• 24.09.2022
      22:00 Uhr
      ZAPP spezial Schöne neue Parallelwelt - Netzwerke der "Alternativmedien" | tagesschau24
       

      Es wird ein "heißer Herbst" - dafür sorgen auch sogenannte "Alternativmedien", wie der Onlinesender AUF1: In Deutschland komme die Corona-Diktatur 2.0, meldet der Sender in einem Nachrichtenprogramm Anfang August dieses Jahres und prophezeit die Rückkehr des Kommunismus unter dem Deckmantel des Klimaschutzes. Trotz solcher Stimmungsmache sehen sich "Alternative Medienmacher" als unabhängige Journalisten, vor allem aber als Gegenöffentlichkeit zu etablierten Medien. Ihr Motto: Anders sein. Dabei nutzen sie das Misstrauen gegenüber "denen da oben".

      Samstag, 24.09.22
      22:00 - 22:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Es wird ein "heißer Herbst" - dafür sorgen auch sogenannte "Alternativmedien", wie der Onlinesender AUF1: In Deutschland komme die Corona-Diktatur 2.0, meldet der Sender in einem Nachrichtenprogramm Anfang August dieses Jahres und prophezeit die Rückkehr des Kommunismus unter dem Deckmantel des Klimaschutzes. Trotz solcher Stimmungsmache sehen sich "Alternative Medienmacher" als unabhängige Journalisten, vor allem aber als Gegenöffentlichkeit zu etablierten Medien. Ihr Motto: Anders sein. Dabei nutzen sie das Misstrauen gegenüber "denen da oben".

       

      Es wird ein "heißer Herbst", dafür sorgen auch sogenannte Alternativmedien wie der Onlinesender AUF1.TV: In Deutschland komme die Corona-Diktatur 2.0, meldet der Sender in einem Nachrichtenprogramm Anfang August dieses Jahres und prophezeit die Rückkehr des Kommunismus unter dem Deckmantel des Klimaschutzes. Trotz solcher Stimmungsmache sehen sich "alternative Medienmacher" als unabhängige Journalisten, vor allem aber als Gegenöffentlichkeit zu etablierten Medien. Ihr Motto: anders sein. Dabei nutzen sie das Misstrauen gegenüber "denen da oben".

      Politisch betrachtet haben Alternativmedien die Funktion einer Radikalisierungsmaschine übernommen, die sich in Protesten auf der Straße abbildet. Denn Alternativmedien wie AUF1.TV, apolut oder der Kanal Menschen Machen Mut sind für einen relevanten Teil der Bevölkerung zu einer wichtigen Informationsquelle geworden. Das zeigen steigende Abruf- und Abozahlen ihrer Telegram-Kanäle. In ihren Nachrichten verbreiten sie häufig Halbwahrheiten, Falschinformationen und Verschwörungserzählungen. Damit wollen sie die eigene Weltsicht darstellen.

      In einem Exklusivinterview mit dem Medienmagazin "ZAPP" spricht der Geschäftsführer von AUF1, der Österreicher Stefan Magnet, über seine Pläne, den deutschen Markt zu erobern. Und das tut er nicht allein: Alternativmedien schließen sich zu neuen Kooperationen und Netzwerken zusammen. Das belegen geleakte E-Mails, die "ZAPP" ausgewertet hat.

      Wegen Verstößen gegen die Plattformrichtlinien schloss YouTube in den letzten Jahren immer wieder Kanäle "alternativer" Medien aus. Das aber führt jetzt dazu, dass sich Macher "alternativer" Medien vernetzen, um eine eigene Plattform ins Leben zu rufen, die offenbar freeDoLine heißen soll.

      Erich Hambach, der Gründer des Kanals Menschen machen Mut, agiert dabei als Strippenzieher. Bis in die Politik. Er ist weitläufig vernetzt, auch mit dem ehemaligen rbb-Moderator Kayvan Soufi-Siavash alias Ken Jebsen, der seinen bekannten Kanal KenFM geschlossen hat und abgetaucht ist, weil er damit in den Fokus des Berliner Verfassungsschutzes geriet.

      Die "alternativen Medienmacher" bilden neue Netzwerke. Auch der Österreicher Stefan Magnet verkündete jüngst die Zusammenarbeit mit dem deutschen Alternativmedium "Compact".

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