• 05.05.2011
      22:45 Uhr
      Ulrike Meinhof Wege in den Terror | rbb Fernsehen
       

      Ulrike Meinhof war das prominenteste Mitglied der RAF. Vor dem "Sprung in den Untergrund" hatte sie als Journalistin und Kolumnistin der Zeitschrift "konkret" die Positionen der Linken formuliert.

      Donnerstag, 05.05.11
      22:45 - 23:45 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

      Ulrike Meinhof war das prominenteste Mitglied der RAF. Vor dem "Sprung in den Untergrund" hatte sie als Journalistin und Kolumnistin der Zeitschrift "konkret" die Positionen der Linken formuliert.

       

      Sie galt als eine der Stimmen der Friedensbewegung und der außerparlamentarischen Opposition. Wie wurde aus einer renommierten Journalistin eine "Staatsfeindin"?

      Sonntag, 9. Mai 1976, Muttertag. Beamte der Justizvollzugsanstalt Stammheim öffnen die Tür zur Zelle 719. Im Gitter des linken Zellenfensters hängt der leblose Körper jener Frau, die als führendes Mitglied einer terroristischen Vereinigung und als "Staatsfeindin Nr. 1" angeklagt ist - Ulrike Meinhof. Ihr Tod ist der vorläufige Höhepunkt einer Auseinandersetzung zwischen dem Staat und einer kleinen Gruppe militanter Weltverbesserer, die der Bundesrepublik den Krieg erklärt hat - der "Roten Armee Fraktion" (RAF).

      Ulrike Meinhof war das prominenteste Mitglied der RAF. Vor dem "Sprung in den Untergrund" hatte sie als Journalistin und Kolumnistin der Zeitschrift "konkret" die Positionen der Linken formuliert. Sie galt als eine der Stimmen der Friedensbewegung und der außerparlamentarischen Opposition, stand im Austausch mit der politischen und publizistischen Elite der Bundesrepublik. Dann 1970 der Bruch: Ulrike Meinhof beteiligt sich in Berlin an der gewaltsamen Befreiung von Andreas Baader, der wegen Brandstiftung im Gefängnis einsitzt. Diese Aktion gilt als Geburtsstunde der RAF. Wie wurde aus einer christlichen Pazifistin eine gewaltbereite Untergrundkämpferin? Wie wurde aus einer renommierten Journalistin eine "Staatsfeindin"? Waren es "die deutschen Verhältnisse", die der linke Verleger und Meinhof-Freund Klaus Wagenbach seinerzeit verantwortlich machte? Oder war der "bewaffnete Kampf", den Ulrike Meinhof ausgerufen hatte, vielmehr Ausdruck ganz persönlicher Vereinsamung und Verzweiflung?
      Die Autoren Johannes Unger und Sascha Adamek gehen den Lebensspuren von Ulrike Meinhof nach. In der Dokumentation kommen Zeitzeugen zu Wort, die Ulrike Meinhof unmittelbar kannten und ihren Weg aus verschiedenen Perspektiven miterlebten: der Verleger Klaus Wagenbach, der Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust, die Meinhof-Freundinnen Peggy Parnass und Erika Runge, die RAF-Mitglieder Monika Berberich und Manfred Grashof, Freunde und Nachbarn aus der Jugendzeit sowie die Journalistin Bettina Röhl, Tochter von Ulrike Meinhof.

      Wird geladen...
      Donnerstag, 05.05.11
      22:45 - 23:45 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.11.2018