• 15.08.2019
      00:15 Uhr
      defacto Das Landesmagazin | tagesschau24 Mediathek
       

      Themen u.a.:

      • Giftige Abgase - Warum ältere Benziner Dreckschleudern sind
      • Bauen auf verseuchtem Boden – Wie Hessens Kommunen mit ihren Altlasten umgehen
      • Ärger um Klärgrubenentleerung – Warum die Kosten in Hofheim explodieren
      • Grüne Wiese statt Urnengrab – Jetzt reicht's
      • Polizeihelfer in Lampertheim geben Bürgern ein Sicherheitsgefühl
      • Ein Tag lang Bestatter – der Selbstversuch

      Moderation: Robert Hübner

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 15.08.19
      00:15 - 01:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Themen u.a.:

      • Giftige Abgase - Warum ältere Benziner Dreckschleudern sind
      • Bauen auf verseuchtem Boden – Wie Hessens Kommunen mit ihren Altlasten umgehen
      • Ärger um Klärgrubenentleerung – Warum die Kosten in Hofheim explodieren
      • Grüne Wiese statt Urnengrab – Jetzt reicht's
      • Polizeihelfer in Lampertheim geben Bürgern ein Sicherheitsgefühl
      • Ein Tag lang Bestatter – der Selbstversuch

      Moderation: Robert Hübner

       
      • Giftige Abgase - Warum ältere Benziner Dreckschleudern sind

      800.000 Menschen sterben vorzeitig aufgrund von Luftverschmutzung. Das haben kürzlich Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie und der Uni Mainz berechnet. Die Luft verschmutzen aber mitnichten nur Dieselfahrzeuge. Auch ältere Benziner stoßen erheblich mehr Stickoxide aus als bisher gedacht. Schuld daran sind nicht funktionierende, billige Katalysatoren. Das Problem: Bei der Abgasuntersuchung (AU) würden keine Stickoxide gemessen, erklärt Thomas Schuster von der Kfz-Prüforganisation "KÜS". Wenn ein Katalysator in diesem Bereich nicht funktioniere, fiele das nicht auf. Kritiker fordern deshalb die Abgasuntersuchungen und Kontrollen schnellstmöglich zu verschärfen, um mangelhafte Produkte aus dem Verkehr zu ziehen.

      • Bauen auf verseuchtem Boden – Wie Hessens Kommunen mit ihren Altlasten umgehen

      Der Traum vom Eigenheim schien für Familie Ermagan aus Bad Endbach zum Greifen nah. Nach langer Suche hatten sie endlich ein geeignetes Grundstück am Ortsrand gefunden. Doch nach Unterzeichnung des Kaufvertrags begann der Albtraum. Es stellte sich heraus, dass der Boden verseucht war. Bauschutt, Teppichreste und anderer Müll kamen zum Vorschein und an mehreren Stellen sogar Teer- und Ölablagerungen. Die Ermagans finden heraus, dass das Grundstück früher einer Heizölfirma gehörte. Weder die Verkäuferin noch die Gemeinde hatten die Familie über die mögliche Belastung aufgeklärt. Und das Bittere ist, dass sie als Besitzer des Grundstückes für die Entsorgungskosten aufkommen müssen. Das kam der vierköpfigen Familie teuer zu stehen: Allein die ersten Sanierungsarbeiten haben sie 16.000 Euro gekostet. Mittlerweile sitzen sie auf einem Schuldenberg von 100.000 Euro. Warum hat das Rathaus von Bad Endbach die Ermagans nicht über die Kontamination informiert? Die Kommune hat es jahrelang versäumt, ein ordnungsgemäßes Altlasten-Kataster zu führen. Ein Problem, das in Hessen nicht selten ist. Nach Recherchen von "defacto" kümmert sich nur jede dritte Kommune ausreichend um ihre Altlasten. Häuslebauer sollten sich deshalb in Acht nehmen und im Zweifel immer ein Bodengutachten einholen.

