt, rein in den Alltag einer ostdeutschen Kleinstadt. Drei Monate hat der Reporter in Zehdenick verbracht und eine große Gegenwartserzählung geschrieben: Nah dran an der Tristesse und Eintönigkeit der Kleinstadt, durchdringt er die Ost-Klischees Arbeitslosigkeit, Abwanderung und latenten Rechtsradikalismus - das, was die Bundesrepublik 20 Jahre nach dem Mauerfall immer noch beschäftigt.
      DEUTSCHBODEN ist ein Kino-Dokumentarfilm mit und ohne Moritz von Uslar. Er ist im On zu sehen und erzählt seine Geschichte im Off, doch seine Erlebnisse sind nicht nachgestellt. Wenn sich erste Begegnungen anbahnen, die mit dem Autor des bereits erschienenen Romans ja nicht mehr erstmals stattfinden können, schauspielert er nicht; als Stellvertreter übernimmt der Regisseur immer dann den Part von Uslars, wenn die Kamera die bereits beschriebene Realität beobachtet. Seine Technik ist unsere Technik, beim Bäcker, an der Aral-Tankstelle, in der Gaststätte Schröder: beobachten, freundlich guten Tag sagen, verwirrte Gesichter sehen, die in die Kamera gucken. Perfekt abgebildete Trostlosigkeit, gedreht auf digitalem 35mm-Format.

      Der Film ist - wie das gleichnamige Buch - eine Mentalitätsgeschichte, eine teilnehmende Beobachtung, die Deutschland 20 Jahre nach der Wiedervereinigung zum Teil drastisch, aber immer liebevoll und völlig anders als je zuvor beschreibt. "Deutschboden" leuchtet - es ist das Licht der Tankstelle an der Ausfallstraße nachts um halb eins.

      DEUTSCHBODEN ist eine WDR/RBB-Koproduktion mit der Florianfilm GmbH und Cine Plus, gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW und dem Deutschen Filmförderfonds. DEUTSCHBODEN wurde auf der Berlinale 2015 mit dem "Preis der deutschen Filmkritik" ausgezeichnet.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 12.02.18
      02:02 - 03:33 Uhr (91 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.02.2018