• 12.02.2020
      18:00 Uhr
      Zündstoff Das illegale Geschäft der Munitionsjäger | phoenix
       

      Frisch ausgehobene, tiefe Löcher im Wald. Daneben liegengelassene Munitionsreste: Das sind die Spuren der illegalen Schatzgräber. Munition und Devotionalien des Zweiten Weltkrieges sind begehrte Sammlerobjekte, die auf dem Schwarzmarkt gutes Geld versprechen.
      Kampfmittelbeseitigungsdienste sind täglich unterwegs, um Flächen vom Kriegsschrott zu befreien. 2018 wurden zum Beispiel in Brandenburg, dem Land mit den meisten Altlasten, 326 Tonnen Kampfmittel geborgen. Je länger der Kriegsschrott im Boden bleibt, umso gefährlicher und unberechenbarer wird er. Aber das blenden illegale Munitionssucher aus.

      Mittwoch, 12.02.20
      18:00 - 18:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Frisch ausgehobene, tiefe Löcher im Wald. Daneben liegengelassene Munitionsreste: Das sind die Spuren der illegalen Schatzgräber. Munition und Devotionalien des Zweiten Weltkrieges sind begehrte Sammlerobjekte, die auf dem Schwarzmarkt gutes Geld versprechen.
      Kampfmittelbeseitigungsdienste sind täglich unterwegs, um Flächen vom Kriegsschrott zu befreien. 2018 wurden zum Beispiel in Brandenburg, dem Land mit den meisten Altlasten, 326 Tonnen Kampfmittel geborgen. Je länger der Kriegsschrott im Boden bleibt, umso gefährlicher und unberechenbarer wird er. Aber das blenden illegale Munitionssucher aus.

       

      Frisch ausgehobene, tiefe Löcher im Wald. Daneben liegengelassene Munitionsreste: Das sind die Spuren der illegalen Schatzgräber. Sie kommen im Schutz der Dunkelheit, ausgerüstet mit Sonden, Spaten und Karten. Manche sind auf Jagd nach Weltkriegsmunition, andere suchen nach Militaria. Denn Munition und Devotionalien des Zweiten Weltkrieges sind begehrte Sammlerobjekte, die auf dem Schwarzmarkt gutes Geld versprechen.

      Warum das in großem Stil auch fast 75 Jahre nach Kriegsende immer noch möglich ist, dafür gibt es eine einfache Erklärung: In Deutschland liegt heute unter der Erde noch jede Menge Munition.
      Kampfmittelbeseitigungsdienste sind täglich unterwegs, um Flächen vom Kriegsschrott zu befreien. 2018 wurden zum Beispiel in Brandenburg, dem Land mit den meisten Altlasten, 326 Tonnen Kampfmittel geborgen. In Sachsen waren es rund 207 Tonnen.

      Je länger der Kriegsschrott im Boden bleibt, umso gefährlicher und unberechenbarer wird er. Aber das blenden illegale Munitionssucher aus. Andre Vogel vom Kampfmittelbeseitigungsdienst kennt unglaubliche Geschichten: "Die fahren mit dem Zeug über öffentliche Straßen, die lagern es nicht nur in ihren Privathäusern. Wir haben es in Kellern von Mehrfamilienhäusern gefunden. Da mag ich nicht darüber nachdenken, wenn Kinder im Fahrradkeller die falsche Kiste öffnen, oder es mal brennt. Darüber wird nicht nachgedacht, es wird gemacht."

      Der Verkauf von Munition ist ein lukratives Geschäft, das vor allem im Internet abgewickelt wird. Oft läuft das unterhalb des Behördenradars ab. Selbst wenn die Landeskriminalämter technisch und personell aufrüsten, wäre den illegalen Munitionshändlern kaum beizukommen. Es sind eher Zufallstreffer wie im Sommer 2018, als die Polizei einen mit Munition beladenen Kleintransporter auf der A9 stoppte. Mit Metalldetektoren hatte der Fahrer die gefährliche Fracht gerade frisch aus dem Boden geholt. Die anschließende Hausdurchsuchung in Schkopau brachte ein ganzes Munitions- und Waffenlager ans Tageslicht.

      Ein Film von Anne Flemming

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      Mittwoch, 12.02.20
      18:00 - 18:30 Uhr (30 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.02.2020