• 23.05.2020
      22:15 Uhr
      Corona: Was ist schon normal? Der neue Alltag mit dem Virus | tagesschau24
       
      • "Im Namen des Herrn" - Ein Dorf gibt Gas: Knatternde Motoren
      • "Tierisch schwere Zeiten" - Ein Zoo kämpft ums Überleben
      • Alltagssorgen - Wie schaffen die Kliniken die Rückkehr zur Normalität?

      Samstag, 23.05.20
      22:15 - 23:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Neu im Programm
      • "Im Namen des Herrn" - Ein Dorf gibt Gas: Knatternde Motoren
      • "Tierisch schwere Zeiten" - Ein Zoo kämpft ums Überleben
      • Alltagssorgen - Wie schaffen die Kliniken die Rückkehr zur Normalität?

       
      • "Im Namen des Herrn" - Ein Dorf gibt Gas: Knatternde Motoren, literweise Weihwasser - die Motorradwallfahrt, die Pater Albert im kleinen Eifeldorf Klausen organisiert hat, übersteigt selbst seine Erwartungen. Eigentlich war es nur eine weitere Idee des kreativen Priesters, der schon kurz nach der Schließung der Kirchen für die Öffentlichkeit Online-Predigten und Autogottesdienste abhielt. Jetzt darf er endlich wieder in seinem Gotteshaus vor Gläubigen predigen, doch das ist wegen der Auflagen schwieriger als gedacht. Auch der Förster und ehrenamtliche Bürgermeister des Ortes gibt ordentlich Gas - im Wald. Denn die Bäume nehmen überhand. Der Borkenkäfer und das warme Wetter gefährden den Bestand. Normalerweise werden die durch den Käferfraß unverkäuflichen Bäume aussortiert und nach China geliefert, wo sie unter anderem zu Ess-Stäbchen verarbeitet werden. Doch in Coronazeiten ist das nicht möglich. Das Holz bleibt liegen, stapelt sich zu beachtlicher Höhe auf und gefährdet zunehmend die gesunden Bäume. Dennoch lässt sich der Förster nicht von der Krise ausbremsen - genauso wenig wie seine Frau, die den kleinen Tante-Emma-Laden im Dorf betreibt, der plötzlich zum beliebten Einkaufszentrum geworden ist und ein echtes Revival erlebt.

      • "Tierisch schwere Zeiten" - Ein Zoo kämpft ums Überleben: Der Leintalzoo in Schwaigern hat sich auf Affen spezialisiert. Hier lebt die größte Schimpansen-Gruppe Deutschlands, über 30 Tiere. Normalerweise herrscht im Frühjahr Hochsaison, Besucher drängeln sich am Einlass, Zoobetreiberin Barbara Struve kann durch die Eintrittsgelder ein Drittel ihres Gesamtumsatzes generieren. Doch in diesem Jahr sind Schimpansen-Dame Malia und die anderen Affen gelangweilt und die Kassen bleiben leer. Dennoch haben Parkleiterin Struve und ihre Tierpfleger gerade jetzt alle Hände voll zu tun. Denn die Tiere müssen beschäftigt werden, um psychische Schäden zu vermeiden. Nicht auszudenken, wenn dem Zoo dann auch noch das Geld für den Tier-Unterhalt ausginge oder aber, wenn er ganz schließen müsste. Denn Menschenaffen sind sehr gruppenbezogen und lassen sich im Gegensatz zu vielen anderen Tierarten nicht so einfach auseinanderreißen und in andere Zoos verteilen. Doch wie lange kann das private Unternehmen, das sich aus Spenden und Eintrittsgeldern finanziert, durchhalten? Zumal die Kosten für Futter, Strom und Personal unerbittlich weiter laufen. Zwar sollen die Tore bald wieder für das Publikum geöffnet werden, doch es ist fraglich, ob der laufende Betrieb den Verdienstausfall wegen Corona kompensieren kann. Genauso ungeklärt bleibt, ob der kleine Zoo in der Lage ist, alle staatlichen Auflagen für eine Wiedereröffnung zu erfüllen. Doch aufgeben kommt für die Betreiber nicht in Frage, für die der Tierpark mehr ist als nur ein Geschäft.

      • Alltagssorgen - Wie schaffen die Kliniken die Rückkehr zur Normalität? Corona- und Nicht-Corona-Patienten gleichzeitig bestmöglich behandeln - das ist die große Herausforderung, vor der die Kliniken im Südwesten jetzt stehen. Zusätzlich geschaffene Intensivstationen werden sukzessive abgebaut, die Zahl der "normalen" Operationen wird vorsichtig gesteigert. Auch für die Uniklinik in Freiburg bedeutet das eine große Aufgabe: schon wieder umplanen in kürzester Zeit. Für Patienten allerdings, die lange verzweifelt auf ihre OP gewartet haben, eine gute, in vielen Fällen erlösende Nachricht. Denn die Ungewissheit, ob und wann endlich ihr oft lebensrettender Eingriff erfolgen kann, hat endlich ein Ende. Gleichzeitig lernen die Mediziner immer mehr über ihren Gegner SARS-CoV2, das neue Corona-Virus, das sich als deutlich heimtückischer erweist als ursprünglich gedacht.

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