• 23.05.2020
      07:15 Uhr
      Unsere Zukunft nach Corona Film von Antje Büll | tagesschau24
       

      Das Corona Virus hat unser Leben in kurzer Zeit von Grund auf verändert. Für Viele ist das Gewohnte aus den Fugen geraten. Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Wirtschaft, Kultur, Theologie, Psychologie und Medizin wagen für uns einen spannenden Blick in die Zukunft. Was wird sich für immer ändern? Was gewinnen wir neu hinzu? Was wird verzichtbar geworden sein?
      „Wir werden lernen, dass es sich schöner anfühlt etwas zu machen, als etwas zu haben“, sagt die Psychologin Friederike Bornträger.

      Samstag, 23.05.20
      07:15 - 07:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Neu im Programm

      Das Corona Virus hat unser Leben in kurzer Zeit von Grund auf verändert. Für Viele ist das Gewohnte aus den Fugen geraten. Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Wirtschaft, Kultur, Theologie, Psychologie und Medizin wagen für uns einen spannenden Blick in die Zukunft. Was wird sich für immer ändern? Was gewinnen wir neu hinzu? Was wird verzichtbar geworden sein?
      „Wir werden lernen, dass es sich schöner anfühlt etwas zu machen, als etwas zu haben“, sagt die Psychologin Friederike Bornträger.

       

      Das Corona Virus hat unser Leben in kurzer Zeit von Grund auf verändert. Für Viele ist das Gewohnte aus den Fugen geraten. Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Wirtschaft, Kultur, Theologie, Psychologie und Medizin wagen für uns einen spannenden Blick in die Zukunft. Was wird sich für immer ändern? Was gewinnen wir neu hinzu? Was wird verzichtbar geworden sein?

      „Wir werden lernen, dass es sich schöner anfühlt etwas zu machen, als etwas zu haben“, sagt die Psychologin Friederike Bornträger. „Wir merken auch gerade, dass es unfassbar wichtig ist, Freiheit zu haben, so wie es uns das Grundgesetz gewährt.“

      In der Corona-Krise müssen die Familien sehr nah zusammenrücken - mit Homeschooling und Homeoffice. Der renommierte Hamburger Kinder- und Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort glaubt, dass daraus auch kreative neue Ideen entstehen können: „Schule und Arbeitgeber lernen flexibler zu sein. Ich könnte mir vorstellen, dass es Familientage geben könnte, an denen Eltern und Kinder zu Hause arbeiten.“ Durch das enge Zusammenleben könnten Beziehungen zerbrechen, aber es könne auch ein neues starkes „Wir-Gefühl“ entstehen.

      Noch ist nicht klar, wie wir diese wirtschaftliche Vollbremsung und die nachfolgende Rezession überstehen werden. Der Präsident des Leibniz-Institutes für Wirtschaftsforschung Christoph Schmidt glaubt: „Unsere unternehmerische Kreativität wird uns helfen, aus der Krise zu kommen. Wir lernen aber auch, dass unsere Wirtschaft nicht nur ein Hochleistungsmotor ist und dass wir Puffer einbauen müssen.“ Das Homeoffice ist für viele zum Notarbeitsplatz geworden. Es werde sich künftig in vielen Bereichen durchsetzen, glaubt der ehemalige Vorsitzende der fünf Wirtschaftsweisen und „die Digitalisierung wird einen riesigen Schub erfahren.“

      Vor allem unser Gesundheitssystem wird durch Covid-19 auf eine harte Probe gestellt. „Ich glaube, nach dieser Erfahrung werden sich mehr Menschen impfen lassen. Die Angst vor einer neuen Pandemie wird bleiben“, sagt der Ärztliche Direktor der Medizinischen Hochschule Hannover und Lungenforscher Tobias Welte.

      Theologie-Professor Kristian Fechtner aus Mainz glaubt, dass auch die Kirchen verändert aus der Corona-Pandemie hervorgehen werden: „Es ist eine schwierige Zeit für die Kirche als Institution. Aber wir lernen auch gerade, dass vieles online möglich ist.“

      Vor dem Ausbruch von Covid-19 war der Klimawandel das vorherrschende Thema in Politik und Gesellschaft. Wie geht es weiter? „Im Moment eines solchen wirtschaftlichen Schocks ist es möglich, ganz neu und innovativ zu denken: Wie kriegen wir unser Gemeinwohl, unsere Arbeitsplätze und unseren Wohlstand verknüpft mit Nachhaltigkeit?“, so Meeresforscherin Antje Boetius, die das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven leitet. „Die Pandemie zeigt uns auch, dass Zeit eine große Rolle spielt, um eine Katastrophe abzuwenden. Ich hoffe, dass wir für den Klimawandel daraus lernen, Zeit richtig einzuteilen.“

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