• 26.05.2019
      13:15 Uhr
      45 Min: Unsere Bienen - Rettung in Sicht? Film von Tim Boehme | tagesschau24
       

      Über ein Jahr hat "45 Min" den kontroversesten deutschen Bienenforscher, Torben Schiffer, begleitet. Eigentlich ist er Lehrer in Hamburg. Durch die Hobby-Forschung mit seinen Schülern ist der renommierte Bienenforschung Würzburg e.V. auf ihn aufmerksam geworden und rekrutierte ihn. Torben Schiffer sucht nach den Gründen für die Anfälligkeit der Honigbienen in Deutschland. Sein Ziel: die Bienenvölker für die Zukunft erhalten. Die Dokumentation zeigt, welche möglichen neuen Lösungen es dafür gibt. Und fragt, welche Folgen diese für die Menschen haben.

      Sonntag, 26.05.19
      13:15 - 14:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Über ein Jahr hat "45 Min" den kontroversesten deutschen Bienenforscher, Torben Schiffer, begleitet. Eigentlich ist er Lehrer in Hamburg. Durch die Hobby-Forschung mit seinen Schülern ist der renommierte Bienenforschung Würzburg e.V. auf ihn aufmerksam geworden und rekrutierte ihn. Torben Schiffer sucht nach den Gründen für die Anfälligkeit der Honigbienen in Deutschland. Sein Ziel: die Bienenvölker für die Zukunft erhalten. Die Dokumentation zeigt, welche möglichen neuen Lösungen es dafür gibt. Und fragt, welche Folgen diese für die Menschen haben.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Tim Boehme
      Autor Tim Boehme
      Redaktionelle Leitung Jochen Graebert
      Redaktion Sabine Reifenberg

      Über ein Jahr hat "45 Min"-Autor Tim Boehme den kontroversesten deutschen Bienenforscher, Torben Schiffer, begleitet. Eigentlich ist er Lehrer für Biologie und Englisch an einer Hamburger Gemeinschaftsschule. Durch die Hobby-Forschung mit seinen Schülern ist der renommierte Bienenforschung Würzburg e.V. rund um Prof. Jürgen Tautz auf ihn aufmerksam geworden und rekrutierte ihn für die Bienenforschung.

      Torben Schiffer sucht nach den Gründen für die Anfälligkeit der Honigbienen in Deutschland. Sein Ziel: die Bienenvölker für die Zukunft erhalten. Die Dokumentation zeigt, welche möglichen neuen Lösungen es dafür gibt. Und fragt, welche Folgen diese für die Menschen haben.

      Im Frühling sind die Honigbienen wieder unterwegs und fliegen umher. Aber für viele Imker bringt der Frühling auch Stress. Der erste Blick in den Bienenstock nach dem Winter offenbart nicht selten eine kleine Katastrophe: Tausende von toten Bienen, Kolonien, die den Winter nicht überlebt haben. Einzelne Imker erleiden Verluste von über 30 Prozent bis zur völligen Vernichtung ihrer Völker.

      Von Jahr zu Jahr beobachtet Bienenforscher Torben Schiffer, dass der Bien anfälliger wird. Bien ist der alte imkerliche Begriff für den Superorganismus Bienenvolk. So kann man es sich vorstellen: Jede Biene in einer Kolonie ist wie eine Zelle im Körper des Biens. Und dieser Superorganismus hält zwar enorm viel Stress und widrige Bedingungen aus, doch nur bis zu einem gewissen Grad. Ist die Belastungsgrenze erst einmal erreicht, bringt ein Quäntchen mehr Umweltstress die Kolonie zur Implosion.

      Dabei ist die moderne Landwirtschaft mit ihren Pestiziden und der Monokultur ein großes Problem, viel wurde darüber in der Vergangenheit schon berichtet. Für die Bienengesundheit spielen aber die Haltung und Züchtung mindestens eine genauso wichtige Rolle. Und über diese Faktoren wurde bislang in der Öffentlichkeit so gut wie gar nicht informiert.

      Ohne eine jährliche Säurebehandlung der Honigbienen gegen gefährliche Parasiten gäbe es wohl kaum noch deutschen Honig im Supermarktregal. Ohne den Imker können die sanft gezüchteten Bienen nicht mehr überleben. Wie kann das sein? Torben Schiffers Befund: Ausgerechnet die Imker, also die Menschen, die sich den Bienen verschrieben haben, haben die Anfälligkeit des Biens mit zu verantworten.

      Millionen Jahre lang haben die Bienen ohne Imker in der Natur problemlos überlebt, eine der erfolgreichsten Tiergattungen überhaupt. Schiffers These: In weniger als 150 Jahren werden die Bienen so "erfolgreich" gezüchtet sein, dass sie genetisch verarmt sind und nicht mehr ohne fremde Hilfe überleben können. Außerdem seien die Haltungsbedingungen für Bienen nicht annähernd artgerecht, so der Wissenschaftler. War früher die Baumhöhle im Wald eine bunte Gesellschaft von unterschiedlichen Lebewesen, die sich gegenseitig halfen, "wohnen" Bienen heute einsam und allein in feuchten "Plattenbauten". Das sei nicht bienengerecht, empört sich Torben Schiffer, und macht sich damit eine Menge Feinde. Doch inzwischen wird er als Redner zu Fachkongressen der Imker eingeladen.

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      Sonntag, 26.05.19
      13:15 - 14:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

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