• 25.09.2022
      15:30 Uhr
      Europamagazin tagesschau24
       

      Themen:

      • Russland: Pseudoreferenden und Teilmobilmachung
      • Russland: Wie schmerzhaft sind die Wirtschaftssanktionen?
      • Italien: Roms Müllproblem und die Parlamentswahl
      • Niederlande: Verdruss über Deutschlands Energiepolitik
      • Schweiz: Der Rhone-Gletscher stirbt

      Sonntag, 25.09.22
      15:30 - 16:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Russland: Pseudoreferenden und Teilmobilmachung
      • Russland: Wie schmerzhaft sind die Wirtschaftssanktionen?
      • Italien: Roms Müllproblem und die Parlamentswahl
      • Niederlande: Verdruss über Deutschlands Energiepolitik
      • Schweiz: Der Rhone-Gletscher stirbt

       
      • Russland: Pseudoreferenden und Teilmobilmachung

      Seit Anfang September hat die Ukraine nach eigenen Angaben 6.000 Quadratkilometer zuvor russisch besetzter Gebiete zurückerobert. Die russische Armee steht unter Druck. Vor diesem Hintergrund wurden Schein-Referenden über den Anschluss ukrainischer Gebiete an Russland angekündigt.

      Ab dem 23. September soll in den Gebieten Donezk und Luhansk im Osten sowie in Cherson und Saporischschja im Süden "abgestimmt" werden. Außerdem wurde die Teilmobilmachung der russischen Streitkräfte verkündet. 300.000 zusätzliche Reservisten sollen zum Einsatz kommen. Dazu auch ein Gespräch mit Christian Mölling von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.

      • Russland: Wie schmerzhaft sind die Wirtschaftssanktionen?

      Russische Bierbrauer müssen derzeit ohne Hopfen aus Deutschland, Tschechien oder den USA auskommen. Die Lieferketten sind blockiert, die Bezahlung schwierig. Ihre Hoffnung liegt jetzt auf eigenem Hopfen, angebaut in Tscheboksary an der Wolga, rund 600 Kilometer östlich von Moskau. Doch nicht alle sind mit der Qualität zufrieden. Biersorten, an die sich die Konsumenten bereits gewöhnt haben, können nicht mit ausschließlich russischem Hopfen gebraut werden. Und oft fehlen auch Maschinenteile für die Produktionsanlagen. Es gibt aber auch Großproduzenten, die von der Situation profitieren. Seitdem ausländische Marken aus den Läden verschwunden sind, ist ihre Produktion voll ausgelastet.

      • Italien: Roms Müllproblem und die Parlamentswahl

      Es stinkt zum Himmel in der ewigen Stadt. Die Metropole Rom mit ihren fast drei Millionen Einwohnern verfügt über keine Müllverbrennungsanlage. Der größte Teil des Mülls wird exportiert. Auf den Straßen stapelt sich der Müll oftmals meterhoch. Seit Oktober 2021 ist Bürgermeister Roberto Gualtieri im Amt. Er hat dem Müll-Problem den Kampf angesagt und den Bau einer Müllverbrennungsanlage angekündigt. Dagegen kämpft vor allem die Fünf-Sterne-Bewegung, die das Müllproblem durch Recycling lösen will.

      Die geplante Anlage war auch Teil des Anti-Krisen-Dekrets der Regierung Draghi. Und sie war schließlich der Grund dafür, dass die Fünf-Sterne-Bewegung diesem Dekret nicht zustimmte, die Regierung ihre Mehrheit verlor und jetzt Neuwahlen stattfinden. Bei den Umfragen liegt die rechtsextreme Partei Fratelli d‘Italia vorne, so dass Parteichefin Giorgia Meloni gute Chancen hat, neue Regierungschefin zu werden

      • Niederlande: Verdruss über Deutschlands Energiepolitik

      Europas größtes Erdgasfeld liegt in der niederländischen Provinz Groningen. Viele Jahre war das Land der größte europäische Gasproduzent. Doch mit der zunehmenden Förderung traten auch immer wieder Erschütterungen und Erdbeben auf. Tausende Gebäude in der Region wurden beschädigt, viele Anwohner fürchten um die Stabilität ihrer Häuser. Aus diesem Grund wurde die Förderung bereits gedrosselt, ein vollständiger Stopp ist beschlossen.

      Doch Deutschland sucht Alternativen zum russischen Gas und würde gerne mehr aus den Niederlanden importieren. Sollen die Niederländer ihre Häuser gefährden, um Gas nach Deutschland zu liefern? Wobei Deutschland wiederum nicht bereit ist, die eigenen Vorkommen per umstrittenem Fracking zu fördern.

      • Schweiz: Der Rhone-Gletscher stirbt

      Im Zuge der globalen Erderwärmung ziehen sich die Gletscher in den Alpen immer mehr zurück. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts nahm das Volumen des Eises bereits um zwei Drittel ab. Besonders deutlich wird dies am Rhone-Gletscher im Schweizer Kanton Wallis. Dessen massive Eisschichten werden von Jahr zu Jahr sichtbar kleiner. Wenn der Prozess nicht aufgehalten werden kann, könnte der Gletscher bis zum Jahr 2100 ganz verschwunden sein. Versuche, mithilfe von Planen das Eis abzudecken und es so vor der Erwärmung zu schützen, helfen nach Einschätzung von Geologen nur kurzfristig.

      Langweilige Eurokraten, staubtrockene Dossiers, nichts als ältere Herren in dunklen Anzügen? Europa ist ganz anders, auch wenn es sich nicht auf den ersten Blick erschließt. "Wer bin ich, und wenn ja wie viele?" - dieser Berliner Sponti-Spruch beschreibt exakt die Herausforderung und die Möglichkeiten eines geeinten Europa. Diesen Prozess begleiten, fremde Mentalitäten und Perspektiven zeigen, will das Europamagazin. Mit Reportagen, Hintergrundberichten, aktuellen Beiträgen und auch Glossen werden die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten spürbar.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Sonntag, 25.09.22
      15:30 - 16:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

© ARD Play-Out-Center || 04.02.2023