• 28.11.2021
      21:45 Uhr
      Letzte Ausfahrt Westberlin 138 Schüsse auf die 'Friedrich Wolf' | tagesschau24
       

      Berlin im Sommer 1962. Seit fast einem Jahr durchtrennt die Mauer die Stadt. Sie trennt Familien, Freunde und Liebe; sie hat das Leben der Menschen auf einschneidende, schmerzhafte Weise verändert. Die ohnmächtige Demonstration einer Staatsmacht, die ihre Legitimation nicht auf dem freien Willen ihrer Bürger gründet, sondern auf Mauer, Stacheldraht und Todesstreifen, erzeugt neben Wut und Resignation immer wieder auch den Willen Einzelner, der Macht die Stirn zu bieten und zu wagen, was tödlich enden kann: Die Flucht in die Freiheit.

      Eine der spektakulärsten Fluchtgeschichten nach dem Mauerbau erzählt dieser Film.

      Sonntag, 28.11.21
      21:45 - 22:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Berlin im Sommer 1962. Seit fast einem Jahr durchtrennt die Mauer die Stadt. Sie trennt Familien, Freunde und Liebe; sie hat das Leben der Menschen auf einschneidende, schmerzhafte Weise verändert. Die ohnmächtige Demonstration einer Staatsmacht, die ihre Legitimation nicht auf dem freien Willen ihrer Bürger gründet, sondern auf Mauer, Stacheldraht und Todesstreifen, erzeugt neben Wut und Resignation immer wieder auch den Willen Einzelner, der Macht die Stirn zu bieten und zu wagen, was tödlich enden kann: Die Flucht in die Freiheit.

      Eine der spektakulärsten Fluchtgeschichten nach dem Mauerbau erzählt dieser Film.

       

      Berlin im Sommer 1962. Seit fast einem Jahr durchtrennt die Mauer die Stadt. Sie trennt Familien, Freunde und Liebe; sie hat das Leben der Menschen auf einschneidende, schmerzhafte Weise verändert. Die ohnmächtige Demonstration einer Staatsmacht, die ihre Legitimation nicht auf dem freien Willen ihrer Bürger gründet, sondern auf Mauer, Stacheldraht und Todesstreifen, erzeugt neben Wut und Resignation immer wieder auch den Willen Einzelner, der Macht die Stirn zu bieten und zu wagen, was tödlich enden kann: Die Flucht in die Freiheit.

      Eine der spektakulärsten Fluchtgeschichten nach dem Mauerbau erzählt dieser Film. Am Morgen des 8. Juni 1962 entführen 13 junge Ostberliner den Ausflugsdampfer 'Friedrich Wolf', das mit 350 BRT und 60 Metern Länge größte Fahrgastschiff der Ostberliner 'Weißen Flotte'. Es grenzt an ein Wunder, aber das Wunder geschieht: In nur 15 Minuten und unter Dauerfeuer der Ostberliner Grenzposten gelingt den Flüchtlingen der Grenzdurchbruch über die Spree in den Westteil der Stadt. Der Stasi-Untersuchungsbericht über den 'staatsfeindlichen Grenzdurchbruch am 8. Juni 1962' zählt 138 abgegebene Schüsse auf die 'Friedrich Wolf' - es wurde niemand verletzt. Den dramatischen Ablauf der Ereignisse an Bord der 'Friedrich Wolf' rekonstruiert der Film in nachgestellten Spielszenen.

      44 Jahre nach ihrer spektakulären Flucht führt unser Film die Flüchtlinge der 'Friedrich Wolf' noch einmal zusammen - und zurück an den Wendepunkt ihres Lebens. Wir treffen auf Menschen und Lebenswege, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Jörg Lindner, ehemals Schiffskoch auf der 'Friedrich Wolf', lebt heute in Schweden und lehrt Geschichte an der Universität von Umeo. Peter Warszewski, am 8. Juni 1962 Steuermann auf der 'Friedrich Wolf', lebt heute als Bauunternehmer in Spanien. Peter Currle, den Zweiten Steuermann, treffen wir in Frankreich.

      'Am 13. August stand plötzlich die Mauer und wir wussten gleich, eingemauert wollen wir nicht leben'. Das Leben in Berlin - vor und nach dem Mauerbau. Die Erinnerungen der ehemaligen Flüchtlinge setzen Schlaglichter auf die Zeit der Konfrontation und des Kalten Krieges an der Nahtstelle der Systeme. Die Rekonstruktion einer spektakulären Flucht, im Kontext mit historischen Film- und Tondokumenten weit mehr, als nur eine Fußnote der Geschichte.

      Film von Inga Wolfram und Helge Trimpert

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      Sonntag, 28.11.21
      21:45 - 22:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

© ARD Play-Out-Center || 02.12.2021