      • Ärger um Klärgrubenentleerung – Warum die Kosten in Hofheim explodieren

      Es ist eine bittere Pille, die die Bewohner am Hasenberg in Hofheim schlucken müssen. Seit Anfang des Jahres sind die Kosten für die Entleerung ihrer Klärgruben extrem angestiegen. Weil ihre Häuser am Stadtrand liegen, sind sie nicht an die Kanalisation angeschlossen. Alle paar Wochen kommt deswegen ein Entsorger und pumpt ihre Klärgruben leer. Statt der bisherigen 200 Euro zahlt das Ehepaar Braun nun rund 1100 Euro für die Entleerung ihrer Abwassergrube. Für manch einen Anwohner bedrohen die hohen Kosten sogar die Existenz. Doch warum sind die Kosten so explodiert? Ende 2018 kündigte der alte Entsorger per Ausschreibung. Die Stadt Hofheim suchte deshalb nach einem neuen Anbieter. Der allerdings verlangt extrem hohe Gebühren. Die Begründung: die Auffahrt zu den Häusern sei so steil, dass sie eine Erschwerniszulage geltend machen. Die Anwohner protestieren, doch die Stadt Hofheim findet die Kosten gerechtfertigt.

      • Grüne Wiese statt Urnengrab – Jetzt reicht's

      Christel Gorni und ihre Verwandten haben sich bereits vor längerer Zeit damit auseinandergesetzt, wie die letzte Ruhestätte der Familie aussehen soll. Daher haben sie vor vielen Jahren ein Urnengrab für sechs Personen erworben. Mittlerweile sind vier Familienmitglieder verstorben und in dem Familien-Urnengrab bestattet. Als Christel Gorni im vergangenen selbst schwer erkrankt, möchte sie sichergehen, dass sie im Falle ihre Todes auch dort beerdigt werden kann. Als sie bei der Stadt nachfragt, wird ihr sie allerdings überrascht. In einem formlosen Schreiben heißt es, dass sich die Friedhofssatzung geändert habe. Anstelle von sechs Personen dürften nur noch vier Urnen in einem Grab untergebracht werden. Sie solle auf einer "grünen Wiese" bestattet werden und nicht neben ihren Familienmitgliedern. "Jetzt reicht’s" denkt sie und wendet sich an "defacto".

      • Polizeihelfer in Lampertheim geben Bürgern ein Sicherheitsgefühl

      Sieben Mal im Monat gehen nach Feierabend als ehrenamtliche Helfer der Polizei auf Streife. Ausgerüstet mit Pfefferspray und Handy unterstützen sie die hauptamtlichen Polizisten vor allem, indem sie Präsenz zeigen und mit den Bürgern in Kontakt treten und das Sicherheitsgefühl der Bürger stärken. Sie laufen durch Parks, Bahnhofsvorplätze, Fußgängerzonen und Parkhäuser. Faruk Bayram und Nadine Schönhardt engagieren sich gerne. Während sie an Freitagabenden ehrenamtlich Streife laufen, verbringen ihre Freunde den Abend auf Partys, im Kino oder Restaurants. Was sie während ihres Dienstes erwartet, wissen die Helfer vorher nie. "defacto" hat die beiden einen Tag lang begleitet.

      • Ein Tag lang Bestatter – der Selbstversuch

      Jeden Tag die Begegnung mit dem Tod. Wie ist das, wenn der Tod und das Sterben Inhalt des Berufs ist, den man tagaus, tagein macht. Jahrelang. Thorsten Amelung ist Bestatter in Wiesbaden und hat defacto einen Einblick in die Welt gegeben, die viele am liebsten gar nicht sehen wollen. Eine Trauerfeier für einen Verstorbenen vorbereiten, die richtigen Worte finden mit trauernden Angehörigen, einen Sarg mit Matratze, Kissen und Decke auskleiden, einen Verstorbene waschen, ankleiden und herrichten. Einen anderen Verstorbenen im Sarg zur Einäscherung ins Krematorium bringen oder Menschen beraten, die für den Fall der Fälle vorsorgen wollen.

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 15.08.19
      00:15 - 01:00 Uhr (45 Min.)
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