• 12.06.2019
      18:50 Uhr
      Wir im Saarland - Kultur SR Fernsehen
       

      Themen:

      • Die Musikfestspiele Saar und die neue Generation
      • Feuerteufel, Schuhplattler und eine Nacht im Museum
      • Verführerische Werwölfe

      Moderation: Jochen Erdmenger

      Mittwoch, 12.06.19
      18:50 - 19:20 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Die Musikfestspiele Saar und die neue Generation
      • Feuerteufel, Schuhplattler und eine Nacht im Museum
      • Verführerische Werwölfe

      Moderation: Jochen Erdmenger

       
      • Die Musikfestspiele Saar und die neue Generation

      „New Generation“ – das war das Motto der diesjährigen Musikfestspiele Saar. Der neue Festivalleiter Bernhard Leonardy wollte ein junges Publikum für Klassik und Jazz begeistern. Kurz vor der Europawahl setzte das Eröffnungskonzert der Musikfestspiele ein Zeichen für den europäischen Zusammenhalt. Stücke von Strauss, Mozart und Bruckner standen auf dem Programm des European Union Youth Orchestra, das aus 140 jungen Musikerinnen und Musikern aus allen 28 EU-Mitgliedsstaaten besteht. Das Konzert „Friday for Future“ gab eine musikalische Antwort auf die Schülerdemonstrationen für mehr Klimaschutz. Und mit der Pianistin Valentina Lisitsa war eine Musikerin mit ungewöhnlichem Werdegang geladen: Sie gilt als erster Youtube-Star der klassischen Musik. Neben viel frischem Wind fanden aber auch einige etablierte Künstler ihren Weg an die Saar. Das britische A-cappella-Ensemble „The King’s Singers“ trat unter dem Motto „Golden und so jung wie nie!“ auf, und Star-Trompeter Till Brönner spielte gemeinsam mit der Big Band der Bundeswehr. Wir blicken zurück auf die ersten Musikfestspiele unter der Leitung von Bernhard Leonardy.

      • Feuerteufel, Schuhplattler und eine Nacht im Museum

      „Bloß weg hier!“ denkt sich der Familienvater, den Eidinger in Rodrigo Garcías Stück „Soll mir lieber Goya den Schlaf rauben als irgendein Arschloch“ mimt. Er schnappt sich seine zwei Söhne und die letzten Ersparnisse und macht sich auf nach Madrid, wo er feststellen muss, dass der Nachwuchs sich mehr für Disneyland als den Prado interessiert. In „Sons of Sissy“ wird gejodelt, gestampft und geschuhplattelt. Simon Mayers Choreografie bedient sich am Volkstanz und bricht ihn mit zeitgenössischem Tanz und viel Sinn für Ironie. Das Stück „Cendres“ zeigt ein norwegisches Dorf in Furcht vor einem unberechenbaren Brandstifter. Dabei wechselt Regisseurin Yngvild Aspeli zwischen Sanftheit und Grausamkeit, Psycho-Triller und Surrealismus, Schauspiel und Figurentheater. Maria C. Schmitt über die ersten Tage des „Festival Perspectives“.

      • Verführerische Werwölfe

      Seit Jahrhunderten sind sie Garanten für den gepflegten Grusel: Vampire, Zombies und Werwölfe. In prüden Zeiten wurden auf die gefährlichen Geschöpfe sexuelle Fantasien projiziert. Für Sandra Alina Wagner ist das der Fokus ihres literaturwissenschaftlichen Interesses. Ihre Doktorarbeit heißt: „Monströse Romanzen und romantische Monster.“ Darin untersucht die Illingerin vordergründig die gerade boomende „Mash up-Literatur“. Die beschreibt lustvoll delikate Liebesbeziehungen von Nachtgeschöpfen, die unschuldigen oder unschuldig wirkenden jungen Frauen nachstellen. „Sie sind unsterblich, sie sind schön. Das einzige Problem, sie müssen Blut trinken. Aber insgesamt sind sie optimierte Menschen. Sie repräsentieren eigentlich all das, was wir nicht haben“, sagt die Wissenschaftlerin, die die zeitgenössischen Monster auch auf ihre historischen Wurzeln untersucht. Die wurden nicht immer nur als Fantasiegeschöpfe wahrgenommen, denn im 16. und 17. Jahrhundert gab es in Deutschland und Frankreich auffällig viele Werwolf-Prozesse, bei denen sie durchaus Parallelen zur Hexenverfolgung sieht.

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