• 27.07.2019
      21:47 Uhr
      Unbekanntes Afrika Kongo | tagesschau24
       

      Der dritte Teil des spektakulären Afrika-Fünfteilers führt mitten ins wilde Herz Afrikas - in einen Regenwald von der Größe Grönlands, nach dem Amazonasregenwald der größte der Erde. Hier drängen sich mehr Tiere auf einem Quadratmeter als irgendwo sonst auf dem Kontinent. Es tobt ein unerbittlicher Konkurrenzkampf. Nichts ist sicher in diesem undurchdringlichen Dschungel. So perfekt ein Versteck auch zu sein scheint - es gibt offenbar immer jemanden, der das Geheimnis entdeckt.

      Samstag, 27.07.19
      21:47 - 22:32 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Der dritte Teil des spektakulären Afrika-Fünfteilers führt mitten ins wilde Herz Afrikas - in einen Regenwald von der Größe Grönlands, nach dem Amazonasregenwald der größte der Erde. Hier drängen sich mehr Tiere auf einem Quadratmeter als irgendwo sonst auf dem Kontinent. Es tobt ein unerbittlicher Konkurrenzkampf. Nichts ist sicher in diesem undurchdringlichen Dschungel. So perfekt ein Versteck auch zu sein scheint - es gibt offenbar immer jemanden, der das Geheimnis entdeckt.

       

      Der dritte Teil des spektakulären Afrika-Fünfteilers führt mitten ins wilde Herz Afrikas - in einen Regenwald von der Größe Grönlands, nach dem Amazonasregenwald der größte der Erde. Hier drängen sich mehr Tiere auf einem Quadratmeter als irgendwo sonst auf dem Kontinent. Es tobt ein unerbittlicher Konkurrenzkampf.

      Nichts ist sicher in diesem undurchdringlichen Dschungel. So perfekt ein Versteck auch zu sein scheint - es gibt offenbar immer jemanden, der das Geheimnis entdeckt. Stachellose Bienen horten ihren mühsam gesammelten Honig in luftiger Höhe unter der Rinde von Baumriesen. Doch sie haben die Rechnung ohne honigsüchtige Schimpansen gemacht. Ihnen ist kein Risiko zu hoch, um an den begehrten Leckerbissen zu kommen. Erstmals beobachtet ein Filmteam, wie eine raffinierte Äffin - in luftiger Höhe balancierend - mehrere Werkzeuge einsetzt, um das Versteck der Bienen zu knacken.

      Auch die Bananenfrösche stehen vor dem Problem, ein gutes Versteck zu finden. Mit akrobatischen Freiübungen erkämpft sich ein Männchen gegen seine Rivalen die höchste Position im Blattgewirr, und sein Minnegesang wird von einem Weibchen tatsächlich erhört. Nach der Paarung schlingt er einfach seine langen Beine um das Blatt, auf dem das Paar abgelaicht hat, und verklebt es sorgfältig. Die Paarung ist exakt getimt - der nächste Regen löst den Kleber auf und spült die inzwischen geschlüpften Kaulquappen in den überfluteten Regenwald. Dort tummeln sich - für einen Wald sehr untypisch - auch Fische. Flösselhechte machen Jagd auf Schmetterlingsfische, die ihnen jedoch zu entkommen wissen - sie breiten einfach ihre vergrößerten Brustflossen aus, springen aus dem Wasser und gleiten davon.

      Äußerst kostbare Aufnahmen gelangen einem Team von dem Gelbkopf-Felshüpfer, einem der seltensten Vögel Afrikas. Er brütet ausschließlich unter überhängenden Felsen an Bachufern. Der Zuschauer erlebt das Paar beim Nestbau, wobei sich das Männchen nicht als sehr begabt erweist. Doch später, als es darum geht, die Jungen mit Fröschen zu versorgen, zeigt der Vater, was wirklich in ihm steckt.

      Nicht immer geht es bei Konkurrenzkämpfen um Nahrung. Licht etwa ist in einem Regenwald ständige Mangelware. Mit atemberaubenden Zeitrafferaufnahmen enthüllt der Film, wie sich die Pflanzen ihren Platz an der Sonne erkämpfen. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht. Waldelefanten haben dank ihrer Kraft und Größe die Möglichkeit, sich den erwünschten Freiraum zu schaffen. Sie schlagen breite Pfade durch den Wald und halten eine Lichtung von Unterwuchs frei. Dort versammeln sie sich fast jede Nacht in ihrem Bedürfnis nach Geselligkeit. Für Unruhe sorgt allerdings ein brunftiger Bulle, der von Testosteron statt von Verstand gesteuert selbst größere Rivalen zu Kämpfen herausfordert - und wie erwartet den Platz räumen muss.

      Von den Elefanten profitiert auch der größte Jäger des Kongos. Er tankt auf ihren Wegen so viel Sonne mitten im sonst düsteren Wald, dass er sie später in einem Erdbau an seine Eier abgeben kann. Denn die brauchen zur Entwicklung eine Temperatur von mindestens 30 Grad. Die Schlange riskiert für diese Fürsorge ihr Leben - denn sie erholt sich nur schwer von der ständigen Überhitzung.

      Den Abschluss des außergewöhnlichen Films über den Kongo, der sich wie kein anderer ausschließlich diesem sehr schwer zu dokumentierenden Lebensraum Afrikas widmet, bildet eine äußerst ungewöhnliche Strandparty. Elefanten, Waldbüffel, Gorillas, Pinselohrschweine - sie alle kommen an den Strand von Loango an Afrikas Westküste. Hier treffen Regenwald und Meer noch nahezu unverändert aufeinander. Die Tiere erfreuen sich an dem Licht und der Weite und laben sich an den salzhaltigen Strandgräsern. Doch sie alle sind nur Besucher auf Zeit. Bald schon kehren sie zurück ihn "ihren" Regenwald, denn er braucht sie, und sie brauchen ihn.

      Ein Film von Nigel Buck aus der Reihe "Abenteuer Erde"

      Wird geladen...
      Wird geladen...

© ARD Play-Out-Center || 21.10.2019