• 15.03.2018
      23:45 Uhr
      Susos Turm Spielfilm Spanien 2007 (La torre de Suso) | rbb Fernsehen
       

      Cundo kehrt nach zehn Jahren in seine Heimat zurück. Anlass ist der Tod seines besten Freundes Suso. Er plant ein Besäufnis mit alten Freunden und eine schnelle Rückkehr nach Argentinien. Eine Überdosis hat Suso umgebracht. Cundo war einst nach Argentinien geflüchtet - zurück in Spanien wird er prompt von der Vergangenheit eingeholt: Bereits am Mietwagenschalter trifft Cundo auf Marta, die ihm in Erinnerung ruft, sie einst entjungfert zu haben. Im Haus seiner Eltern wird der entfremdete Sohn auch nicht gerade mit offenen Armen empfangen.

      Donnerstag, 15.03.18
      23:45 - 01:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Cundo kehrt nach zehn Jahren in seine Heimat zurück. Anlass ist der Tod seines besten Freundes Suso. Er plant ein Besäufnis mit alten Freunden und eine schnelle Rückkehr nach Argentinien. Eine Überdosis hat Suso umgebracht. Cundo war einst nach Argentinien geflüchtet - zurück in Spanien wird er prompt von der Vergangenheit eingeholt: Bereits am Mietwagenschalter trifft Cundo auf Marta, die ihm in Erinnerung ruft, sie einst entjungfert zu haben. Im Haus seiner Eltern wird der entfremdete Sohn auch nicht gerade mit offenen Armen empfangen.

       

      Suso ist tot. Eine Überdosis hat ihn umgebracht. Cundo (Javier Cámara), Susos bester Freund, einst nach Argentinien geflüchtet, um ein neues Leben zu beginnen, kehrt nach zehn Jahren Abwesenheit zur Beerdigung in sein asturisches Heimatdorf zurück.

      Prompt wird er von der Vergangenheit eingeholt: Bereits am Mietwagenschalter trifft Cundo auf Marta (Malena Alterio), die ihm in Erinnerung ruft, sie einst entjungfert zu haben. Im Haus seiner Eltern wird der entfremdete Sohn auch nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Mutter Mercedes (Mariana Cordero) und Vater Tino (Emilio Gutiérrez Caba) haben sich auseinandergelebt, sie kocht das Essen, er besucht regelmäßig das lokale Freudenhaus. Cundos Beteuerung, sich mittlerweile seiner Verantwortungen als erwachsener Mann bewusst geworden zu sein, stößt bei den Eltern auf wenig Resonanz.

      Immerhin: Es gibt ja noch die Freunde von damals, mit denen sich auf frühere Zeiten anstoßen lässt. Prompt formiert sich die alte Clique, um aus traurigem Anlass noch mal einen draufzumachen: Mote (César Vea), der Polier, der Bauer Pablo (José Luis Alcobendas) und Physiklehrer Fernando (Gonzalo de Castro), inzwischen verheiratet mit Cundos Jugendflamme Rosa (Fanny Gautier). In seinen wilden Zeiten war das Quintett, inklusive Suso, unzertrennlich - jetzt scheinen die gealterten Draufgänger Welten zu trennen. So dauert es nicht lange, bis die Wunden der Vergangenheit aufbrechen und aus Besäufnissen Zerwürfnisse werden.

      Doch da ist ja noch Susos Traumprojekt, sein großer letzter Wunsch, an dem die vier Kumpel ihre internen Konflikte buchstäblich abarbeiten können: Vor dem Haus des Verstorbenen soll ein Holzturm errichtet werden, um "die Dinge mal von oben zu betrachten". Denn mit neuen Perspektiven ist es in dem nordspanischen Bergarbeiterdorf nicht weit her. Und so gelangen Cundo und seine Freunde irgendwann zu der Erkenntnis, dass jedem Ende auch ein neuer Anfang innewohnt.

      Es sind die einfachen Menschen seiner nordspanischen Heimat, denen der junge Regisseur Tom Fernández mit diesem tragikomischen Kinoerstling ein sympathisches Denkmal setzte. Mit einem verständnisvollen Blick auf individuelle Schwächen stilisiert er den titelgebenden Turmbau zur Metapher, wobei die lockere Inszenierung zwischen skurriler Situationskomik und melancholischen Passagen gekonnt die richtigen Töne trifft. Großen Anteil daran hat das famose Darstellerensemble, angeführt von Javier Cámara als Cundo, der auch schon in Filmen von Julio Medem ("Lucía und der Sex") und Pedro Almodóvar ("Sprich mit ihr") zu brillieren wusste.

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