• 22.05.2018
      20:15 Uhr
      Geheimnisvolle Orte Der Spreewald | rbb Fernsehen
       

      Der Spreewald ist ein Ort voller Schönheit und Geschichte. Besiedelt wurde die Region vor etwa 1500 Jahren vom Stamm der Lusitzi. Sie - aus dem heutigen Gebiet Weißrusslands kommend - kultivierten das morastige Land, bauten Blockhäuser, Boote und Brücken. Im Nationalsozialismus kam dann die wendische Sprache auf den Index, und die Einheimischen flohen in die Tiefen des Spreewaldes.
      Mit bisher unbekannten Archivaufnahmen, Zeitzeugen und unerzählten Geschichten wird die wechselvolle Nachkriegsgeschichte des Spreewaldes erlebbar. Heute gehört die Region zu den Perlen landschaftlicher und kultureller Vielfalt in Deutschland.

      Dienstag, 22.05.18
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Der Spreewald ist ein Ort voller Schönheit und Geschichte. Besiedelt wurde die Region vor etwa 1500 Jahren vom Stamm der Lusitzi. Sie - aus dem heutigen Gebiet Weißrusslands kommend - kultivierten das morastige Land, bauten Blockhäuser, Boote und Brücken. Im Nationalsozialismus kam dann die wendische Sprache auf den Index, und die Einheimischen flohen in die Tiefen des Spreewaldes.
      Mit bisher unbekannten Archivaufnahmen, Zeitzeugen und unerzählten Geschichten wird die wechselvolle Nachkriegsgeschichte des Spreewaldes erlebbar. Heute gehört die Region zu den Perlen landschaftlicher und kultureller Vielfalt in Deutschland.

       

      Die Lusitzi kultivierten das unwegsame Land, bauten Blockhäuser, Boote sowie Brücken und vernetzten die Wasserarme mit Kanälen. Die Lusitzi sind die Vorfahren der Wenden, wie sie sich heute nennen, oder Sorben, wie sie vor allem zu DDR-Zeiten bezeichnet wurden. Sie prägen die Region mit ihren slawischen Traditionen. Die 80-jährige Marga Morgenstern lebt die Bräuche ihrer Vorfahren. In ihrer Biografie bündelt sich die Zeitgeschichte der Region: Ihre Großmutter war eine der "Spreewald-Ammen", die im Berlin der Kaiserzeit die Kinder der Reichen stillten und versorgten.

      Der Film erzählt auch über die Zeit des Nationalsozialismus im Spreewald: Die wendische Sprache kommt auf den Index, die Namen der Dörfer werden eingedeutscht. Marga Morgenstern erlebt auch, wie die Einheimischen vor der Front in die Tiefen des Spreewaldes fliehen, so wie in allen Kriegen zuvor. Mit bisher unbekannten Archivaufnahmen, interessanten Zeitzeugen und unerzählten Geschichten wird die wechselvolle Nachkriegsgeschichte des Spreewaldes erlebbar. Trotz sozialistischer Großindustrie im unmittelbaren Umfeld konnte sich die Region ihre ganz eigene Identität bewahren. Heute gehört sie zu den Perlen landschaftlicher und kultureller Vielfalt in Deutschland.

      Film von Lutz Rentner und Frank Otto Sperlich

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 24.06.2018