• 09.11.2019
      23:30 Uhr
      Coming out Spielfilm DDR 1989 | rbb Fernsehen
       

      Wie ein Schlag trifft es Philipp, als er Matthias begegnet. Jetzt weiß er, dass er ein Leben lang auf ihn gewartet hat. Aber da ist Tanja, die ihn liebt, sind Vorurteile in der Gesellschaft gegenüber unüblicher Partnerschaft. Nicht nur Philipp gerät in eine Krise.

      Samstag, 09.11.19
      23:30 - 01:20 Uhr (110 Min.)
      110 Min.

      Wie ein Schlag trifft es Philipp, als er Matthias begegnet. Jetzt weiß er, dass er ein Leben lang auf ihn gewartet hat. Aber da ist Tanja, die ihn liebt, sind Vorurteile in der Gesellschaft gegenüber unüblicher Partnerschaft. Nicht nur Philipp gerät in eine Krise.

       

      Stab und Besetzung

      Philipp Klarmann Matthias Freihof
      Tanja   Dagmar Manzel
      Matthias Seiffert Dirk Kummer
      Achim, Kellner in Bar Michael Gwisdek
      Walter, älterer Herr aus Bar Werner Dissel
      Bedienung in Gaststätte/Lehrerin Gudrun Ritter
      Philipps Mutter Walfriede Schmitt
      Jakob Schrader Axel Wandtke
      Bardame   Charlotte (Lothar Berfelde)
      Gast in Bar Gudrun Okras
      Regie Heiner Carow
      Musik Stefan Carow
      Kamera Martin Schlesinger
      Drehbuch Wolfram Witt

      Philipp (Matthias Freihof) ist ein Lehrer, wie ihn sich Schüler wünschen. Intelligent, gut aussehend und kreativ, begeistert er sie für den Unterricht. Kaum vorstellbar, dass ihn etwas aus der Bahn werfen kann. Und genau das passiert, als er auf Matthias (Dirk Kummer) trifft. Unerwartet offenbart sich in dieser Begegnung seine homosexuelle Veranlagung.
      Eine schmerzhafte, konfliktreiche Selbstfindung beginnt. Nicht nur für den Lehrer. Auch für seine Freundin Tanja (Dagmar Manzel), die ein Kind erwartet. Für die Mutter (Walfriede Schmitt) bricht nach der Offenbarung des Sohnes eine Welt zusammen. Schließlich jagt ein Rettungswagen durch die Silvesternacht, in dem Matthias mit dem Tode ringt.

      Mit „Coming out“ knüpfte Regisseur Heiner Carow an seine besten Filme der 1970er Jahre an („Die Legende von Paul und Paula“, „Bis dass der Tod euch scheidet“, „Die Russen kommen“). Um das Bekenntnis seiner Helden zu sich selbst, ihren Gefühlen und ihrer Individualität herauszufordern, trieb sie der Regisseur bis an die Grenze ihrer Leidensfähigkeit. Emotional, spannend und ehrlich plädiert der Film für Verständnis und Toleranz gegenüber jeglicher Art von Anderssein. Für die Umsetzung musste Heiner Carow gegenüber den DDR Funktionären sieben Jahre kämpfen. Doch schlussendlich gelang es überdies an authentischen Orten der Ost Berliner Schwulenszene in Friedrichshain zu drehen. „Coming Out“ ist innerhalb der Filmgeschichte der DDR das einzige Werk, das Homosexualität thematisiert. Für weitere Filme, die ebenfalls das Thema hätten aufgreifen können, blieb keine Zeit mehr, denn die DDR sollte nach Erscheinen des Films nur noch wenige Monate existieren. Genau vor 30 Jahren, am 9. November 1989, feierte „Coming Out“ seine Premiere im Berliner Kino „International“. Wegen der enormen Nachfrage gab es an diesem Abend eine Doppelvorstellung, um 19:30 Uhr und um 22:00 Uhr. Nachdem das Premierenpublikum das Kino verließ, wurde es Zeuge, wie noch in dieser Nacht die Berliner Mauer fiel. Gut drei Monate später wurde Heiner Carow für seinen Film auf der 40. Berlinale 1990 mit einem „Silbernen Bären“ ausgezeichnet.

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      Samstag, 09.11.19
      23:30 - 01:20 Uhr (110 Min.)
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