• 16.08.2020
      20:15 Uhr
      Die Kanarischen Inseln: Lanzarote und Fuerteventura SWR Fernsehen BW
       

      "Inseln der Glückseligen" - so wurden die Kanaren in der Antike genannt. Bis heute betören sie mit einem milden Klima, zerklüfteten Vulkanlandschaften, einer einzigartigen Vegetation und der Verbindung von iberischer, kanarischer und afrikanischer Kultur. Sie liegen mitten im Atlantik, vor der Küste Westafrikas. Politisch gehören sie zu Spanien. Die SWR Reihe richtet den Blick hinter die Kulissen und stellt Menschen vor, die Zuschauerinnen und Zuschauern die Besonderheiten der Inseln näherbringen.

      Sonntag, 16.08.20
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      "Inseln der Glückseligen" - so wurden die Kanaren in der Antike genannt. Bis heute betören sie mit einem milden Klima, zerklüfteten Vulkanlandschaften, einer einzigartigen Vegetation und der Verbindung von iberischer, kanarischer und afrikanischer Kultur. Sie liegen mitten im Atlantik, vor der Küste Westafrikas. Politisch gehören sie zu Spanien. Die SWR Reihe richtet den Blick hinter die Kulissen und stellt Menschen vor, die Zuschauerinnen und Zuschauern die Besonderheiten der Inseln näherbringen.

       

      "Inseln der Glückseligen" - so wurden die Kanaren in der Antike genannt. Bis heute betören sie mit einem milden Klima, zerklüfteten Vulkanlandschaften, einer einzigartigen Vegetation und der Verbindung von iberischer, kanarischer und afrikanischer Kultur. Sie liegen mitten im Atlantik, vor der Küste Westafrikas. Politisch gehören sie zu Spanien. Die SWR Reihe richtet den Blick hinter die Kulissen und stellt Menschen vor, die Zuschauerinnen und Zuschauern die Besonderheiten der Inseln näherbringen.

      Auf Lanzarote haben unzählige Vulkanausbrüche eine bizarre Mondlandschaft geformt. Dem karstigen, trockenen Boden Nahrung abzugewinnen, stellt für die Bewohnerinnen und Bewohner eine große Herausforderung dar. Und doch gelingt es ihnen, sogar Wein zu produzieren. Im Schutze tausender kleiner Mulden, die als Wasserspeicher wirken, ziehen sie Rebstöcke auf porösem Vulkangestein. In der Landwirtschaft nutzte man früher Kamele als Lastentiere. Sindo Morales hat als Kind mit den Tieren auf dem Feld gearbeitet. Heute züchtet er sie. Jeden Morgen führt er dreißig bis vierzig Kamele quer durch die Vulkanlandschaft zu den "Feuerbergen", wo sie auf ihren Höckern Touristinnen und Touristen durch den Nationalpark befördern.

      Lanzarote, die "schwarze Perle" im Atlantik, ist für viele eine Quelle der Inspiration. Der lanzarotenische Künstler und Architekt César Manrique verwirklichte auf "seiner" Insel zukunftsweisende Projekte wie das Aussichtsrestaurant Mirador del Rio, bei dem Landschaft und Gebäude ineinanderzufließen scheinen. Aus der einzigartigen vulkanischen Erde, die er auf Streifzügen in die Berge sammelt, stellt der Töpfer Aquilino Rodriguez seinen eigenen Ton her. So enthält jedes Objekt aus seinem Ofen ein Stück Lanzarote.
      Nur 15 Kilometer südlich von Lanzarote liegt Fuerteventura, Anziehungspunkt für Wassersportlerinnen und Wassersportler aus aller Welt, die vor allem an den unzähligen kleinen Buchten der Nordküste ideale Bedingungen finden. Hier hat der Surfer Luis de Dios seine Heimat gefunden, auf Fuerteventura wurde aus seinem Sport eine Art, zu leben. Um sein Paradies zu erhalten, befreit Luis die Strände, an denen er surft, regelmäßig vom Müll - und macht daraus Kunst.

      Den scheinbar nie abflauenden Wind, den die Surferinnen und Surfer so lieben, nutzen die Bewohnerinnen und Bewohner Fuerteventuras seit langem: Hunderte von Windmühlen zeugen davon, doch nur drei sind heute noch in Betrieb. Die Mühle von Tiscamanita ist seit 18 Jahren in der Obhut von Jorge Padilla. Jeden Morgen setzt er die Segel des "widerspenstigen Tieres", wie er seine Windmühle nennt. Denn die Inselbewohnerinnen und Inselbewohner dürfen sich von ihm laut Gesetz jederzeit ihr Getreide kostenlos mahlen lassen.

      Die vielen Brauntöne der Insel erinnern aus der Ferne an eine nordafrikanische Wüstenlandschaft. Tatsächlich gibt es hier kilometerlange Sandgebiete, wie die Wanderdüne El Jable, deren Erhalt jedoch gefährdet ist. Die junge Umweltwissenschaftlerin Yanira Arocha hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Düne zu retten, um ein einzigartiges Stück Fuerteventura für zukünftige Generationen zu bewahren.

      07.07.2013 SWR/SR

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