• 08.05.2011
      16:00 Uhr
      Lieb & Teuer Die norddeutsche Antiquitätenshow | Radio Bremen TV
       

      Ann-Katrin Schröder präsentiert wieder begehrte Sammlerobjekte von Zuschauern. Experten begutachten diese Kunstgegenstände und sagen, was sie wert sind.

      Sonntag, 08.05.11
      16:00 - 16:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Ann-Katrin Schröder präsentiert wieder begehrte Sammlerobjekte von Zuschauern. Experten begutachten diese Kunstgegenstände und sagen, was sie wert sind.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Ann-Katrin Schröder
      Redaktion Marina Bartsch-Rüdiger

      Lieb & teuer bietet regelmäßig die Möglichkeit, Erb- und Sammelstücke kostenlos von Experten begutachten und schätzen zu lassen.

      Themen:

      • Seidenbilder-Paar

      Die beiden kleinen Seidenbilder stammen wohl aus der Fabrik Neyret Freres in St.Etienne, Frankreich und sind um 1900/30 gefertigt. Da die Seide mit dem Passepartout vollständig verklebt ist, konnte auf der Rückseite kein Herstellerhinweis gefunden werde. Da diese Firma aber europaweit für gewebte Seidenbilder dieser Art führend war, kann man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Bilder aus dem Hause Neyret Freres stammen. Das eine Bild trägt den Titel "Die gute alte Zeit" und zeigt eine Postkutsche, die durch eine Winterlandschaft fährt. Das zweite Bild mit dem Titel "Die jetzige Zeit" zeigt eine Lokomotive mit Tender, die drei rote Personenwagen durch eine Frühlingslandschaft zieht.

      • Jugendstil-Schale

      Die dekorative Keramik-Schale mit Bronzeguss-Fassung ist in der Art des europäischen Jugendstils gestaltet. Die Schale in rechteckiger Jardinierenform ist mit floralem Jugendstil-Dekor verziert. Eine kniende Nymphe verstärkt den Jugendstil-Eindruck. Auf der Unterseite der Schale befindet sich eine Fantasie-Manufaktur-Marke und die Jahreszahl "Anno 1906". Beides ist zur bewussten Irreführung des Käufers angebracht. Diese Marke hat es so nie gegeben. Die Schale ist eine Imitation, wohl in Asien in großen Mengen gefertigt.

      • Marionetten-Theater

      Die große Theaterbühne mit 16 Marionetten-Figuren ist wohl um 1900 in Böhmen entstanden. Die verschiedenen Kulissen, wie Wald, Burginterieur, oder gotischer Saal und die entsprechenden beweglichen Versatzstücke sind als Farblithografien angefertigt. Die Marionetten-Figuren sind nicht alle aus einer Serie. Sie sind zusammengesammelt und weichen auch zeitlich um ca.30 Jahre voneinander ab. Auch die Materialien sind unterschiedlich. Einige Puppen haben aus Holz geschnitzte Köpfe, andere sind aus Gips gegossen. Um die Jahrhundertwende dienten solche Marionetten-Theater vorwiegend in bürgerlichen Kreisen zur Unterhaltung und Erziehung der Kinder und vermittelten überwiegend die deutschen Märchen und Sagen.

      • Gemälde "Vorgebirgslandschaft"

      Das Landschaftsgemälde ist in Öl auf Leinwand gearbeitet und mit "C.Le Feubure" signiert. Karl (Carl) Le Feubure (1847-1911) entstammte einer Münchener Malerfamilie, die sich vorwiegend der Porzellanmalerei widmete. Auch Karl war anfangs als Porzellanmaler tätig, wand sich dann aber der Landschaftsmalerei zu. Seine Motive stammten hauptsächlich aus der Gegend von Bad Tölz, wo er lebte. Seine kleinen, fein und stimmungsvoll gemalten Landschaftsbilder werden auch heute noch gehandelt.

      • Porzellan-Hirschfigur

      Die naturalistisch wiedergegebene Porzellanfigur eines Rothirsches stammt aus der Manufaktur Karl Ens und ist um 1920/30 entstanden. Die Manufaktur Ens in Volkstedt (Thüringen) wurde 1899 gegründet und war bekannt für Tierfiguren, Vasen, Schalen, Tafelaufsätze und Bonbonnieren. Die Hirschplastik ist auf der Unterseite gemarkt mit der Manufakturmarke der Porzellanfabrik. Der Hirsch ist in feiner Handmalerei ausstaffiert. Leider sind Hirschplastiken unter den Sammlern von Porzellan-Tierfiguren weniger gefragt.

      • Biedermeier-Glasschale

      Die Biedermeier-Glasschale mit Silberfuß ist eine typische nordböhmische Glasarbeit, die dem Glasraffineur Friedrich Egermann aus Haida zugeschrieben werden kann. Das Glas im Floral-Dekor ist bezeichnet und datiert: "E.S. + A.S. 1839". Also ist das Entstehungsjahr auf 1839 festzulegen. Die Punze im Silberfuß sagt uns, dass es 12-lötiges Silber ist. Die Punze "Basse" weist vielleicht auf den Braunschweiger Silberschmied William Basse hin, ist aber nicht eindeutig zu klären. Häufig wurden solche kleinen Tafelaufsätze auch als Zuckerschalen bezeichnet. Eine derartige Nutzung ist zumindest nicht ausgeschlossen.

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