• 05.01.2020
      03:45 Uhr
      Was wäre wenn… Kolumbus Amerika nicht entdeckt hätte? | phoenix
       

      In der Folge "Was wäre wenn… Kolumbus Amerika nicht entdeckt hätte?", fragt die Geschichtsreihe danach, welche weitreichenden Konsequenzen es gehabt hätte, wenn die Entdeckung der "Neuen Welt" anders verlaufen wäre. Wäre dann Millionen Afrikanern die Sklaverei erspart geblieben? Müssten wir die Bratwurst ohne Kartoffeln essen, die in der Folge von Kolumbus per Handel nach Deutschland kam? Wohin wären die Millionen Europäer geflüchtet, die in den USA im 19. und frühen 20. Jahrhundert Freiheit suchten und fanden?

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 05.01.20
      03:45 - 04:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      In der Folge "Was wäre wenn… Kolumbus Amerika nicht entdeckt hätte?", fragt die Geschichtsreihe danach, welche weitreichenden Konsequenzen es gehabt hätte, wenn die Entdeckung der "Neuen Welt" anders verlaufen wäre. Wäre dann Millionen Afrikanern die Sklaverei erspart geblieben? Müssten wir die Bratwurst ohne Kartoffeln essen, die in der Folge von Kolumbus per Handel nach Deutschland kam? Wohin wären die Millionen Europäer geflüchtet, die in den USA im 19. und frühen 20. Jahrhundert Freiheit suchten und fanden?

       

      Kaum ein Ereignis hat die Welt so verändert wie die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus 1492, sie war der Auftakt für die "Europäisierung der Erde". Die Konquistadoren gestalteten die "Neue Welt" nach ihren Vorstellungen um und beuteten sie mit Hilfe schwarzafrikanischer Sklaven aus. In der "Alten Welt" bescherten die Reichtümer aus Übersee europäischen Städten ein "Goldenes Zeitalter", aus Amerika eingeführte Lebensmittel wie die Kartoffel revolutionierten die Ernährung Europas. Ohne die Entdeckung und Eroberung der "Neuen Welt" wäre die jahrhundertelange europäische Dominanz auf der Erde nur schwer vorstellbar. Doch was wäre gewesen, wenn Kolumbus Amerika nicht entdeckt hätte? Für das phoenix-Geschichtsformat malen sich Historiker wissenschaftlich fundiert alternative Wirklichkeiten aus, in der die Europäer nicht die Herrscher sind. Gäbe es statt der Kolonialreiche das Aztekenreich noch heute? Wären Millionen Afrikaner nie versklavt worden? Müssten wir Pizza ohne Tomatensauce und Sauerbraten ohne Kartoffelknödel essen? Und vor allem: Wäre die europäische Beherrschung der Welt aufzuhalten gewesen? Grafiken im Stile einer "Graphic Novel" zeigen, wie solche alternativen Wirklichkeiten aussehen könnten: Zum Beispiel ein Manhattan, das nicht von Wolkenkratzern, sondern Wäldern und den Siedlungen der "Native Americans" bestimmt wird. Das kontrafaktische Geschichtsexperiment der phoenix-Doku-Reihe entlarvt verbreitete Mythen und einseitige Urteile und führt vor Augen, dass verschiedene Verläufe der Geschichte möglich sind. Für Kolumbus war die Entdeckung Amerikas ein glücklicher Zufall der Geschichte. Sein eigentliches Ziel, Indien, hätte er wohl nie erreicht, wie der in Oxford lehrende Historiker Prof. Johannes Dillinger feststellt: "Kolumbus baute seinen Plan auf einer Berechnung des Erdumfangs auf, die fehlerhaft ist: Er berechnete die Erde viel zu klein." Doch selbst bei seinem Scheitern wäre Amerika trotzdem entdeckt worden, sagt Prof. Alexander Demandt, der die kontrafaktische Geschichte in Deutschland salonfähig gemacht hat: "Wenn man dieses Gedankenspiel spielt, dann geht es nur um die Frage: Wann entdeckt man Amerika, von wem wird es entdeckt und wie wird es zivilisiert?" Als "alternative Entdecker" Amerikas kämen vor allem Portugiesen und Briten in Frage. Doch schon Anfang des 14. Jahrhunderts hätten laut Historiker Dr. Tobias Winnerling auch die Chinesen das Zeug gehabt, die "Neue Welt" und den Globus zu erobern. Für registrierte Nutzer ist eine Preview im Vorführraum verfügbar.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 05.01.20
      03:45 - 04:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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